Ski­fah­ren in Hir­schers Hei­mat

Die Re­gi­on Dach­stein-West ist bei vie­len noch ziem­lich un­be­kannt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB -

Was für ein An­blick! Auf der 1 620 Me­ter hoch ge­le­ge­nen Zwie­sel­alm le­gen so­gar am­bi­tio­nier­te Ski­fah­rer und Snow­boar­der ei­nen Stopp ein, um über den Go­sau­see und den Glet­scher auf dem knapp 3 000 Me­ter ho­hen Dach­stein zu bli­cken. Trotz sei­ner schwar­zen „Ka­no­nen­rohr-“und „Don­ner­groll“-Pis­ten ist die Ski­re­gi­on Dach­stein-West ide­al für Fa­mi­li­en und Se­nio­ren. Tat­säch­lich liegt das von Ski­re­sort.de viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Ge­biet so­wohl in Ober­ös­ter­reich als auch im Salz­bur­ger Land. Das Ge­biet ist zwar nicht hoch­al­pin, aber wind­ge­schützt so­wie ver­gleichs­wei­se la­wi­nen­und schnee­si­cher. In­zwi­schen sind fast al­le 119, über­wie­gend leich­te bis mit­tel­schwe­re Pis­ten­ki­lo­me­ter und 53 Lif­te mit Be­schnei­ungs­an­la­gen aus­ge­stat­tet. Hö­he­punkt ist die 44 Ki­lo­me­ter lan­ge, her­vor­ra­gend aus­ge­schil­der­te „Ski­ge­nuss­run­de Pano­ron­da“. Als Ein­stie­ge ins Ski­ge­biet die­nen die Or­te Ann­a­berg, Go­sau und Russ­bach. Auch wenn die Re­gi­on kei­ne AprèsSki-Hoch­burg ist, sor­gen doch Geo­caching für Ski­fah­rer, zwölf Gau­di­pis­ten so­wie je ein Fun- und ein Snow­park für Ab­wechs­lung. Im Ann­a­ber­ger Astau­win­kel er­war­tet neu­er­dings ei­ne Snow­cross­an­la­ge mit Start­ma­schi­ne be­son­ders Mu­ti­ge. Zu­dem kön­nen Zah­len­fans durch Ein­ge­ben ih­rer Ski­pass­num­mer al­le Berg- und Ab­fahr­ten samt Hö­hen­me­tern on­li­ne ab­ru­fen. Von vie­len der 200 Un­ter­künf­te geht es mit kos­ten­frei­en Ski­bus­sen di­rekt auf die Pis­te. Mit den Tou­ris­mus­ver­bän­den und Berg­bah­nen ha­ben sich 70 von ih­nen zur Ski-Al­pinAl­li­anz zu­sam­men­ge­schlos­sen, um den Ge­heim­tipp mit dem güns­ti­gen Pis­ten­ki­lo­me­ter­preis be­kann­ter zu ma­chen. Da­bei hat das Netz­werk gu­te Ar­gu­men­te, ist das Ge­biet doch die Hei­mat der Skistars, Welt­cup­sie­ger und Welt­meis­ter Mar­cel Hir­scher und An­na Veith, die un­ter ih­rem Mäd­chen­na­men Fen­das nin­ger be­kann­ter ist. Nach dem in Ann­a­berg ge­bo­re­nen Hir­scher heißt dort ei­ne Rie­sen­tor­lauf-Renn­stre­cke, auf der ge­üb­te Ski­fah­rer kos­ten­los ihr Kön­nen tes­ten kön­nen. Als Schlecht­wet­te­r­al­ter­na­ti­ve sich das na­he Wel­ter­be Hall­statt mit dem be­rühm­ten Bein­haus. Seit Hall­statt 2012 im chi­ne­si­schen Huiz­hou bei Guan­dong sei­ten­ver­kehrt nach­ge­baut wur­de, avan­cier­te die Markt­ge­mein­de zur Pil­ger­stät­te asia­ti­scher Ur­lau­ber. Das Pan­ora­ma mit nur über Trep­pen an stei­len Hän­gen zu­gäng­li­chen Häu­sern und an­de­ren auf in den See ge­ramm­ten Pfäh­len Häu­sern ist ein­zig­ar­tig. Im na­hen Bad Goi­sern zeugt Holz­knecht­mu­se­um vom har­ten Le­ben je­ner Män­ner, die Salz­berg­wer­ke und Sa­li­nen mit Bau­ma­te­ri­al ver­sorg­ten. Ih­re of­fe­ne Feu­er­stel­le, das Neu­ner­bett, al­te Werk­zeu­ge, Klei­der, Schu­he und Ge­rä­te kön­nen in der ori­gi­nal er­hal­te­nen Dür­ren­holz­stu­be be­wun­dert wer­den.

Schlecht­wet­te­r­al­ter­na­ti­ve für Fa­mi­li­en: Wer ge­nug vom Ski­fah­ren im Ge­biet Dach­stein-West hat, fährt nach Hall­stadtt. Die Fas­sa­den des dor­ti­gen Markt­plat­zes wur­den in Huiz­hou nach­ge­baut. Fo­to: Bo­er­gen

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