Na­gel­pro­be an der We­ser

Für SC Sands neu­en Trai­ner Richard Du­ra: Ein­stand im DFB-Po­kal

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Udo Küns­ter

Wenn der SC Sand am Mitt­woch als Gast des SV Wer­der Bremen (Spiel­be­ginn: 18 Uhr) den er­neu­ten Ein­zug in das Halb­fi­na­le des DFB-Po­kals der Frau­en schaf­fen will, ist dies zu­gleich die Na­gel­pro­be für Richard Du­ra, den neu­en Mann auf der Trai­ner­bank des Or­ten­au­er Frau­en­fuß­ball-Erst­li­gis­ten. Beim Ta­bel­len­füh­rer der Zwei­ten Bun­des­li­ga Nord, der in den Po­kal-Run­den zu­vor die bei­den Erst­li­gis­ten 1. FFC Tur­bi­ne Pots­dam und 1899 Hof­fen­heim aus dem Wett­be­werb ke­gel­te, dürf­te das Vor­ha­ben des SC Sand je­doch kein ein­fa­ches Un­ter­fan­gen wer­den. Zu­mal Richard Du­ra an der We­ser erst­mals den kom­plet­ter Ka­der zur Ver­fü­gung hat. Zeit zum Ken­nen­ler­nen gab es in den letz­ten 14 Ta­gen nicht. Sands Na­tio­nal­spie­le­rin­nen kom­men erst an die­sem Wo­che­n­en­de von Tur­nier­ein­sät­zen an der Al­gar­ve, auf Zy­pern und in Is­tri­en zu­rück. „Wir wer­den bis zur Par­tie in Bremen nur zwei ge­mein­sa­me Trai­nings­ein­hei­ten ab­sol­vie­ren. Und dann muss ich noch ab­war­ten, in wel­cher Ver­fas­sung die Spie­le­rin­nen zu­rück­keh­ren“, sag­te der Nach­fol­ger von Co­lin Bell, der wie be­rich­tet auf­grund ei­ner Aus­stiegs­klau­sel für Na­tio­nal­mann­schaf­ten Mit­te Fe­bru­ar den SC Sand ver­ließ und nun das iri­sche Frau­en­team trai­niert. Doch wel­che sport­li­che Ver­gan­gen­heit hat Sands neu­er Trai­ner? Der 62-jäh­ri­ge Fuß­bal­lund Di­plom­sport­leh­rer wohnt in Rust. Er ist ver­hei­ra­tet und hat zwei Kin­der. Der frü­he­re pol­ni­sche Ju­gend­na­tio­nal­spie­ler war bis März 2015 Übungs­lei­ter beim Her­renVer­bands­li­gis­ten SV Sol­vay Frei­burg und da­vor in ver­schie­de­nen Po­si­tio­nen beim Frei­bur­ger FC tä­tig. „Mei­ne Ver­gan­gen­heit ist ei­gent­lich egal, denn es zählt heu­te und mor­gen“, er­klärt Richard Du­ra, der die Mann­schaft vor­erst bis zum Sai­son­en­de trai­nie­ren

Am Mitt­woch war­tet der SV Wer­der Bremen

und wie­der in ru­hi­ges Fahr­was­ser brin­gen soll. Der­zeit ran­giert der SCS auf Ta­bel­len­platz sie­ben. Be­vor es Du­ra 1999 aus fa­mi­liä­ren Grün­den in den Süd­wes­ten der Re­pu­blik ver­schlug, trai­nier­te er im Nor­den und Wes­ten ei­ni­ge Ober­li­ga- be­zie­hungs­wei­se Re­gio­nal­li­ga­ver­ei­ne. Der ein­zi­ge Kon­takt zum Frau­en­fuß­ball ent­stand Mit­te der 1980er-Jah­re un­ter Frau­en­Na­tio­nal­trai­ner Ge­ro Bi­s­anz. Für ihn war Du­ra in der Nach­wuchs­sich­tung tä­tig. „Es ist nicht aus­ge­schlos­sen, dass wir mit Richard auch in die nächs­te Sai­son ge­hen, aber jetzt soll er sich erst mal auf die nächs­ten neun Spie­le kon­zen­trie­ren“, sag­te Sands sport­li­cher Lei­ter Die­ter Wend­ling.

Nach­fol­ger von Co­lin Bell: Zu­nächst bis zum Sai­son­en­de wird Frau­en­fuß­ball-Erst­li­gist SC Sand von Richard Du­ra trai­niert. Das ers­te Ziel des 62-Jäh­ri­gen ist das Er­rei­chen des DFB-Po­kal-Halb­fi­na­les. Fo­to: Küns­ter

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