Die Som­mer­son­ne ge­nie­ßen kön­nen

Bei der Be­schat­tung der Ter­ras­se macht sich Qua­li­tät gleich mehr­fach be­zahlt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Bauen Wohnen Modernisieren -

N ahe­zu täg­lich flat­tern uns An­ge­bo­te ins Haus: viel Son­nen­schutz zu nied­ri­gen Prei­sen und das Ver­spre­chen ei­ner pro­blem­lo­sen Mon­ta­ge. Oft bleibt der Blick an ei­ner An­ge­bots­mar­ki­se hän­gen. Kurz dar­auf liegt das Schnäpp­chen auf der Ter­ras­se: meh­re­re Qua­drat­me­ter Stoff, Me­tall­roh­re, Ka­bel, ein Elek­tro­mo­tor und zahl­rei­che Plas­tik­tü­ten vol­ler Klein­tei­le.

Erst wird die sei­ten­lan­ge Mon­ta­ge­an­lei­tung nebst di­ver­ser Si­cher­heits­hin­wei­se stu­diert. Dann folgt ein auf­wen­di­ger Zu­sam­men­bau. Schließ­lich wird die Neu­er­wer­bung mit ver­ein­ten Kräf­ten an der Haus­wand mon­tiert. Doch we­ni­ge Mo­na­te spä­ter ver­liert der Mar­ki­sen­stoff schon an Far­be, die Be­fes­ti­gung der Mar­ki­se lo­ckert sich und der Mo­tor stot­tert. Wor­an das wohl liegt?

„Bil­lig­an­ge­bo­te wer­den häu­fig auch bil­lig pro­du­ziert“, sagt Chris­toph Sil­ber-Bonz, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­band Roll­la­den + Son­nen­schutz. Selbst ein CE-Zei­chen ist kei­ne Ga­ran­tie da­für, dass ein Pro­dukt den er­for­der­lich ho­hen tech­ni­schen Stan­dards ent­spricht. „Wer in Sa­chen Qua­li­tät und Zu­ver­läs­sig­keit auf Num­mer si­cher ge­hen will, soll­te sich an ei­nen Fach­be­trieb des Roll­la­den- und Son­nen­schutz­tech­ni­ker-Hand­werks (RS-Fach­be­trieb) wen­den“, so Sil­ber-Bonz. De­ren Mar­ken­pro­duk­te sind auf ein lan­ges Le­ben vor­be­rei­tet.

Die Me­tall­tei­le von Mar­ken­mar­ki­sen sind meist auf­wän­dig mit Pul­ver­lack be­schich­tet. Auch beim Stoff gibt es Un­ter­schie­de: Für Bil­lig­an­ge­bo­te wird oft ein fer­ti­ger Stoff ein­ge­färbt. An­ders die Mar­ken­pro­duk­te. Hier ist be­reits das Garn ge­färbt und des­halb farb­echt und UV-be­stän­dig. Hoch­wer­ti­ge Mar­ki­sen­stof­fe fil­tern so 90 bis 100 Pro­zent der ge­fähr­li­chen ul­tra­vio­let­ten Strah­lung.

Die Mon­ta­ge ei­ner Mar­ki­se ist nichts für Lai­en. Auf ih­re Ver­an­ke­rung wir­ken­je nach Wet­ter­la­ge über­aus gro­ße Kräf­te. Des­halb prüft der Fach­be­trieb vor Ort die Sta­tik der Haus­wand und ent­schei­det dann über die Art der Be­fes­ti­gung. Ei­ne feh­ler­haf­te Mon­ta­ge kann nicht nur die Mar­ki­se, son­dern auch das Haus be­schä­di­gen – ganz zu schwei­gen vom Ver­let­zungs­ri­si­ko für des­sen Be­woh­ner. Be­son­ders kom­pli­ziert ist der An­schluss von Mo­tor und Steue­rung: Wor­über soll der Mo­tor ge­steu­ert wer­den, et­wa ei­ne Zeit­schalt­uhr und Sen­so­ren für Son­ne, Wind und Re­gen?

Oder gleich mit ei­nem Smar­tHo­me-Haus­steue­rungs­sys­tem? Hat sich da­ge­gen ein RS-Fach­be­trieb um die Mon­ta­ge ge­küm­mert, wird ei­ne hoch­wer­ti­ge Mar­ki­se ih­rem Be­sit­zer jah­re­lang den Som­mer ver­schö­nern und an­ge­neh­me ge­stal­ten.

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