KSC-Frust in der Al­li­anz-Are­na

1:2 – Slom­kas Team ver­liert bei 1860 Mün­chen in der Nach­spiel­zeit

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Als „Sud­den De­ath“, den „plötz­li­chen Tod“, be­zeich­net man im Eis­ho­ckey das, was den KSC in der fünf­ten Mi­nu­te der Nach­spiel­zeit in der Münch­ner Al­li­anz Are­na er­eil­te: 1860-Ka­pi­tän Kai Bü­low traf mit dem Kopf zum 2:1- Sieg­tref­fer für die „Lö­wen“, die durch die­sen Sieg ei­nen wich­ti­gen Schritt aus dem Ta­bel­len­kel­ler mach­ten, wäh­rend der KSC jetzt wie­der ganz tief im Ab­stiegs­sumpf steckt. KSC-Trai­ner Mir­ko Slom­ka war ent­spre­chend be­dient: „Wir ha­ben in der 94. Mi­nu­te für ei­ne Se­kun­de die Wach­sam­keit ver­lo­ren, und das kann man sich in der zwei­ten Li­ga ein­fach nicht leis­ten“, mein­te Slom­ka zu der bit­te­ren Nie­der­la­ge. Da­bei hat­te der KSC die Platz­her­ren ei­gent­lich „är­gern“wol­len, wie Slom­ka vor dem Spiel sag­te. Das wä­re fast auch (zu ei­nem Teil) ge­lun­gen. Denn bei­de Mann­schaf­ten schie­nen sich mit ei­nem Un­ent­schie­den ab­ge­fun­den zu ha­ben, als sich Gri­scha Prö­mel in der 94. Mi­nu­te ein­han­del­te und die Lö­wen noch zu ei­nem An­griff ka­men – den Bü­low zum Sieg­tref­fer für die Sech­zi­ger nutz­te. Da­bei war der KSC so­gar in Füh­rung ge­gan­gen als Jor­di Fi­gueras (48. Mi­nu­te) nach ei­nem Eck­ball von Mo­ritz Stop­pel­kamp das 1:0 er­ziel­te. Mit Win­ter­neu­zu­gang Jo­nas Mef­fert im Mit­tel­feld, der für Fa­bi­an Ree­se in die Start­elf rück­te so­wie En­ri­co Va­len­ti­ni, der den gelb gelb­ge­sperr­ten Den­nis Kem­pe links in der Vie­rer­ket­te er­setz­te, hat­te KSC-Coach Mir­ko Slom­ka sei­ne Start­elf ei­nen Tick de­fen­si­ver aus­ge­rich­tet, als zu­letzt beim 1:1 in Bochum. Zu­dem muss­te der Slom­ka auf den Bochu­mer Tor­schüt­zen Ste­fan Mu­go­sa ver­zich­ten. Der Mon­te­ne­gri­ner, erst kürz­lich von den „Lö­wen“an den KSC aus­ge­lie­hen, durf­te ver­trags­be­dingt ge­gen sei­nen al­ten Ar­beit­ge­ber nicht mit­wir­ken. Die 18 100 Zu­schau­er (dar­un­ter et­wa 2 000 KSC-Fans) sa­hen ei­ne schwa­che Be­geg­nung, in der 1860 die bes­se­ren Tor­mög­lich­kei­ten hat­ten. So in der zehn­ten Mi­nu­te, als Fe­lix Uduok­hai nach der zwei­ten Münch­ner Ecke aus dem Ge­wühl am Pfos­ten und an Hi­ro­ki Ya­ma­da schei­ter­te. Nach 32 Mi­nu­ten for­der­ten die „Lö­wen“ve­he­ment ei­nen Hand­elf­me­ter, als En­ri­co Va­len­ti­ni beim Ab­wehr­ver­such ge­gen Ma­xi­mi­li­an Wit­tek das Spiel­ge­rät an die Hand ging. Aber die Pfei­fe von Schieds­rich­ter Thom­sen blieb stumm. Nach dem Sei­ten­wech­sel wur­de die Par­tie um ei­ni­ges leb­haf­ter und nahm Fahrt auf. Zu­nächst brach­te Fi­gueras den KSC (48.) mit sei­nem zwei­ten Sai­son­tref­fer 1:0 in Front. In der 57. Mi­nu­te wech­sel­te „Lö­wen“Gelb-Rot Trai­ner Ví­tor Pe­rei­ra dann mit Micha­el Li­endl und Ivica Olic so­zu­sa­gen den Aus­gleich ein. Als ers­te Amts­hand­lung trat Li­endl zum Eck­ball an und Olic ver­edel­te die Her­ein­ga­be des Ös­ter­rei­chers zum 1:1. In der Nach­spiel­zeit war es schließ­lich Kai Bü­low, der die Sech­zi­ger ju­beln ließ und beim KSC für reich­lich Frust so­wie ei­ne un­ge­müt­li­che Heim­rei­se sorg­te.

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