Ar­min Frei­bur­ger | Tisch­ten­nis-„Ma­cher“beim ASV Grün­wet­ters­bach

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Tho­mas Liebs­cher

Die an­de­ren Mann­schaf­ten aus ganz Deutsch­land stau­nen im­mer noch, wenn sie zu uns kom­men, un­ser neu­es Tisch­ten­nis-Zen­trum se­hen und dort ei­nen klei­nen He­xen­kes­sel er­le­ben“, freut sich Ar­min Frei­bur­ger. Und die Tisch­ten­nis-Bun­des­li­ga der Her­ren re­gis­triert jetzt mehr sport­li­che Er­fol­ge des ASV Grün­wet­ters­bach. Die im vo­ri­gen Jahr noch ziem­lich grü­nen, punk­tear­men Jungs ha­ben im zwei­ten Jahr mit Hö­hen­luft ins Mit­tel­feld auf­ge­schla­gen. Be­reits vor den drei ab­schlie­ßen­den Be­geg­nun­gen dürf­te der „Ma­cher“Frei­bur­ger ei­gent­lich zu­frie­den sein. Doch zum mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­mer, seit Jahr­zehn­ten die In­te­gra­ti­ons­fi­gur im Ver­ein, passt Zu­rück­leh­nen kei­nes­falls. An­pa­cken und im­mer ein Stück wei­ter­kom­men, das ist sein Mot­to. Fürs letz­te Bun­des­li­ga-Heim­spiel nächs­ten Sonn­tag um 15 Uhr ge­gen Wer­der Bre­men, will das ASV-Ur­ge­stein 444 plus X Tisch­ten­nis­fans auf den Hü­gel über dem Karls­ru­her Stadt­teil Grün­wet­ters­bach lo­cken. Al­so dort­hin, wo das eins­ti­ge Schwimm­be­cken 2015 ei­nen De­ckel er­hielt und zum idea­len Am­bi­en­te für die Künst­ler mit dem klei­nen wei­ßen Plas­tik­ball und de­ren Zu­schau­ern um­ge­baut wur­de. Ein 1,7 Mil­lio­nen Eu­ro teu­res und nach­hal­ti­ges Bau­pro­jekt, das Frei­bur­ger vor­an­trieb. „Das Zen­trum kommt dem gro­ßen Un­ter­bau im Ver­ein zu­gu­te. Wir ha­ben fünf Mann­schaf­ten und vie­le Ju­gend­li­che in der Ab­tei­lung“, be­tont der 60-Jäh­ri­ge. Sei­ne Frau, so­wie Toch­ter und Sohn, ha­ben im­mer mit­ge­tra­gen, dass aus dem ba­den­weit be­ach­te­ten Plat­ten­fuchs ein er­folg­rei­cher Funk­tio­när wur­de. „Ich ha­be schon als Spie­ler und dann hin­ter den Ku­lis­sen ge­schaut, dass wir ei­ne ech­te Mann­schaft sind“, be­schreibt sich Frei­bur­ger. „Das zahlt sich aus, ich kann auf mei­ne Leu­te zäh­len.“Nun hat Karls­ru­he we­nigs­tens in ei­ner so­ge­nann­ten Rand­sport­art, de­ren Bun­des­li­gaSpie­le im Li­vestream über­tra­gen wer­den, ei­nen Erst­li­gis­ten. „Da­hin­ter steckt ein Stück Ei­gen­dy­na­mik. Wenn man hö­he­re Klas­sen er­reicht und da­für wie­der gu­te Spie­ler holt, wol­len die den Er­folg und es gibt neue Zie­le “, sagt der Ma­cher und größ­te von vie­len Spon­so­ren. Heu­te ist er mit vie­len ASV-Mit­glie­dern beim Aus­wärts­spiel in Düs­sel­dorf da­bei. Nächs­ten Sonn­tag steht er be­reits früh mor­gens be­reit, um für sein Team von 35 Hel­fern da zu sein und nach­mit­tags den ja­pa­ni­schen Top-Spie­ler Ma­sa­ta­ka Mo­ri­zo­no an­zu­feu­ern. „Dem ge­fällt un­se­re At­mo­sphä­re, der geht ab wie ei­ne Ra­ke­te.“Be­geis­te­rung plus bo­den­stän­di­ger Rea­lis­mus kenn­zeich­nen Frei­bur­ger. Wenn sonn­tags mal kein Ball­sport an­steht, schwingt er sich aufs E-Bi­ke und denkt neue Her­aus­for­de­run­gen durch, die Grün­wet­ters­bach in der Welt der blau­en Plat­ten an­strebt.

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