Wor­über kön­nen Sie la­chen?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Über Do­nald Trump“, meint Gök­han Es (30), Meis­ter im Kon­struk­ti­ven In­ge­nieur­bau auf Fort­bil­dung in Karls­ru­he. „Er macht sich selbst mit sei­nen Ak­tio­nen zur Witz­fi­gur. Al­ler­dings ist da auch bit­te­res La­chen da­bei, zum Bei­spiel was den jüngs­ten Ein­rei­sestopp für Mus­li­me und Flücht­lin­ge be­trifft.“ „Über Lo­ri­ot“, sagt Jas­mi­na Sche­bes­ta (33), Tän­ze­rin und Kul­tur­ma­na­ge­rin aus Karls­ru­he. „Er war ein sehr gu­ter Men­schen­be­ob­ach­ter. Ob­wohl sei­ne Sket­che schon alt sind und ich sie in- und aus­wen­dig ken­ne, sind sie noch tref­fend. Es sind Din­ge, die im All­tag pas­sie­ren könn­ten – das ver­geht nicht.“ „Über klei­ne Kin­der“, äu­ßert Ro­man Mül­ler (47), An­ge­stell­ter aus Hei­del­berg. „Sie ver­stel­len sich nicht und re­agie­ren un­mit­tel­bar, zum Bei­spiel, wenn sie spie­len. Gar nicht mein Hu­mor sind da­ge­gen Schen­kel­klop­fer-Wit­ze. Wenn je­mand ver­sucht, krampf­haft lus­tig zu sein, lang­weilt mich das schnell.“ „Das ist völ­lig un­ter­schied­lich“, er­zählt So­phie Ep­pe­le (21), Stu­den­tin aus Kup­pen­heim. „Meist sind das ganz spon­ta­ne Mo­men­te, die sich ein­fach so er­ge­ben. Si­tua­ti­ons­ko­mik holt mich deut­lich mehr ab als er­zwun­ge­ner Hu­mor. Ober­fläch­li­che Come­dy über be­lang­lo­se Sa­chen bringt mich nicht zum La­chen.“ „Das hängt stark von den Leu­ten um mich her­um ab“, sagt Mi­ha­el Gr­ba­vac (21), Aus­zu­bil­den­der aus Karls­ru­he. „Ich ha­be zum Bei­spiel ei­nen al­ten Freund, mit dem ich stun­den­lang la­chen kann – über Po­li­tik bis zu Sto­ries aus dem Be­kann­ten­kreis. Auch mit dem Men­schen, den man liebt, lacht man bes­ser.“ „Am bes­ten über mich selbst“, ant­wor­tet Ca­ro­la Schar­pen­berg (61), Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te in Karls­ru­he, aus Bil­lig­heim-In­gen­heim. „Manch­mal klappt das so­gar in an­ge­spann­ten Si­tua­tio­nen. Durch das La­chen ge­winnt man leich­ter Ab­stand. Hin­ter­sin­ni­ges Ka­ba­rett mit dop­pel­tem Bo­den mag ich auch.“

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