„Pla­nen für die DRL“

Rin­gen: Ger­ma­nia Wein­gar­ten glaubt an das Pro­jekt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Peter Tre­bing

Bis zum 31. Ja­nu­ar lief die Mel­de­frist für die Ober­li­ga des Nord­ba­di­schen Rin­ger­ver­ban­des – und die ban­ge Fra­ge für Ger­hard Ro­nel­len­fitsch war zu­nächst ein­mal, ob auch die Bun­des­li­ga-Ver­wei­ge­rer Ger­ma­nia Wein­gar­ten und KSV Isprin­gen bis zu die­sem Ter­min ih­re Zu­sa­gen ge­ben wür­den. Die­se Sor­gen ist der NBRV-Prä­si­dent schon mal los: „Die­se bei­den und auch der ehe­ma­li­ge Zweit­li­gist SRC Vi­ern­heim ha­ben schon bis zum 30. Ja­nu­ar ih­re Mel­dun­gen ab­ge­ge­ben. Da­mit be­steht die Ober­li­ga in der kom­men­den Run­de aus elf Ver­ei­nen.“Das be­stä­tig­te auch Ralph Obe­ra­cker, der Vor­sit­zen­de der Wein­gar­te­ner Ger­ma­nia. „Der Ver­ein wird in der Ober­li­ga an­tre­ten. Den Sport­be­trieb der ers­ten Mann­schaft ha­ben wir aber schon län­ger in ei­ne Gm­bH aus­ge­glie­dert.“Und die wird de­fi­ni­tiv in der DRL star­ten, sagt Obe­ra­cker, er­go steht fest: „Ja klar pla­nen wir wei­ter für die DRL.“Wirk­lich glück­lich ist Ro­nel­len­fitsch mit Blick auf Wein­gar­ten und Isprin­gen aber nicht: „Mir wä­re es ehr­lich ge­sagt lie­ber ge­we­sen, wenn sie bei­de erst­klas­sig ge­blie­ben wä­ren.“Mit erst­klas­sig meint der Funk­tio­när aber ein­zig und al­lei­ne die neue Bun­des­li­ga des Deut­schen Rin­ger-Bun­des, die aus drei Staf­feln mit je sie­ben Ver­ei­nen be­steht. Mit der neu­ge­grün­de­ten Deut­schen Rin­ger­li­ga (DRL) hat er of­fen­sicht­lich noch im­mer ein Pro­blem, die hält er für kei­ne sinn­vol­le Al­ter­na­ti­ve. Und ei­nen ge­ord­ne­ten Wett­kampf­be­trieb traut er den sechs Re­bel­len wohl schon des­halb nicht zu, weil kein deut­scher Ver­bands-Kampf­rich­ter die Mat­ten­du­el­le lei­ten dürf­te. Sol­che Pro­ble­me be­rei­ten Mar­kus Scheu ak­tu­ell über­haupt kei­ne Sor­gen. Der DRL-Ge­schäfts­füh­rer, der auch Sport­vor­stand beim DRL-Mit­glied ASV Nen­din­gen ist, macht nach ei­nem Tref­fen der be­tei­lig­ten Ver­ei­ne am 28. Ja­nu­ar wei­ter ei­nen op­ti­mis­ti­schen Ein­druck, wenn es um das Pro­jekt Deut­sche Rin­ger­li­ga geht: „Ab­ge­sprun­gen ist kei­ner und wir wer­den bald in­ter­es­san­te Neu­ig­kei­ten prä­sen­tie­ren.“Und zwar ver­mut­lich nach dem 11. Fe­bru­ar. Dann tref­fen sich die sechs DRL-Mit­glie­der (Ger­ma­nia Wein­gar­ten, KSV Isprin­gen, ASV Nen­din­gen, VfK Schif­fer­stadt, KSV Aa­len und KAV Mans­fel­der Land) in Schif­fer­stadt, um ih­re Plä­ne zu kon­kre­ti­sie­ren. Ein paar Eck­da­ten hat Scheu aber schon zu bie­ten. So soll die Haupt­run­de 14 Wett­kämp­fe für je­den Ver­ein um­fas­sen – ent­spre­chend wird der Li­ga-Mo­dus ge­stal­tet. Ob da­rin auch Kämp­fe ge­gen Clubs der pol­ni­schen Li­ga KLZ ent­hal­ten sind, ist noch of­fen. Fest steht aber, dass DRL und KLZ ei­ne en­ge Ko­ope­ra­ti­on pfle­gen wol­len, in­klu­si­ve der an­ge­spro­che­nen Wett­kämp­fe. Die KLZ hat ih­re Pre­mie­ren­sai­son mit sechs Teil­neh­mern be­reits hin­ter sich, in­zwi­schen sind vier wei­te­re Ver­ei­ne an Bord. Klar ist laut Scheu au­ßer­dem, dass die DRL ih­re Wett­kampf­ta­ge par­al­lel zu de­nen der DRB-Bun­des­li­ga le­gen will: „Das müs­sen wir schon des­halb tun, um zu ver­mei­den, dass wir uns mit even­tu­el­len DRB-Lehr­gän­gen über­schnei­den. Denn dann wür­den uns zu­min­dest die deut­schen Rin­ger feh­len.“Dass die für die DRL-Clubs an­tre­ten wer­den und dür­fen, steht für den DRL-Ge­schäfts­füh­rer wei­ter au­ßer Fra­ge: „Na­tür­lich kön­nen sie bei uns rin­gen, oh­ne Kon­se­quen­zen be­fürch­ten zu müs­sen.“Denn, das stellt er noch ein­mal deut­lich her­aus: „Wir grün­den ja schließ­lich kei­nen neu­en deut­schen Rin­ger­ver­band. Wir sind le­dig­lich ein Zu­sam­men­schluss von Ver­ei­nen. Mehr woll­ten wir üb­ri­gens nie sein.“Des­halb be­fürch­tet man auch kei­ne Pro­ble­me mit dem Rin­ger-Welt­ver­band, denn die Uni­ted World Wrest­ling (UWW) ha­be vor Mo­na­ten klar und deut­lich ge­sagt, dass man in je­dem Land nur ei­nen Ver­band ak­zep­tie­ren wür­de. Und an die­ser Tat­sa­che wür­den Ger­ma­nia Wein­gar­ten und Co ja schließ­lich gar nicht rüt­teln, sagt Scheu.

Ko­ope­ra­ti­on mit der pol­ni­schen KLZ ge­plant

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