Ba­dens Frö­sche auf dem Sprung

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION -

Die ba­di­schen Spring­frö­sche ha­ben die Na­se vorn: Aus der Nä­he von Bruch­sal kam bun­des­weit die ers­te Mel­dung zum Start der Am­phi­bi­en­wan­de­rung. Spring­frö­sche ge­hö­ren zu den Braun­frö­schen, die als ers­te auf Wan­der­schaft ge­hen, wenn die Nacht­tem­pe­ra­tu­ren über Null lie­gen und es feucht ist. Krö­ten und grü­ne Frö­sche fol­gen et­was spä­ter. Auf ih­rer bis zu zwei Ki­lo­me­ter lan­gen Rei­se zu ih­ren Ge­burts­ge­wäs­sern, an de­nen sie sich fort­pflan­zen, müs­sen die Tie­re oft Stra­ßen über­que­ren. Der Na­bu bit­tet Au­to­fah­rer, auf Am­phi­bi­en­wan­der­stre­cken ma­xi­mal 30 zu fah­ren. „Bei hö­he­ren Tem­pe­ra­tu­ren er­zeu­gen Fahr­zeu­ge ei­nen so ho­hen Luft­druck, dass die in­ne­ren Or­ga­ne von Frö­schen, Krö­ten und Mol­chen plat­zen und die Tie­re qual­voll ver­en­den“, sagt Micha­el Klatt, Ar­ten­schutz­ex­per­te beim Na­bu Ba­den-Würt­tem­berg. SO

Ihr habt ge­hört, dass ge­sagt wor­den ist: Au­ge um Au­ge und Zahn um Zahn. Ich aber sa­ge euch: Leis­tet dem, der euch et­was Bö­ses an­tut, kei­nen Wi­der­stand, son­dern wenn dich ei­ner auf die rech­te Wan­ge schlägt, dann halt ihm auch die an­de­re hin!“So be­ginnt das heu­ti­ge Ta­ge­s­evan­ge­li­um. Beim Le­sen die­ser Bi­bel­stel­le kommt im­mer wie­der Zwei­fel in mir auf. Ich soll mich oh­ne mich zu weh­ren von je­man­dem ohr­fei­gen las­sen? Dann müs­sen wir als Chris­tin­nen und Chris­ten aber ganz schön viel aus­hal­ten. Wenn man aber wei­ter liest, dann heißt es am En­de die­ses Ab­schnit­tes: „Seid al­so voll­kom­men, wie eu­er himm­li­scher Va­ter voll­kom­men ist.“Das ist es al­so, was Je­sus von uns ver­langt. Un­ser Job ist es, Gott als Vor­bild zu neh­men und ihm nach­zu­ei­fern. Und zwar mit al­lem, was wir ha­ben und noch mehr. Es ist al­so un­ser Auf­trag, an­de­ren zu hel­fen. Sei es den vie­len ge­flüch­te­ten Men­schen, die in un­ser Land ge­kom­men sind. Aber auch den Men­schen, die wir seit vie­len Jah­ren schon in un­se­rer Nä­he ha­ben. Des­halb ge­be ich Ih­nen heu­te auch mal ei­nen Auf­trag: Heu­te Nach­mit­tag ko­chen Sie ei­nen Kaf­fee oder Tee. Dann klin­geln Sie bei Ih­ren Nach­barn und la­den Sie sie zu sich ein. Und hö­ren ih­nen dann ein­fach mal zu. Tei­len Sie ih­re Sor­gen, freu­en Sie sich mit ih­nen an ih­ren Er­leb­nis­sen. Sei­en Sie ein­fach für sie da. Denn wenn wir al­le für­ein­an­der da sind, dann wird un­ser Job, Gott nach­zu­ei­fern, je­den Tag ein we­nig voll­kom­me­ner. Und das ist ein Se­gen für uns al­le. Sei­en Sie ein Se­gen!

von Ju­gend­re­fe­rent Sa­scha Eh­rin­ger, ka­tho­li­sche Diö­ze­san­stel­le Mitt­le­rer Ober­rhein/Pforz­heim

Das Wort zum Sonn­tag

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.