Wird mit Prä­si­dent Trump al­les an­ders?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Ja, es wird erz­ka­pi­ta­lis­tisch“, sagt Sa­mu­el Pren­zel (56), So­zi­al­päd­ago­ge aus Ger­m­ers­heim. „Man muss sich nur mal den Ar­beits­mi­nis­ter an­schau­en, der die Leu­te am liebs­ten für zwei Dol­lar die St­un­de bei ei­ner Bur­ger­ket­te ma­lo­chen las­sen wür­de. Und auch Latein­ame­ri­ka macht sich be­rech­tig­te Sor­gen.“ „Es ist noch al­les of­fen“, gibt Ant­je Ka­min­ski (70), Rent­ne­rin auf Aus­stel­lungs­be­such in Karls­ru­he, zur Ant­wort. „In den USA ist es wie über­all nach ei­ner Wahl: es kann bes­ser wer­den oder auch schlech­ter – das weiß man erst hin­ter­her. In ei­ner De­mo­kra­tie ist es zu­dem schwie­rig, es al­len Recht zu ma­chen.“ „Dass al­les an­ders wird, den­ke ich nicht“, äu­ßert Do­ris Wein­stein (57), in Er­werbs­min­de­rungs­ren­te, aus Karls­ru­he. „Ich be­trach­te das Gan­ze mit Ab­stand und ei­ner ge­sun­den Skep­sis. Das Tem­po wird si­cher schnel­ler und der Fo­kus wird sich hin zum Geld ver­schie­ben. Da­bei wä­re Ent­schleu­ni­gung bes­ser.“ „An­ders auf je­den Fall“, sagt Mat­thi­as Schot­ten (48), ge­schäft­lich in Karls­ru­he tä­tig. „Ob es auch bes­ser wird, bleibt ab­zu­war­ten. Ich be­fürch­te das Ge­gen­teil. Trump hat kei­ne Re­gie­rungs­er­fah­rung, sechs Fir­men­plei­ten zu ver­ant­wor­ten und ist schwer ein­zu­schät­zen. Mal schau­en, wie er sich be­währt.“ „Ich weiß es nicht“, ant­wor­tet Ca­ri­na Utz (24), Stu­den­tin aus Karls­ru­he. „Ich hof­fe aber, dass er nicht al­les durch­bringt, was er sich vor­ge­nom­men hat, un­ter an­de­rem die Ab­schie­bung von Im­mi­gran­ten und das Ge­sund­heits­sys­tem be­tref­fend. Auch die en­ge Ver­bin­dung mit Russ­land fin­de ich schwie­rig.“ „Das den­ke ich nicht“, er­wi­dert Tho­mas Wyss (35), Mu­sik­the­ra­peut aus Karls­ru­he. „Er hat den Mund sehr voll ge­nom­men. Ver­mut­lich wird ihn die Rea­li­tät ein­ho­len und er wird sei­ne Aus­sa­gen wäh­rend sei­ner Amts­zeit re­la­ti­vie­ren müs­sen. Viel­leicht ist das aber auch nur ei­ne Hoff­nung von mir.“

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