Ja, er lebt noch ...

KSC schlägt Hannover 2:0 und schöpft wie­der Hoff­nung im Ab­stiegs­kampf

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Fuß­ball-Zweit­li­gist Karls­ru­her SC hat mit ei­nem hoch­ver­dien­ten 2:0(1:0)-Sieg ge­gen den Ta­bel­len­drit­ten Hannover 96 ein deut­li­ches Le­bens­zei­chen im Kampf um den Klas­sen­ver­bleib ge­sen­det. We­ni­ge Ta­ge nach dem bla­ma­blen 0:5 auf St. Pau­li war der KSC ge­gen den Auf­stiegs­kan­di­da­ten aus Nie­der­sach­sen nicht wie­der zu er­ken­nen – und hät­te so­gar deut­li­cher als mit 2:0 durch die Tref­fer von Ste­fan Mu­go­sa (10. Mi­nu­te) und Di­mi­tris Dia­man­ta­kos (70./Foul­elf­me­ter) gewinnen kön­nen. „Wir ha­ben nach dem Schlag in Hamburg, der ein hef­ti­ger Schuss vor den Bug war, un­ter der Wo­che all das an­ge­spro­chen, was nö­tig war. Heu­te hat die ge­sam­te Mann­schaft die rich­ti­ge Re­ak­ti­on ge­zeigt“, mein­te Den­nis Kem­pe. KSC-Trai­ner Mir­ko Slom­ka hat­te nach dem 0:5-De­ba­kel vom Mon­tag sei­ne Start­elf auf drei Po­si­tio­nen ver­än­dert. Für Bjar­ne Theol­ke rück­te Neu­zu­gang Be­ne­dikt Gim­ber ne­ben Jor­di Fi­gueras in die In­nen­ver­tei­di­gung, Franck Kom, der sei­ne gel­bro­te Kar­te ab­ge­ses­sen hat­te, nahm den Platz von Hi­ro­ki Ya­ma­da ein und En­ri­co Va­len­ti­ni er­setz­te nach aus­ku­rier­ter Ver­let­zung im Mit­te­le­feld Mo­ritz Stop­pel­kamp, der ei­ne „Denk­pau­se“auf der Bank er­hielt. Der KSC be­gann flott und war sicht­lich be­müht, die Hamburg-Klat­sche ver­ges­sen zu ma­chen. Schon nach zehn Mi­nu­ten wur­den die Haus­herrn da­für be­lohnt. Nach ei­nem wei­ten Pass von Gim­ber rutsch­te Han­no­vers Hüb­ner am Ball vor­bei. Ste­fan Mu­go­sa be­hielt küh­len Kopf, um­kurv­te 96-Tor­hü­ter Tschau­ner und voll­streck­te zur 1:0-Füh­rung. Fünf Mi­nu­ten spä­ter hat­te der star­ke Di­mi­tris Dia­man­ta­kos das 2:0 auf dem Fuß, schei­ter­te aber an Han­no­vers Schluss­mann. Doch auch die Gäs­te hat­ten Mög­lich­kei­ten. In der der 32. Mi­nu­te kam Ke­man Ka­ra­man im An­schluss an ei­ne Ecke zum Kopf­ball, aber KSC-Kee­per Dirk Or­lis­hau­sen ver­hin­der­te den mög­li­chen Aus­gleich. Zehn Mi­nu­ten spä­ter war KSC-Ka­pi­tän Or­lis­hau­sen er­neut auf dem Pos­ten, als er ge­gen den al­lein auf ihn zu stür­men­den Mar­tin Har­nik die Ober­hand be­hielt. Im Ge­gen­zug war es dann Ste­fan Mu­go­sa, der frei vor dem Han­no­ve­ra­ner Tor den Ball über den Kas­ten setz­te. Auch im zwei­ten Ab­schnitt wa­ren die Platz­her­ren bes­ser, aber es dau­er­te bis zur 70. Mi­nu­te, ehe die KSC-Fans er­neut ju­beln durf­ten. Han­no­vers Al­bor­noz hol­te den ein­ge­wech­sel­ten Jim­my Hof­fer im Straf­raum von den Bei­nen und Dia­man­ta­kos ver­wan­del­te den fäl­li­gen Foul­elf­me­ter si­cher zum 2:0End­stand für den KSC. Der will jetzt am Freitag bei Erz­ge­bir­ge Aue nach­le­gen. Und be­stä­ti­gen, dass „die Mann­schaft ver­stan­den hat, um was es im Ab­stiegs­kampf geht“, so Sport­di­rek­tor Oli­ver Kreu­zer.

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