25:27 in Schwe­den

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Jörg Me­bus

Die Ära des neu­en Hand­ball-Bun­des­trai­ners Chris­ti­an Prokop hat mit ei­ner Nie­der­la­ge be­gon­nen. Die stark er­satz­ge­schwäch­ten Eu­ro­pa­meis­ter ver­lo­ren das ers­te von zwei Län­der­spie­len ge­gen Schwe­den in­ner­halb von 26 St­un­den in Gö­te­borg trotz ei­ner be­herz­ten Auf­hol­jagd nach der Pau­se mit 25:27 (9:16). Oh­ne zahl­rei­che Stars – un­ter an­de­rem wur­den EM-Held Andre­as Wolff und Ka­pi­tän Uwe Gens­hei­mer ge­schont – konn­ten die „Bad Boys“ih­rem neu­en Boss kein Pre­mie­ren-Ge­schenk ma­chen. Kurz­fris­tig war dann auch noch Schluss­mann Sil­vio Hei­ne­vet­ter we­gen ei­nes Ma­gen-Dar­mIn­fekts aus­ge­fal­len, für ihn hü­te­te Cars­ten Licht­lein das Tor, der mit Ab­stand er­fah­rens­te im jun­gen deut­schen Team. Zur Re­van­che ge­gen Schwe­den kommt es schon heu­te in Ham­burg.

Hand­ball: Nie­der­la­ge bei Prokop-Pre­mie­re

„Die letz­ten drei Ta­ge wa­ren mit vie­len tak­ti­schen Neue­run­gen sehr an­spruchs­voll. Im Training ha­ben wir das her­vor­ra­gend um­ge­setzt. Das woll­ten wir auch ge­gen Schwe­den zei­gen, aber das ist uns nur in der zwei­ten Halb­zeit ge­lun­gen“, sag­te Prokop. Nach der Pau­se ha­be sein Team „mit Emo­ti­on ge­spielt und mit dis­zi­pli­nier­tem Spiel den Vor­sprung ab­ge­knab­bert“. Prokop sprach von ei­ner „Stei­ge­rung in al­len Be­rei­chen“. 55 Ta­ge nach dem letz­ten Pflicht­spiel un­ter Er­folgs­coach Da­gur Si­gurds­son, dem bit­te­ren Ach­tel­fi­nal-Aus bei der WM in Frank­reich ge­gen Ka­tar, ge­riet die weit­ge­hend un­er­fah­re­ne Mann­schaft schnell weit ins Hin­ter­tref­fen. Die ers­te ech­te Be­wäh­rungs­pro­be hat Prokop am 3. Mai in der EM-Qua­li­fi­ka­ti­on in Slo­we­ni­en.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.