Max Re­ger: Forst­prä­si­dent von Ba­den-Würt­tem­berg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Max Re­ger I Forst­prä­si­dent von Ba­den-Würt­tem­berg Tho­mas Liebs­cher

Rund 500 Re­den schrieb Max Re­ger wäh­rend sei­ner Zeit im Mi­nis­te­ri­um für Er­näh­rung und Länd­li­chen Raum Ba­den-Würt­tem­bergs. „Das war ei­ne um­fas­sen­de Er­fah­rung, um mit al­len Fach­ge­bie­ten ver­traut zu wer­den und es hat viel Freu­de ge­macht“, er­in­nert sich der Forst­wis­sen­schaft­ler an die Zeit nach 1997. Wenn er lo­cker, se­ri­ös und oh­ne Auf­ge­setzt­heit aus sei­nem Le­ben er­zählt, kann man sich gut vor­stel­len, dass der Lan­des­forst­prä­si­dent so­wohl den An­sprü­chen des Mi­nis­te­ri­ums wie auch de­nen der Öf­fent­lich­keit mit ei­ge­nem Stil ge­recht wur­de. Es folg­ten sie­ben Jah­re in der Stutt­gar­ter Re­gie­rungs­zen­tra­le un­ter den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Teu­fel und Oet­tin­ger. Seit 2007 führt der Büh­ler Max Re­ger den „Lan­des­be­trieb Forst Ba­den-Würt­tem­berg“und pen­delt wei­ter nach Stutt­gart. Der obers­te „Wald­mann“muss in sei­nem „Re­vier“auf wirt­schaft­li­che An­sprü­che, auf Frei­zeit­nut­zung mit man­chen Kon­flik­ten so­wie den Na­tur­schutz ach­ten. Und das al­les mit 40 Pro­zent we­ni­ger Mit­ar­bei­tern seit 1995. „Heu­te ha­ben wir 2 400 Förs­te­rin­nen und Förs­ter so­wie die 1 000 Wald­ar­bei­ten­de. Mit rund 1 200 Hekt­ar ha­ben die Re­vie­re ei­ne Di­men­si­on er­reicht, die nicht noch grö­ßer wer­den darf.“Har­te Dis­kus­sio­nen um den Forst ge­hö­ren zu Re­gers Ver­wal­tungs­all­tag. Vor Jah­ren war der Na­tio­nal­park Schwarz­wald das hei­ße The­ma („Ich ha­be die Idee von An­fang an un­ter­stützt“). Des Forst­prä­si­den­ten neu­es­te Her­aus­for­de­rung: Kom­men­de Wo­che steht bei ei­nem Pro­zess - an­ge­strengt vom Kar­tell­amt das ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Ein­heits­forst­amt auf dem Prüf­stand. Max Re­ger, der die Or­gel­wer­ke sei­nes be­rühm­ten Na­mens­vet­ters und Kom­po­nis­ten schätzt, ist pri­vat viel im Wald um Bühl her­um un­ter­wegs. In der Rhein­ebe­ne bei Vim­buch, bei der Yburg oder an den Ger­tel­bach­fäl­len. Wan­dernd mit sei­ner Frau oder auf dem Moun­tain­bike. Auch dienst­lich schaut er sich schon mal an Ort und Stel­le im Land um. Et­wa bei Kla­gen von Bür­gern, die An­stoß neh­men, dass nach schwe­rem Ma­schi­nen­ein­satz We­ge und Wald­bo­den dau­er­haft in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen sind. „Ja es gibt heu­te mehr schwe­res Ge­rät beim Baum­fäl­len, aber das kann bes­ser sein, als vie­le Fahr­ten mit klei­nen Fahr­zeu­gen zu un­ter­neh­men. Es kommt im­mer dar­auf an, wie al­les rich­tig ein­ge­setzt wird.“Der 55-Jäh­ri­ge, aus Ravensburg ge­bür­ti­ge Ober­schwa­be mit er­staun­lich jun­ger Aus­strah­lung, fühlt sich in Ba­den schon lan­ge sehr wohl. „Nur ganz sel­ten sagt man mir, ‘das ver­stehst du nicht, weil du nicht von hier bist.’“Dass er in sei­nem Team von Frei­zeit­fuß­bal­lern noch im Tri­kot des VfB Stutt­gart stürmt, wird Re­ger von sei­nen Kol­le­gen eben­falls nach­ge­se­hen.

Obers­ter „Wald­mann“von Ba­den-Würt­tem­berg: Max Re­ger führt seit zehn Jah­ren den Lan­des­be­trieb Forst. Der 55-Jäh­ri­ge ge­bür­ti­ge Ober­schwa­be ist in Bühl gern hei­misch ge­wor­den. Fo­to: Ul­ri­ke Klumpp

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