„Bö­ser Kerl“

Trump be­haup­tet Lausch­an­griff von Oba­ma

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - Avs/SO AFP

US-Prä­si­dent Do­nald Trump hat sei­nem Vorgänger Ba­rack Oba­ma ei­nen Lausch­an­griff auf sei­ne Te­le­fo­ne im End­spurt des Wahl­kampfs vor­ge­wor­fen. „Ha­be gera­de er­fah­ren, dass Oba­ma mei­ne Lei­tung im Trump To­wer kurz vor dem Sieg an­zap­fen ließ“, schrieb Trump per Twit­ter. Of­fen­bar in Be­zug auf Oba­ma füg­te Trump hin­zu: „Bö­ser (oder kran­ker) Kerl!“Trump blieb Be­le­ge für sei­nen Vor­wurf, den er in ei­ner gan­zen Se­rie von Twit­ter-Bot­schaf­ten ver­brei­te­te, zu­nächst schul­dig. Auch gab er nicht an, von wem er die­se an­geb­li­chen In­for­ma­tio­nen be­kom­men ha­be. Der Prä­si­dent be­müh­te sich aber, die zi­tier­ten Vor­gän­ge als Skan­dal dar­zu­stel­len. Er stell­te ei­nen Ver­gleich mit der Wa­ter­ga­te-Af­fä­re in den 70er Jah­ren an. „Das ist Ni­xon/Wa­ter­ga­te“, schrieb er. Die­se Af­fä­re, in der es um il­le­gal an­ge­zapf­te Te­le­fo­ne ging, hat­te zum Rück­tritt des re­pu­bli­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Richard Ni­xon ge­führt. „Wie tief ist Oba­ma ge­sun­ken, um mei­ne Te­le­fo­ne wäh­rend des ge­hei­lig­ten Wahl­pro­zes­ses an­zap­fen zu las­sen?“, frag­te Trump. Ein gu­ter An­walt könn­te ei­nen „tol­len Fall“dar­aus kon­stru­ie­ren. Oba­mas frü­he­rer Spit­zen­be­ra­ter Ben Rho­des die Vor­wür­fe zu­rück. „Kein Prä­si­dent kann ei­nen Lausch­an­griff an­ord­nen“. Und an Trump ge­rich­tet füg­te er hin­zu: „Die­se Re­strik­tio­nen wur­den ein­ge­führt, um die Bür­ger vor Leu­ten wie Ih­nen zu schüt­zen.“

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