Pio­nie­re des bri­ti­schen Punk

Ers­tes „The-Dam­ned“-Al­bum er­scheint wie­der

Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN - Max

Mit dem Al­bum „Dam­ned Dam­ned Dam­ned“schrieb die Band The Dam­ned bri­ti­sche Mu­sik­ge­schich­te. Das De­büt­al­bum war das ers­te Pun­kal­bum in Groß­bri­tan­ni­en, das am 18. Fe­bru­ar 1977 beim La­bel Stiff Re­cor­ds in En­g­land ver­öf­fent­licht wur­de. Ex­akt 40 Jah­re spä­ter er­schien „Dam­ned Dam­ned Dam­ned” nun in ei­ner neu­en, lie­be­vol­len Edi­ti­on bei BMG/ADA. Die 1976 von Da­ve Va­ni­an, Cap­tain Sen­si­ble, Bri­an Ja­mes und Rat Sca­bies ge­grün­de­te Band avan­cier­te gleich auf meh­re­ren Ebe­nen zu ei­nem Pio­nier der bri­ti­schen Punk­sze­ne. The Dam­ned wa­ren die ers­te Band ih­res Gen­res mit ei­nem Plat­ten­ver­trag, ver­öf­fent­lich­ten mit „New Ro­se“die ers­te Sing­le ei­ner Punk­band, das ers­te bri­ti­sche Pun­kal­bum und wa­ren auch die ers­te For­ma­ti­on, die in den USA auf Tour­nee ging. Spä­te­re Bands der US-Hard­core-Sze­ne wie Black Flag oder Bad Brains, aber auch Gre­en Day oder The Offspring be­zeich­ne­ten The Dam­ned als Ein­fluss für ih­re Mu­sik. Zum 40-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um er­scheint die­ser Mei­len­stein der Punk­mu­sik nun neu re­mas­te­red mit neu­en Li­ner No­tes als CD mit ei­nem 28-sei­ti­gen Book­let und als 180Gramm-LP. Die Li­ner No­tes schrieb der Jour­na­list John Ing­ham, der da­mals auch die ers­te Re­zen­si­on des Al­bums ver­fass­te. In die­sem Text do­ku­men­tiert er die Ent­ste­hung der Songs, die Aus­wir­kun­gen, die die­se Ver­öf­fent­li­chung zur Fol­ge hat­te, und sein Er­be 40 Jah­re spä­ter. Da­zu gibt es ex­klu­si­ve In­ter­views mit den ur­sprüng­li­chen Band­mit­glie­dern Da­ve Va­ni­an, Cap­tain Sen­si­ble, Bri­an Ja­mes und Rat Sca­bies, Das ein­fluss­rei­che Al­bum „Dam­ned Dam­ned Dam­ned“er­scheint in der neu­en Rei­he „The Art Of The Al­bum“. Im Zeit­al­ter der un­mit­tel­ba­ren Zu­gäng­lich­keit von Mu­sik mit Strea­m­ing und Down­loads soll mit die­ser neu­en BMG-Se­rie die Auf­merk­sam­keit für das Al­bum als For­mat neu fo­kus­siert wer­den. „The Art Of The Al­bum“prä­sen­tiert Klas­si­ker, die neue We­ge in Kon­zept, Pro­duk­ti­on, Song­wri­ting oder in ei­nem Gen­re ein­brach­ten. Mit um­fang­rei­chen Tex­ten zum ge­sell­schaft­li­chen Kon­text, in de­nen die Al­ben ent­stan­den, wer­den die wich­tigs­ten Ak­teu­re und Mit­ar­bei­ter, das Hand­werk und die Um­set­zung der Mu­sik so­wie die Aus­wir­kun­gen des Al­bums be­leuch­tet. Die „Art of The Al­bum“-Se­rie fei­ert das Al­bum als Kunst­form. und es schien ihm nicht zu ge­fal­len. Dann hör­te er auf zu glot­zen und küm­mer­te sich wie­der um sei­ne ei­ge­nen An­ge­le­gen­hei­ten.“Ihr sei klar ge­wor­den, dass sie selbst die Ge­sell­schaft sei. „Und wenn ich et­was will, dann soll­te ich ein­fach da­mit an­fan­gen“, sagt die Künst­le­rin. Ma­ri­na Dscha­ber wur­de zum Vor­bild für vie­le Mäd­chen und Frau­en im gan­zen Land, die selbst­be­stimmt le­ben wol­len und sich we­der durch re­li­giö­se noch ge­sell­schaft­li­che Vor­schrif­ten ein­schrän­ken las­sen wol­len. „Ich ha­be so vie­le Rück­mel­dun­gen be­kom­men, die meis­ten von jun­gen Mäd­chen. Vi­el­leicht brauch­ten sie je­man­den, der sich für ih­re Rech­te stark macht“, sagt Dscha­ber. Das ro­te Fahr­rad stand im Zen­trum ih­rer In­stal­la­ti­on, die Dscha­ber ver­gan­ge­nes Jahr auf ei­ner Aus­stel­lung in Bag­dad zeig­te. Fahr­rad­fah­ren als Zei­chen der Eman­zi­pa­ti­on – das ta­ten schon die Suf­fra­get­ten vor mehr als hun­dert Jah­ren in En­g­land. Dscha­bers Fahr­rad­tou­ren in­spi­rier­ten Frau­en im gan­zen Land, die nun Bil­der von sich auf dem Rad ins In­ter­net stel­len. Auch die Fo­to­gra­fin Bu­schra al Fu­sail tat es der Ira­ke­rin nach und grün­de­te den ers­ten Frau­en-Rad-Treff im Je­das

Rad fah­ren­de Frau­en sind in der ira­ki­schen Haupt­stadt die gro­ße Aus­nah­me. In­zwi­schen neh­men an den Fahr­rad­tou­ren von Ma­ri­na Dscha­ber auch vie­le Män­ner teil. Fo­to: AFP

Da­mals wur­de noch schwar­zweiß fo­to­gra­fiert: The Dam­ned vor 40 Jah­ren. Fo­to: John Ing­ham

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