Hoch­was­ser ist Pro­gramm

So trägt man die neu­en Trend-Je­ans

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL - mag

Die Skin­ny-Je­ans ist nicht weg. Ge­nau ge­nom­men ist und bleibt sie erst mal so­gar das wich­tigs­te Mo­de­ele­ment für Frau­en, die ger­ne Je­ans tra­gen. Und doch streckt sich die Band­brei­te an tren­di­gen Mo­del­len sicht­lich – vor al­lem um wei­te­re Schnit­te. So ist ei­nes der neu­es­ten Trend­stück die Kick-Fla­re-Je­ans, im Grun­de ei­ne Hoch­was­ser­ho­se mit aus­ge­stell­tem Bein.

Wie se­hen die an­ge­sag­ten Mo­del­le aus? Oft han­delt es sich bei den Kick-Fla­re-Je­ans um so­ge­nann­te High-Waist-Mo­del­le, al­so um Ho­sen mit ei­nem ho­hem Bund. Sie sind aus Denim und häu­fig mit ei­nem of­fe­nen Saum. Es gibt al­ler­dings auch Stoff­ho­sen in die­ser Schnitt­form im Han­del.

Was sind die Vor­zü­ge der Kick-Fla­re-Ho­sen?

Man sieht den Knö­chel dank der ver­kürz­ten Ho­sen­bei­ne – und das ist gut und zu­gleich schlecht, sagt die Ein­kaufs­be­ra­te­rin Sil­ke Ger­loff aus Of­fen­bach. Ei­ner­seits las­se der Schnitt die Bei­ne schlan­ker er­schei­nen, als wenn die­se in lan­gen Schlag­ho­sen ste­cken. An­de­rer­seits wir­ke durch die­se Län­ge das Bein op­tisch kür­zer. Und na­tür­lich: Man friert an kal­ten Ta­gen eher.

Wie trägt man die Kick-Fla­re-Je­ans stil­voll?

Das Aus­glei­chen der Pro­por­tio­nen ist wich­tig, be­tont Sil­ke Ger­loff. Ober­tei­le, die man zur Kick-Fla­re-Je­ans trägt, soll­ten den Kör­per stre­cken. Zum Bei­spiel eig­nen sich da­für Long­bla­zer oder auch ein of­fe­ner Long-Car­di­gan. Die Ober­tei­le soll­ten den Po be­de­cken, aber höchs­tens ober­schen­kel­lang sein. In den Kol­lek­tio­nen der De­si­gner für Früh­ling und Som­mer sieht man al­ler­dings auch oft lan­ge Blu­sen zu die­sem Ho­sen­schnitt. „Ei­ne ho­he Ho­sen-Tail­le hilft da­bei, das Bein zu ver­län­gern“, er­klärt die Ex­per­tin. Ihr Ex­tra-Tipp ist der La­gen­look: „Kur­zes schma­les Top mit län­ge­rer, of­fe­ner Ja­cke drü­ber.“Das Top kön­ne auch läs­sig in den Bund ge­steckt wer­den. Dann soll­te man aber kei­nen Gür­tel ver­wen­den.

Wel­che Mo­de­rich­tung passt am bes­ten da­zu?

Al­le Klei­dungs­stü­cke, die an die 70er-Jah­re er­in­nern, pas­sen zur Kick-Fla­re-Je­ans – am bes­ten kom­bi­niert man sie zu­dem mit den ty­pi­schen Far­ben die­ser Zeit wie Braun, Rost­rot, bräun­li­chen Wein­rot-Tö­nen, Oran­ge, Ca­mel oder Mes­sing. Aber auch die so­ge­nann­ten Offw­hi­tes wir­ken pri­ma zur KickFla­re-Je­ans. Mit Offw­hi­tes be­zeich­net man Weiß­tö­ne, die ei­nen Hauch von Bei­ge oder Grau ent­hal­ten. Wei­te­re tol­le Kom­bi-Part­ner zur Kick-Fla­re sind Ober­tei­le mit Mus­tern, die in den 1970er-Jah­ren be­liebt wa­ren – Blu­men und Pais­leys et­wa. Auch Fell­wes­ten, Zot­tel­män­tel und Schlapp­hü­te wir­ken stil­echt, sind al­ler­dings nicht je­der­fraus Sa­che. „Et­was schi­cker und ur­ba­ner kom­bi­niert man zum Bei­spiel ei­ne ge­mus­ter­te Stoff-Kick-Fla­re mit ei­ner Hemd­blu­se oder ei­nem Rol­li und drü­ber ein ge­ra­der Long­bla­zer, ei­ne Long­wes­te oder ein Woll­man­tel“, rät Sil­ke Ger­loff.

Wel­che Schu­he trägt man zur Kick-Fla­re-Je­ans?

Der ver­kürz­te Schnitt der Kick-Fla­re-Ho­se lenkt den Blick auf die Fu­ße und die Knö­chel. „Der Schuh da­zu ist be­son­ders wich­tig“, sagt da­her Sil­ke Ger­loff. Am kal­ten Ta­gen, wenn nack­te Haut oh­ne­hin nicht sehr ge­fragt ist, emp­fiehlt es sich, Stie­fel zu tra­gen. Stil­be­ra­te­rin Sil­ke Ger­loff rät, ei­nen schlan­ken Ab­satz­stie­fel aus­zu­wäh­len, der in Wa­den­hö­he en­det. Weil die Kick-Fla­re-Ho­se die Bei­ne op­tisch ver­kürzt, gel­te ge­ne­rell: Wer eher kur­ze Bei­ne hat, wählt am bes­ten ei­nen ho­hen Ab­satz – das streckt. Eben­falls ei­ne gu­te Fi­gur ma­che man in spitz zu­lau­fen­den Stie­fe­let­ten mit Blo­ck­ab­satz. Wer lan­ge Bei­ne hat, kann zu der Trend­ho­se na­tür­lich auch Schu­he mit fla­chen Ab­sät­zen tra­gen. Läs­si­ge Snea­ker et­wa oder mehr­far­bi­ge Lack-Schnü­rer – und an war­men Ta­gen fla­che San­da­len.

Fo­to/Mo­dell: Oui

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.