Ein­ge­bau­ter Brand­hem­mer

Mau­er­werk bie­tet den längs­ten Schutz vor Feu­er

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Bauen Wohnen Modernisieren -

D as war­me Licht von Ker­zen oder ein fas­zi­nie­ren­des Flam­men­spiel im Ka­min hat auf die meis­ten Men­schen ei­ne be­ru­hi­gen­de Wir­kung. Da­bei ent­fal­ten sich nicht nur an­ge­neh­me Raum­tem­pe­ra­tu­ren, son­dern es ent­steht auch ei­ne ge­müt­li­che Wohn­at­mo­sphä­re. Doch in man­chen Fäl­len kann Feu­er auch ei­ne Ge­fahr dar­stel­len. Da­mit ge­sel­li­gen St­un­den im Ei­gen­heim nichts im We­ge steht, soll­ten zu­künf­ti­ge Häus­le­bau­er die Wahl der Bau­wei­se aus brand­schutz­tech­ni­scher Sicht ge­nau durch­den­ken. In ei­nem Haus aus mas­si­ven Wän­den und De­cken füh­len sich Be­woh­ner dank der nicht brenn­ba­ren Mau­er­werks­kon­struk­tio­nen je­der­zeit gut ge­schützt.

Je­der zu­künf­ti­ge Bau­herr soll­te sich dar­über be­wusst sein, dass es im schlimms­ten Fall auch ein­mal in den ei­ge­nen vier Wän­den bren­nen kann. Letzt­end­lich ent­schei­det schon bei der Haus­pla­nung die Wahl des Bau­stof­fes dar­über, ob und wie schnell sich die Flam­men bei ei­nem Brand aus­brei­ten.

In ei­nem Haus aus Mau­er­werk ist der Schutz ge­gen das hei­ße Ele­ment im­mer mit ent­hal­ten und wirkt so­mit prä­ven­tiv: Mas­si­ve Wän­de und De­cken aus mi­ne­ra­li­schen Be­stand­tei­len bren­nen nicht – sie wa­chen zu­ver­läs­sig über die Be­woh­ner so­wie de­ren per­sön­li­ches Hab und Gut. Da sie kei­ne Hohl­räu­me be­sit­zen, be­hin­dern sie wei­ter­hin die Brand­aus­brei­tung in an­de­re Ge­schos­se oder Nach­bar­räu­me.

Für Ge­bäu­de mit zwei Wohn­ein­hei­ten for­dert der Ge­setz­ge­ber die so­ge­nann­te Feu­er­wi­der­stands­klas­se F 30, laut der die Wand­kon­struk­tio­nen den Flam­men für min­des­tens 30 Mi­nu­ten stand­hal­ten müs­sen. Mau­er­werks­bau­ten wi­der­ste­hen dem Feu­er da­ge­gen für 90 bis 180 Mi­nu­ten und bie­ten da­mit deut­lich mehr Si­cher­heit als die ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen es vor­schrei­ben.

Nach ei­nem Brand hal­ten sich die Kos­ten für Sa­nie­rungs­maß­nah­men an Mau­er­werks­kon­struk­tio­nen in Gren­zen, denn in den meis­ten Fäl­len kön­nen die mas­si­ven Bau­tei­le wei­ter ver­wen­det wer­den. Man­che Ver­si­che­run­gen bie­ten Ei­gen­tü­mern von Mau­er­werks­bau­ten des­halb so­gar güns­ti­ge­re Kon­di­tio­nen an. Nach­ge­wie­sen ist zu­dem der ge­sund­heit­li­che Vor­teil von Mau­er­stei­nen: Das mi­ne­ra­li­sche Bau­ma­te­ri­al gibt selbst un­ter Ex­trem­be­din­gun­gen kei­ne gif­ti­gen Schad­stof­fe an den Wohn­raum ab. Auf­grund der lan­gen Luft­dich­tig­keit der Wän­de – auch un­ter Brand­ein­wir­kung – wird die Ge­fahr ei­ner tü­cki­schen Rauch­gas­ver­gif­tung ein­ge­schränkt.

Mehr In­for­ma­tio­nen da­zu gibt es un­ter www.mas­siv-mein-haus.de.

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