Mit Au­gen­zwin­kern

Die Ori­gi­nal Alb­tä­ler Volks­mu­si­kan­ten und ihr schwung­vol­ler Sound

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - lie

Im Karls­ru­her Ton­stu­dio Ka­ta­pult nahm Do­mi­ni­que Ra­bold sei­ne neu­es­te Blas­mu­sik-Schei­be auf. Zwei Wo­chen lang ver­sam­mel­te er die 15 Mu­si­ker sei­ner „Ori­gi­nal Alb­tä­ler Volks­mu­si­kan­ten“, um zwölf Ti­tel ein­zu­spie­len. Dar­un­ter sind Mär­sche wie „Ge­lieb­tes Bad­ner­land“, Pol­kas wie „Flott an­ge­fan­gen“und Wal­zer wie „Lei­se rauscht der Bach.“Al­le Gat­tun­gen sind zu­sätz­lich mit ei­nem Wort be­zeich­net – „Beat“. Da­mit drü­cken die ver­schie­de­nen Kom­po­nis­ten und Ra­bold als Ar­ran­geur aus, dass es sich um schwung­vol­le Klän­ge han­delt. In­stru­men­ta­lis­ten und Rhyth­mus kom­men durch­aus „scharf“ans Ohr. Man schwelgt al­so nicht in ge­müt­li­cher Blas­mu­sik mit Do­mi­nanz des tie­fen Blechs, son­dern hört viel Swing un­ter dem Plat­ten­ti­tel „Fröh­lich durchs Land“. Lang­sa­me Tem­pi ge­hö­ren na­tür­lich da­zu. In der sehr ein­neh­men­den „Schwarz­wald-Bal­la­de be­sticht Trom­pe­ter Jo­han­nes Kut­te­rer mit ei­ner An­fangs­ka­denz. Ef­fekt­voll wird das In­stru­ment auch bei der „Pa­ra­de of Trum­pets“ein­ge­setzt. Drei Mal ge­sellt sich Sän­ge­rin Annette Rap­pen­ecker zum Orches­ter. Dann wird es volks­tüm­li­cher in Tex­ten, die ziem­lich viel Nost­al­gie ver­mit­teln und bei „Pie­tro tanzt Pol­ka“an ge­müt­li­che Aben­de in ei­nem al­ten Dorf­wirts- haus er­in­nern. Aus Karlsruhe und der Re­gi­on kom­men die Mu­si­ker der „Alb­tä­ler Volks­mu­si­kan­ten“. Ra­bold ruft die In­stru­men­ta­lis­ten für sein Pro­jek­te zu­sam­men. Zu Auf­trit­ten mit Pu­bli­kum kommt es heu­te kaum noch. Das vor 50 Jah­ren ge­grün­de­te En­sem­ble hat­durch­aus an­de­re Zei­ten er­lebt. Als die mu­si­ka­li­schen Un­ter­hal­tungs­sen­dun­gen bei ARD und ZDF auf­ka­men, wa­ren die „Alb­tä­ler“Stamm­gäs­te der „Fern­seh­wir­te“und de­ren Pu­bli­kum. Man­che wer­den sich noch er­in­nern, bei­spiels­wei­se an den „Krug zum Grü­nen Kran­ze.“Ma­ri­an­ne und Micha­el, Git­ti und Eri­ka, Costa Corda­lis oder Ivan Re­broff san­gen und die Mu­si der Ra­bolds aus Wald­bronn spiel­te auf. Auch der Hör­funk or­ga­ni­sier­te Aben­de mit der er­folg­rei­chen Blas­mu­sik. Beim „Gran­dp­rix der Volks­mu­sik“war die Do­mi­ni­que Ra­bolds Kom­po­si­ti­on „Schel­mi­sche Kla­ri­net­ten“mit von der Par­tie. Vor fünf Jah­ren hol­te das ZDF das Ra­bold­sche Orches­ter noch ein­mal. Die ver­än­der­te me­dia­le Re­so­nanz hält den Wald­bron­ner nicht da­von ab, zu kom­po­nie­ren, zu ar­ran­gie­ren und Plat­ten her­aus­zu­brin­gen. Die Ma­ri­en­ka­pel­le von Bu­sen­bach prangt auf dem Co­ver von „Fröh­lich durchs Land“. Mit dem Aus­sichts­punkt und Lieb­lings­platz do­ku­men­tier­te Ra­bold die Lie­be zu Mu­sik und sei­ner Hei­mat glei­cher­ma­ßen.

Die Ma­ria-Zuflucht-Ka­pel­le von Bu­sen­bach prangt auf der CD „Fröh­lich durchs Land“. Fo­to: pr

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