Rei­se­mo­sa­ik

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB - Mag

Der präch­ti­ge Bou­le­vard Gran Vía in Ma­drid soll ei­ne gro­ße Fuß­gän­ger­zo­ne wer­den. Schon heute ist er ei­ne der wich­tigs­ten Ein­kaufs­stra­ßen der spa­ni­schen Haupt­stadt. Ziel sei es, das Vor­ha­ben noch vor En­de ih­res Man­dats im Som­mer 2019 zu ver­wirk­li­chen, sag­te Bür­ger­meis­te­rin Ma­nue­la Car­me­na in ei­nem Ra­dio-In­ter­view. Der Bou­le­vard Gran Vía ist 1,3 Ki­lo­me­ter und bis zu 35 Me­ter breit. Ne­ben Pracht­bau­ten, Lä­den, Re­stau­rants und Ki­nos fin­det man an ihm auch die be­rühm­tes­ten Thea­ter Spa­ni­ens. Da hier auch vie­le Mu­si­cals auf­ge­führt wer­den, wird die Stra­ße der „Broad­way Ma­drids“ge­nannt.

Der Air­port in Tokio war 2016 laut ei­ner Stu­die des bri­ti­schen Rei­se­dienst­leis­ters OAG der der pünkt­lichs­te Groß­flug­ha­fen der Welt. 87,5 Pro­zent al­ler ab­flie­gen­den und an­kom­men­den Flü­ge wa­ren „on time“, was ei­ne Ver­spä­tung von we­ni­ger als 15 Mi­nu­ten be­deu­tet. Da­nach folg­ten São Pau­lo-Gua­rul­hos so­wie die US-Flug­hä­fen De­troit, At­lan­ta, Min­nea­po­lis und Se­at­tle. Mün­chen kam mit ei­ner Quo­te von 82,9 Pro­zent auf Rang neun – ein Ab­stieg. Noch 2015 er­mit­tel­te OAG ei­nen Wert von 87,7 Pro­zent, was in dem Jahr Platz zwei hin­ter Tokio be­deu­te­te. Frankfurt rutsch­te eben­falls ab, von Rang neun auf 15 (Quo­te 81,2 Pro­zent). Als Groß­flug­ha­fen zählt ein Air­port mit ei­ner jähr­li­chen Ka­pa­zi­tät von mehr als 20 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren. Ins­ge­samt war Bir­ming­ham der pünkt­lichs­te Flug­ha­fen der Welt. Die On-Time-Quo­te lag bei 91,3 Pro­zent. Un­ter den Air­ports mit ei­ner Ka­pa­zi­tät von 5 bis 10 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren pro Jahr lag der bri­ti­sche Flug­ha­fen vor Os­a­ka, Pa­na­ma Ci­ty und Be­lo Ho­ri­zon­te. In Ka­te­go­rie von 10 bis 20 Mil­lio­nen jähr­li­chen Pas­sa­gie­ren lan­de­te Su­ra­ba­ya in In­do­ne­si­en mit 90,30 Pro­zent auf Platz eins. Da­nach folg­ten Ho­no­lu­lu, Salt La­ke Ci­ty und Bra­si­lia. Und bei den Klein­flug­hä­fen (2,5 bis 5 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re) be­leg­te New­cast­le mit ei­ner Quo­te von 90,9 Pro­zent die Spit­ze. Das Ran­king ba­siert OAG zu­fol­ge auf rund 54 Mil­lio­nen Flug­da­ten.

Thai­land be­kommt ei­nen Ro­bin­son-Club. Er soll im Herbst öff­nen. Die An­la­ge Khao Lak be­fin­det sich an der West­küs­te des Lan­des, rund 85 Ki­lo­me­ter von Phu­ket ent­fernt, teil­te die Tui-Toch­ter mit. Der Club soll 320 Zim­mer und Vil­len von bis zu 350 Qua­drat­me­ter ha­ben. Ro­bin­son will da­mit ein in­ter­na­tio­na­les Pu­bli­kum an­spre­chen. Bis­lang sind Ro­bin­sonClubs stark auf deut­sche Ur­lau­ber aus­ge­rich­tet. Eben­falls im Herbst öff­net ein zwei­ter Club auf den Ma­le­di­ven. Er liegt im Noo­nu-Atoll rund 200 Ki­lo­me­ter nörd­lich von Malé.

