Schnell zu lan­ger Pracht

Mit Ex­ten­si­ons zur üp­pi­gen Traum­fri­sur / Hoch­wer­ti­ges Echt­haar kommt oft aus In­di­en

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL - Mag

Die we­nigs­ten Frau­en ha­ben wirk­lich lan­ges, üp­pi­ges Haar. Wer der Fül­le nach­hel­fen möch­te, greift zu Ex­ten­si­ons. Man kann die ech­ten Haa­re mit­tels ei­nes Ta­pes, al­so Kle­be­strei­fen, mit den Ex­ten­si­ons ver­bin­den. Vor­tei­le: Die Ta­pes sind so flach und un­auf­fäl­lig, dass man sie nicht sieht, wenn sie mit dem Deck­haar ver­bun­den wer­den. Ge­löst wer­den sie nach zwei oder drei Mo­na­ten und las­sen sich dann er­neut wie­der­ver­wen­den – bis zu drei- oder vier­mal. „Wich­tig ist da­bei aber, dass man auf qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Ta­pes zu­rück­greift“, be­tont Ro­ber­to La­raia, Art Di­rec­tor des Zen­tral­ver­ban­des des Fri­seur­hand­werks in Köln. „Das Kle­be­mit­tel darf die Haar­struk­tur nicht an­grei­fen.“Ei­ne an­de­re Mög­lich­keit ist das Bon­ding. Hier wer­den die Haa­re mit­tels Ul­tra­schall mit den ech­ten Haa­ren ver­bun­den. Die­se Me­tho­de hat ei­ne weitere Va­ri­an­te mitt­ler­wei­le viel­fach ab­ge­löst, bei der ei­ne Wär­me­zan­ge zum Ein­satz kommt. Für die kurz­zei­ti­ge Ve­rän­de­rung gibt es Ex­ten­si­ons zum An­k­lip­pen. „Wer sein Haar bis­her im­mer mit Mit­tel- oder Sei­ten­schei­tel ge­tra­gen hat, kann sich mit Clip­pings da­von über­zeu­gen, wie ihm denn ein Po­ny ste­hen wür­de“, er­klärt La­raia. Da­bei wer­den die Haar­ver­län­ge­run­gen, wie der Na­me be­reits na­he­legt, ein­fach ans Deck­haar ge­k­lippt. Das lässt sich schnell wie­der ent­fer­nen und ist so­mit ei­ne tol­le Idee für Frau­en, die gern öf­ter mal was Neu­es aus­pro­bie­ren möch­ten. Wie er­kennt man gute Ex­ten­si­ons? „Die idea­le Qua­li­tät hat eu­ro­päi­sches Echt­haar, weil das un­se­rer ei­ge­nen Haar­struk­tur am ähn­lichs­ten ist“, er­läu­tert Mar­cus Her­tel, Lei­ter ei­nes auf Ex­ten­si­ons spe­zia­li­sier­ten La­dens in Stutt­gart. Al­ler­dings ist die­ses Haar nur sel­ten auf dem Markt zu fin­den. Zum ei­nen, weil man kaum Haar in aus­rei­chen­der Län­ge be­kommt, zum an­de­ren aber, weil Haar für Ex­ten­si­ons un­be­han­delt sein muss. Und da wird es in Eu­ro­pa, wo nach Lust und Lau­ne ge­färbt und ge­tönt wird, schwie­rig. „Da­her kommt hoch­wer­ti­ges Echt­haar oft aus In­di­en“, sagt Her­tel. Da­zu muss man wis­sen: Auf dem Sub­kon­ti­nent tra­gen vie­le Men­schen ihr Haar un­be­han­delt. Aus re­li­giö­sen Grün­den wird es zu­dem oft in Tem­peln ge­op­fert und dort von Händ­lern auf­ge­kauft. Der gro­ße Vor­teil: In­di­sches Haar ist nach ei­ner Be­hand­lung von eu­ro­päi­schem Haar nicht mehr zu un­ter­schei­den. „Das sorgt na­tür­lich auch da­für, dass Ex­ten­si­ons heu­te durch und durch na­tür­lich wir­ken“, meint Fri­seur Udo Walz aus Berlin. „Wenn die Ar­beit gut ge­macht wird, er­kennt nie­mand mehr, wo das Echt­haar auf­hört und das fal­sche Haar an­fängt.“

Auf die un­auf­fäl­li­ge Ver­bin­dung kommt es an: Ein­zel­ne Ta­pes mit spe­zi­el­len Kle­be­strei­fen wer­den di­rekt an der Kopf­haut mit dem ei­ge­nen Haar ver­bun­den. Foto: hair­talk ex­ten­si­ons

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