Kei­ne Ent­las­sung

Streit beim Mal­te­ser­or­den: Groß­kanz­ler bleibt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - Avs avs/SO

Nach dem Macht­streit beim Mal­te­ser­or­den mit dem Va­ti­kan ist die Ent­las­sung des Deut­schen Al­brecht von Boe­sel­ager wie­der auf­ge­ho­ben wor­den. Das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen Groß­kanz­ler Boe­sel­ager wer­de ein­ge­stellt, er wer­de sein Amt so­fort wie­der auf­neh­men, teil­te der ka­tho­li­sche Or­den ges­tern in Rom mit. Die Ent­las­sung des Deut­schen im De­zem­ber war Aus­lö­ser ei­nes bei­spiel­lo­sen Streits zwi­schen der jahr­hun­der­te­al­ten Or­ga­ni­sa­ti­on und dem Va­ti­kan, in den sich auch der Papst ein­ge­schal­tet hat­te. Ver­gan­ge­ne Wo­che hat­te Fran­zis­kus den Chef des Or­dens und Boe­sel­agers Ge­gen­spie­ler, Groß­meis­ter Mat­t­hew Fes­ting, zum Rück­tritt auf­ge­for­dert. Bei dem Streit ging es un­ter an­de­rem um die Ver­tei­lung von Kon­do­men in Myan­mar vor Jah­ren durch Or­ga­ni­sa­tio­nen des Or­dens. Boe­sel­ager war da­mals Groß­hos­pi­ta­lier und da­mit als ei­ne Art Ge­sund­heits­mi­nis­ter ver­ant­wort­lich. Nach­dem Boe­sel­ager ent­las­sen wur­de, rich­te­te der Va­ti­kan ei­ne Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on ein. Fes­ting wei­ger­te sich aber, mit die­ser zu­sam­men­zu­ar­bei­ten - was den Streit es­ka­lie­ren ließ und mit dem Rück­tritt Fes­tings en­de­te. Der Macht­kampf wird auch als Kampf zwi­schen Fran­zis­kus und sei­nen kon­ser­va­ti­ven Geg­nern in­ter­pre­tiert.

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