Was war Ih­re un­nö­tigs­te An­schaf­fung?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Mei­ne neue Snow­boar­dJa­cke“, meint Fe­lix Lep­pert (23), Stu­dent aus Bühl. „Ich fah­re Free­style Ski und kom­me in der Sai­son lo­cker auf 60 Ta­ge auf der Pis­te. Da­her ha­be ich schon ei­ni­ge Ja­cken im Schrank. Ei­ne wei­te­re nur we­gen des Sty­les zu kau­fen, ist ei­gent­lich Quatsch und auch ziem­lich teu­er.“ „Die Kopf­hö­rer, die ich neu­lich ge­kauft ha­be“, sagt Hein­rich Cars­tens (52), An­ge­stell­ter, auf Mes­se­be­such in Karls­ru­he. „An­lass war ei­ne lan­ge Zug­fahrt. Die im In­ter­net be­stell­ten Kopf­hö­rer klin­gen ein­fach schlecht und lan­den dem­nächst im Müll. Sonst bin ich ei­gent­lich kein spon­ta­ner Lust­käu­fer.“ „Das war ein Fit­ness­ge­rät – und zwar ei­ne Sit-up-Bank“, er­zählt Va­nes­sa Schmidtke (21), Aus­zu­bil­den­de aus Karls­ru­he. „Ich ha­be sie nur we­ni­ge Ma­le be­nutzt, seit­dem steht sie nur noch her­um. Ver­kau­fen oder ent­sor­gen möch­te ich sie aber auch nicht. Vi­el­leicht brau­che ich sie ja doch noch ein­mal.“ „To­ta­le Fehl­käu­fe kom­men bei mir sel­ten vor“, er­klärt Theo­lo­ge Micha­el Witt­mann (58), der zu Be­such in Karls­ru­he ist. „Bei Bü­chern ha­be ich mich teil­wei­se schon ver­tan. Man­che Sach­bü­cher sind schlecht auf­ge­macht oder schlicht un­in­ter­es­sant. Das Zu­rück­ge­ben lohnt in den meis­ten Fäl­len aber nicht.“ „Schul­sa­chen, die mei­ne Kin­der an­geb­lich für den Un­ter­richt brau­chen“, be­tont Dia­na Hai­duk (43), frei­be­ruf­li­che Heb­am­me aus Augs­burg. „Hin und wie­der wer­den am An­fang des Jah­res Bü­cher oder Lern­hef­te vor­ge­ge­ben, die dann gar nicht zum Ein­satz kom­men. Das ist är­ger­lich, da die­se Din­ge Geld kos­ten.“ „Ei­ne Jo­ghurt­ma­schi­ne“, sagt Kers­tin Flo­rin (44), Leh­re­rin aus Karls­ru­he. „Mei­ne Mut­ter hat­te mich mit ih­rer Be­geis­te­rung an­ge­steckt. Ein paar Mal ha­be ich das Ge­rät auch be­nutzt. Mitt­ler­wei­le steht es schon zehn Jah­re im Kel­ler. Es kommt vi­el­leicht beim nächs­ten Schrott­wich­teln weg.“

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