Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Der Sohn von Bra­si­li­ens Fuß­ball-Le­gen­de Pelé ist we­gen Geld­wä­sche in zwei­ter In­stanz zu zwölf Jah­ren und zehn Mo­na­ten Haft ver­ur­teilt wor­den. Sein An­walt er­klär­te ges­tern, er ha­be um­ge­hend Be­ru­fung ge­gen das Ur­teil ein­ge­legt. Ed­son „Ed­in­ho“Chol­bi do Na­sci­men­to war be­reits 2014 in ers­ter In­stanz zu 33 Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den, weil er Geld aus dem Dro­gen­han­del ge­wa­schen ha­ben soll. In zwei­ter In­stanz sprach ein Ge­richt ihn vor­ges­tern er­neut schul­dig, senk­te die Haft­stra­fe je­doch. Ed­in­ho hat­te die Vor­wür­fe zu­rück­ge­wie­sen und aus­ge­sagt, er ha­be le­dig­lich als Dro­gen­kon­su­ment Kon­takt zu Dro­gen­händ­lern ge­habt. Er war auf der Ba­sis ab­ge­hör­ter Te­le­fo­na­te an­ge­klagt wor­den. Ein Sohn von Box-Le­gen­de Mu­ham­mad Ali

ist ei­nem Me­dien­be­richt zu­fol­ge an ei­nem Flug­ha­fen in den USA fest­ge­hal­ten und fast zwei St­un­den lang be­fragt wor­den. Wie die Zei­tung „Louis­vil­le Cou­rier-Jour­nal“be­rich­te­te, wur­de Mu­ham­mad Ali Jr., der in Phil­adel­phia ge­bo­ren wur­de und US-Bür­ger ist, mit sei­ner Mut­ter Kha­li­lah Ca­ma­cho-Ali auf dem Flug­ha­fen Fort Lau­der­da­le in Flo­ri­da fest­ge­hal­ten. Wie Alis Freund und An­walt Chris Man­ci­ni der Zei­tung sag­te, wur­den der 44-Jäh­ri­ge und sei­ne Mut­ter am 7. Fe­bru­ar auf der Rück­rei­se von Ja­mai­ka we­gen ih­rer ara­bisch klin­gen­den Na­men von US-Zoll­be­am­ten ge­stoppt. Ca­ma­cho-Ali, die zwei­te Ehe­frau des le­gen­dä­ren Schwer­ge­wichts­bo­xers, sei schnell wie­der frei­ge­las­sen wor­den, weil sie den Be­am­ten ein Fo­to mit ih­rem ver­stor­be­nen Ex-Mann ge­zeigt ha­be. Ali Jr. ha­be je­doch kein sol­ches Fo­to da­bei ge­habt und sei fast zwei St­un­den lang be­fragt wor­den. Die fran­zö­si­sche Schrift­stel­le­rin und Thea­ter­Au­to­rin Yas­mi­na Re­za

(57, „Der Gott des Ge­met­zels“) in­ter­es­siert sich sehr für Ge­richts­pro­zes­se. „Frü­her bin ich oft in Ver­hand­lun­gen ge­gan­gen“, sag­te Re­za der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“vom Sams­tag. Sie in­ter­es­sie­re der Mo­ment, wenn die Moral auf­hö­re und die Ner­ven ins Spiel kä­men – Men­schen wür­den näm­lich ganz we­sent­lich von den Ner­ven ge­lei­tet. „Wä­re ich nicht Schrift­stel­le­rin ge­wor­den, wä­re ich wahr­schein­lich Po­li­zis­tin ge­wor­den“, er­gänz­te die 57-Jäh­ri­ge. Re­za sag­te der Zei­tung wei­ter: „Wenn Sie sich in die Lo­gik von Kri­mi­nel­len, von Mör- dern, hin­ein­ver­set­zen, dann be­gin­nen Sie auch, sie zu ver­ste­hen.“Be­trach­te sie die Um­stän­de, ha­be sie Mit­leid mit den Tätern. Sie fra­ge sich dann: „Wie soll man da ein Ur­teil fäl­len?“Zum Glück wer­de diese Auf­ga­be von der Jus­tiz über­nom­men. Sän­ge­rin Ni­co­le

ist 35 Jah­re nach ih­rem Sieg für Deutsch­land („Ein biss­chen Frie­den“) wie­der rich­tig im ESC-Fie­ber. Sie kön­ne sich gut vor­stel­len, beim Eu­ro­vi­si­on Song Con­test (ESC) künf­tig mehr mit­zu­mi­schen, sag­te sie. Denk­bar sei bei­spiels­wei­se ein Auf­tritt als Ju­ry-Mit­glied bei der Count­down-Show auf der Ree­per­bahn am 13. Mai oder als CoKom­men­ta­to­rin mit Pe­ter Ur­ban: „Ich wä­re be­reit, ich ha­be Zeit“. Die ESC-Sie­ge­rin von 1982 ist die­ses Jahr auf die Büh­ne des Mu­sik­wett­be­werbs zu­rück­ge­kehrt: Beim deut­schen Vor­ent­scheid am 9. Fe­bru­ar sang sie ein ESC-Ge­win­ner­songs-Med­ley mit Sie­ger­kol­le­gin­nen Rus­la­na (2004/Ukrai­ne) und Con­chi­ta Wurst (2014/Ös­ter­reich). avs/AFP

Sie hät­te Zeit: Ni­co­le wür­de ger­ne mal wie­der beim ESC mit­mi­schen. Fo­to: avs

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