Dahl­mei­er jagt das Gel­be Tri­kot

Bi­ath­lon: Kou­kal­o­va führt die Wer­tung an

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Tho­mas Wol­fer

Lau­ra Dahl­mei­er be­ju­bel­te den er­neu­ten Sprung auf das Po­dest, das Gel­be Tri­kot ist aber noch nicht wie­der in ih­rem Be­sitz: Mit ih­rem drit­ten Platz im Sprint setz­te die Bi­ath­lon-Über­flie­ge­rin ih­re Er­folgs­se­rie beim stim­mungs­vol­len Heim­spiel in Ruh­pol­ding ein­drucks­voll fort. Dass es für die 23-Jäh­ri­ge aus Gar­misch-Par­ten­kir­chen nicht zur Rück­kehr an die Spit­ze des Ge­samt­welt­cups reich­te, spiel­te an­schlie­ßend kei­ne gro­ße Rol­le. „Ich füh­le mich aktuell wie­der su­per. Man hat aber heu­te ge­se­hen, dass die Kai­sa in ei­ner ganz an­de­ren Lauf­form als der Rest ist, da kam kei­ner hin“, sag­te Dahl­mei­er. Nach ei­ner kur­zen Wett­kampf­pau­se in der Vor­wo­che in Ober­hof war es im zwei­ten Ein­zel­ren­nen des Jah­res der zwei­te Po­di­ums­platz für die Welt­meis­te­rin in der Ver­fol­gung. Dahl­mei­er hat­te am Don­ners­tag in Bay­ern be­reits mit der Staf­fel ge­siegt und das deut­sche Quar­tett sou­ve­rän zum zwei­ten Sai­son­er­folg ge­führt. Ges­tern wa­ren aber so­wohl Sie­ge­rin Kai­sa Mä­käräi­nen (Finn­land) als auch die eben­falls feh­ler­freie Ge­samt­welt­cup-Füh­ren­de Ga­b­rie­la Kou­kal­o­va (Tsche- chi­en) zu stark. Mä­käräi­nen zeig­te ihr bes­tes Sai­son­ren­nen und ließ der Kon­kur­renz nicht den Hauch ei­ner Chan­ce, am En­de hat­te sie 30,1 Se­kun­den Vor­sprung vor Dahl­mei­er. Im Ge­samt­welt­cup führt Vor­jah­res­sie­ge­rin Kou­kal­o­va (533 Punk­te) wei­ter vor Dahl­mei­er (512), al­ler­dings ist Mä­käräi­nen (508) nach dem zwölf­ten von 26 Sai­son­ren­nen bis auf vier Punk­te an die Baye­rin her­an­ge­rückt. Auch in der ab­schlie­ßen­den Ver­fol­gung (heu­te, 14.45 Uhr/ARD und Eu­ro­sport) ist je­de Men­ge Span­nung im Kampf um die Spit­ze ge­bo­ten. Zweit­bes­te Deut­sche wur­de Fran­zis­ka Hil­de­brand, die trotz reich­lich Flo­cken­wir­bel al­le zehn Schei­ben traf und star­ke Sechs­te wur­de. Im WM-Win­ter war­tet die 29-Jäh­ri­ge al­ler­dings noch im­mer auf ih­re ers­te Po­di­ums­plat­zie­rung. Im Ver­fol­gungs­ren­nen der Män­ner ge­hen Arnd Peif­fer und Si­mon Sch­empp zum Ab­schluss (heu­te, 11.30 Uhr/ARD und Eu­ro­sport) auf die Jagd nach Do­mi­na­tor Martin Four­ca­de. Nach sei­nem Sprint­sieg am Frei­tag geht der Fran­zo­se al­ler­dings mit be­acht­li­chen 52 Se­kun­den Vor­sprung vor dem viert­plat­zier­ten Peif­fer auf die Stre­cke, ei­ne Se­kun­de da­nach folgt Sch­empp. „Das Po­di­um ist nicht weit weg, das ist ab­so­lut noch mög­lich. Es gilt, neu an­zu­grei­fen und viel­leicht geht es noch wei­ter nach vor­ne“, sag­te Sch­empp.

Sie­ge­rin Mä­käräi­nen zeig­te star­ke Leis­tung

Mo­men­tan liegt Lau­ra Dahl­mei­er in der Welt­cup-Ge­samt­wer­tung 21 Punk­te hin­ter der Tsche­chin Ga­b­rie­la Kou­kal­o­va. Die konn­te durch den zwei­ten Platz in Ruh­pol­ding ges­tern ih­ren Vor­sprung et­was aus­bau­en. Der Sieg ging ges­tern aber an die Fin­nin Kai­sa Mä­käräi­nen, die ihr bes­tes Sai­son­ren­nen zeig­te und der Kon­kur­renz kei­ne Chan­ce ließ. Fo­to: avs

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