Deut­sches Du­ell in der Kom­bi­na­ti­on

Rydzek und Fren­zel kämp­fen um Sieg in der Ge­samt­wer­tung / Nur sechs Punk­te Dif­fe­renz

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Chris­toph Leuch­ten­berg

Dem WM-Hel­den Jo­han­nes Rydzek steck­te die gro­ße Ju­bel­tour noch in den Kno­chen, Eric Fren­zel fehl­te im Ziel­sprint die ent­schei­den­de Fri­sche: Die deut­schen Kom­bi­nie­rer ha­ben erst­mals im Welt­cup-Win­ter in Best­be­set­zung nicht den Sieg ab­ge­räumt. Beim zwei­ten Sai­son­er­folg des Ja­pa­ners Aki­to Wa­t­a­be lan­de­ten die Team-Welt­meis­ter Fren­zel und Björn Kirchei­sen auf Platz zwei und drei. Gold­jun­ge Rydzek muss­te sich nach ver­patz­tem Sprin­gen mit Platz vier be­gnü­gen. Fren­zel ver­pass­te sei­nen ach­ten Sai­son­sieg und 39. Kar­rie­re­er­folg im ent­schei­den­den Du­ell ge­gen Wa­t­a­be – um 0,4 Se­kun­den lag er nur zu­rück. Den­noch war der 28-Jäh­ri­ge, der bei der vor ei­ner Wo­che zu En­de ge­gan­ge­nen WM in Lah­ti an­ders als der vier­fa­che Ti­tel­trä­ger Rydzek oh­ne Ein­zel-Gold ge­blie­ben war, der gro­ße Ge­win­ner aus deut­scher Sicht. Im gro­ßen Du­ell um den Ge­samt­welt­cup ver­kürz­te Olym­pia­sie­ger Fren­zel näm­lich mit nun 1 434 Punk­ten den Rück­stand auf sei­nen team­in­ter­nen Ri­va­len Rydzek (1 440) auf mick­ri­ge sechs Punk­te – die letz­ten drei Sai­son­ren­nen in Trond­heim am Mitt­woch so­wie am fol­gen­den Wo­che­n­en­de in Scho­nach wer­den nun zum Kri­mi. „Zwi­schen Jo­han­nes und Eric bleibt der Kampf um die Welt­cup­ge­samt­wer­tung span­nend, die für uns Sport­ler schon ein sehr wich­ti­ger Ti­tel ist: Man zeigt, dass man über das gan­ze Jahr hin­weg der Bes­te war“, sag­te Bun­des­trai­ner Her­mann Wein­buch. Bei­de wer­den wohl die Re­kord­mar­ke des Fin­nen Han­nu Man­ni­nen über­tref­fen, der in der Sai­son 2005/06 mit 1500 Zäh­lern die bis­he­ri­ge Höchst­punkt­zahl nach dem heu­te gül­ti­gen Wer­tungs­for­mat er­reicht hat.

Nur noch drei Ren­nen bis zum Sai­son­en­de

Rydzek, bei der WM in Lah­ti mit vier Ti­teln in vier Ren­nen der gro­ße Tri­um­pha­tor, war nach ei­nem schwa­chen Sprung nur von Platz 19 mit 1:02 Mi­nu­ten Rück­stand in den ab­schlie­ßen­den 10-Ki­lo­me­ter-Lang­lauf ge­gan­gen. Bei sei­ner Auf­hol­jagd ließ der 25Jäh­ri­ge zu viel Kraft und hat­te im Fi­na­le nichts mehr zu­zu­set­zen. Fren­zel lief im­mer­hin noch von Platz neun auf das Po­dest. Fa­bi­an Rieß­le als Sechs­ter und Ma­nu­el Faißt aus Bai­ers­bronn als Ne­un­ter kom­plet­tier­ten ein er­neut über­ra­gen­des deut­sches Te­am­Er­geb­nis mit fünf Ath­le­ten un­ter den bes­ten Zehn. Für die deut­schen Kom­bi­nie­rer en­de­te da­mit ei­ne ein­drucks­vol­le Sie­ges­se­rie: Im­mer wenn der DSV in die­ser Sai­son zu­vor mit sei­nen Top-Kom­bi­nie­rern an den Start ge­gan­gen war, hat­te der Sie­ger Rydzek (acht­mal), Fren­zel (sie­ben­mal) oder Rieß­le (zwei­mal) ge­hei­ßen. Als das Trio in Sap­po­ro pau­sier­te, si­cher­ten sich Kirchei­sen und Wa­t­a­be die Ein­zel­sie­ge.

Wer macht das Ren­nen? Eric Fren­zel und Jo­hann Rydzek (links) wer­den den Sieg im Ge­samt­welt­cup un­ter sich aus­ma­chen. Rydzek liegt mit 1 440 Punk­ten mo­men­tan knapp vor sei­nem deut­schen Team­kol­le­gen Fren­zel, der ak­tu­ell 1 434 Zäh­ler auf sei­nem Welt­cup-Kon­to hat. Fo­to: avs

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