Wa­gner nicht ver­misst

1899 Hof­fen­heim schlägt Mainz oh­ne Tor­jä­ger mit 4:0

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ste­phan Köhn­lein

Zu­hau­se bleibt 1899 Hof­fen­heim ei­ne Macht. Ge­gen den FSV Mainz 05 ge­wann das Team von Trai­ner Ju­li­an Na­gels­mann auch oh­ne den rot­ge­sperr­ten Tor­jä­ger San­dro Wa­gner klar mit 4:0 (1:0) und bleibt da­mit auch im zehn­ten Heim­spiel der Sai­son un­ge­schla­gen. Die To­re vor 26 078 Zu­schau­ern in der Rhein-Ne­ckar Are­na er­ziel­ten Mark Uth (5.) so­wie die ein­ge­we­ch­ins sel­ten Mar­co Ter­raz­zi­no (81.) und Adam Sza­lai (86. und 90.). Die Main­zer ver­lo­ren da­mit be­reits das sechs­te Aus­wärts­spiel hin­ter­ein­an­der. Bei Mainz saß Neu­zu­gang Bo­jan Kr­kic zu­nächst auf der Bank. Ins­ge­samt bau­te Trai­ner Mar­tin Schmidt das Team im Ver­gleich zum 1:1 ge­gen Dort­mund auf drei Po­si­tio­nen um, un­ter an­de­ren kehr­te An­grei­fer Jhon Cordo­ba nach sei­ner Rot­sper­re Team zu­rück. Hof­fen­heims Coach Na­gels­mann muss­te da­ge­gen nach der ers­ten Sai­son­nie­der­la­ge vor ei­ner Wo­che bei RB Leip­zig auf den rot­ge­sperr­ten Wa­gner ver­zich­ten, der mit bis­lang zehn Li­ga­tref­fern er­folg­reichs­ter Tor­schüt­ze sei­nes Teams ist. Für ihn stürm­te Uth, der schon beim 4:4 in der Hin­run­de zwei Tref­fer er­zielt hat­te. Eben die­ser Uth war es auch, der die Hof­fen­hei­mer gleich mit dem ers­ten Tor­schuss nach knapp fünf Mi­nu­ten in Füh­rung brach­te. Ei­ne ge­fühl­vol­le Vor­la­ge von Se­bas­ti­an Ru­dy nahm er ge­schickt mit, zog aus gut 20 Me­tern ab, und der Ball schlug im rech­ten Tor­win­kel ein. Mainz zeig­te sich je­doch nicht ge­schockt, son­dern hielt in ei­ner mun­te­ren Par­tie gut da­ge­gen. Be­son­ders Cordo­ba und Jai­ro Sam­pe­rio sorg­te in der Hof­fen­hei­mer Ab­wehr im­mer wie­der für Un­ru­he. Wirk­lich zwin­gen­de Chan­cen gab es bis zur Halb­zeit je­doch nicht. Erst nach dem Sei­ten­wech­sel war es er­neut Uth (49.), der ei­ne Flan­ke von Pa­vel Ka­de­ra­bek ganz knapp am Tor vor­bei­schoss. In der 53. Mi­nu­te re­kla­mier­ten die Hof­fen­hei­mer

„Jo­ker“Ter­raz­zi­no er­zielt das zwei­te Tor

Elf­me­ter, als Andrej Kra­ma­ric in den Straf­raum ein­drang und im Du­ell mit Ste­fan Bell zu Fall kam – doch Schieds­rich­ter Gui­do Wink­mann ließ wei­ter­lau­fen. Nach ei­ner St­un­de nahm Schmidt den star­ken, aber nach meh­re­ren Fouls gelb-rot-ge­fähr­de­ten Cordo­ba vom Platz und brach­te Le­vin Özt­u­na­li. Der be­rei­te­te in der 73. Mi­nu­te die bis da­hin bes­te Chan­ce für die Gäs­te vor. Doch Pa­blo De Bla­sis schei­ter­te aus kur­zer Ent­fer­nung an Oli­ver Bau­mann. In der 75. Mi­nu­te kam schließ­lich Bo­jan zu sei­nem Bun­des­li­ga-De­büt. Doch am En­de wa­ren es die Hof­fen­hei­mer Wech­sel, die die Par­tie ent­schie­den. In der 81. Mi­nu­te na­gel­te Ke­rem De­mir­bay ei­nen Frei­stoß an die Lat­te. Den Ab­pral­ler bug­sier­te der ein­ge­wech­sel­te Mar­co Ter­raz­zi­no über die Li­nie. Fünf Mi­nu­ten spä­ter leg­te Ter­raz­zi­no auf den eben­falls ein­ge­wech­sel­ten Sza­lai vor, der das 3:0 er­ziel­te und in der Nach­spiel­zeit noch­mals per Kopf zum 4:0 nach­leg­te.

Freu­de pur: Der ehe­ma­li­ge KSC-Pro­fi Mar­co Ter­raz­zi­no er­ziel­te fünf Mi­nu­ten nach sei­ner Ein­wech­se­lung das 2:0 für 1899 Hof­fen­heim ge­gen den FSV Mainz 05. Am En­de stand es 4:0 für die Kraich­gau­er. Fo­to: avs

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