Ei­ne Flug­ge­sell­schaft muss of­fen­le­gen, zu wel­chen Kon­di­tio­nen sie ei­ne Än­de­rung der Rei­se­da­ten ak­zep­tiert. Sind die ent­spre­chen­den Klau­seln in den Ge­schäfts­be­din­gun­gen da­ge­gen schwam­mig for­mu­liert, sind sie un­wirk­sam, zeigt ein Ur­teil des Land­ge­richts Köln (Az.: 26 O 435/15). In dem ver­han­del­ten Fall hat­te der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band (vz­bv) ge­gen ei­ne Flug­ge­sell­schaft ge­klagt. Die Air­line hat­te er­klärt, die Rei­se­da­ten des Pas­sa­giers – zum Bei­spiel der Na­me – könn­ten „un­ter Um­stän­den“nur ge­gen Ge­bühr oder gar nicht ge­än­dert wer­den. Sie ließ al­ler­dings of­fen, in wel­chen Fäl­len genau ei­ne Ge­bühr an­fällt und wann nicht. Das Ge­richt sah da­rin ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des Kun­den. Zu­mal die Be­din­gun­gen zu­lie­ßen, dass der Flug­schein nur ge­gen Ge­bühr kor­ri­giert wer­den kön­ne – so­gar wenn die Air­line selbst bei der Aus­stel­lung des Ti­ckets ei­nen Feh­ler ge­macht ha­be.

Die rund 1 600 Ki­lo­me­ter lan­ge Fe­ri­en­stra­ße Grand Tour of Swit­z­er­land soll ab dem Früh­jahr durch­gän­gig mit Elek­tro­au­tos be­fahr­bar sein. Von April an wird es laut Schweiz Tou­ris­mus rund 200 La­de­sta­tio­nen ent­lang der Route ge­ben. Im Ju­ni wird dann die Ver­an­stal­tung World Ad­van­ced Ve­hi­cle Ex­pe­di­ti­on (Wa­ve) auf der Stre­cke aus­ge­tra­gen, ei­ne jähr­li­che E-Mo­bil-Ral­lye. Die durch­ge­hend be­schil­der­te Grand Tour of Swit­z­er­land ver­bin­det seit 2015 fünf Al­pen­päs­se, 22 Se­en, zwölf Unesco-Wel­ter­be­stät­ten und so­mit die land­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Hö­he­punk­te in der Schweiz. An­ge­lehnt ist sie an die ame­ri­ka­ni­sche Route 66. Das An­ge­bot wur­de von Um­welt­ak­ti­vis­ten kri­ti­siert, weil es den Stra­ßen­ver­kehr in den Ber­gen för­de­re. Die Aus­rüs­tung mit La­de­sta­tio­nen soll nun ein „sau­be­res Fahr­ver­gnü­gen“bie­ten, so Schweiz Tou­ris­mus.

Ur­lau­ber er­le­ben die denk­mal­ge­schütz­te See­brü­cke Ahl­beck auf Use­dom im Som­mer in neu­em Glanz. Die See­brü­cke sei wie­der so her­ge­rich­tet wor­den, wie sie vie­le in Er­in­ne­rung ha­ben – mit ro­tem Dach und grü­nen Türm­chen, sag­te Kur­di­rek­tor Tho­mas Heil­mann. Die Ahl­be­cker See­brü­cke mit ih­ren pit­to­res­ken Türm­chen ist nach An­ga­ben von Use­dom Tou­ris­mus Deutsch­lands äl­tes­te See­brü­cke. Sie wur­de nie von ei­nem Brand er­fasst. Die Ur­sprün­ge ge­hen auf ei­ne 1882 er­bau­te Platt­form am Strand und ei­nen 1898 er­rich­te­ten See­steg zu­rück. Spä­ter wur­den die pa­vil­lon­der ar­ti­gen Auf­bau­ten er­wei­tert. Bei al­len Re­stau­rie­run­gen be­hielt die See­brü­cke ih­re his­to­ri­sche Bau­sub­stanz bei. Letzt­ma­lig hat­te ihr Dach im Jahr 1996 sei­ne ty­pi­sche Far­be er­hal­ten. Dem See­wet­ter aus­ge­setzt, war die Far­be in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu ei­nem Grau ver­blasst.

Die nor­we­gi­sche Ree­de­rei Co­lor Li­ne lässt ei­ne neue Hy­bridfäh­re bau­en. Die 160 Me­ter lan­ge „Co­lor Hy­brid“soll ab der Som­mer­sai­son 2019 zwi­schen Nor­we­gen und Schwe­den auf der Stre­cke San­def­jord-Ström­stad ver­keh­ren. Das Schiff wird Platz für 2 000 Pas­sa­gie­re so­wie 500 Au­tos bie­ten und da­mit fast dop­pelt so vie­le Gäs­te be­för­dern kön­nen wie die Fäh­re „Bo­hus“, die Co­lor Li­ne bis­lang auf der Route ein­setzt. Die Bat­te­ri­en an Bord der „Co­lor Hy­brid“sol­len der Ree­de­rei zu­fol­ge über ei­nen Land­strom­an­schluss ver­sorgt wer­den, so dass bei der Ein- und Aus­fahrt aus dem Fjord kei­ne um­welt­schäd­li­chen Ab­ga­se pro­du­ziert wer­den. Ge­baut wird das Schiff in der nor­we­gi­schen Ul­stein Werft, die Aus­lie­fe­rung ist für Mai 2019 ge­plant.

Ro­tes Dach und grü­ne Türm­chen: Die See­brü­cke Ahl­beck auf Use­dom er­strahlt ab dem Som­mer in neu­em Glanz.

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