Ab­so­lut nichts zu ver­lie­ren

Volleyball: TV Bühl ge­gen das Ber­li­ner Star­ensem­ble nur Au­ßen­sei­ter

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Peter Tre­bing

Wer das Rück­spiel am ver­gan­ge­nen Di­ens­tag in der Volleyball Cham­pi­ons Le­ague zwi­schen den BR Vol­leys und Istan­bul BBSK ge­se­hen hat, der weiß, was auf den TV In­ger­soll Bühl heu­te (Be­ginn: 16 Uhr) in der Groß­sport­hal­le zu­kommt. Mit 0:2 la­gen die Ber­li­ner vor rund 4300 Zu­schau­ern ei­gent­lich schon aus­sichts­los zu­rück, schaff­ten dann aber doch noch die sen­sa­tio­nel­le Wen­de. Die fol­gen­den drei Sät­ze gin­gen an den am­tie­ren­den deut­schen Meis­ter, am En­de stand es 3:2. Doch da­mit war die un­glaub­li­che Auf­hol­jagd in der Max-Schme­ling-Hal­le noch nicht be­en­det. Die ers­te Par­tie hat­te Istan­bul mit 3:2 ge­won­nen. Es muss­te al­so ei­ne Ent­schei­dung her. Im so­ge­nann­ten „Gol­den Set“be­hiel­ten die BR Vol­leys wei­ter die Ner­ven und setz­ten sich mit 15:11 durch. Da­mit stand der Ein­zug in die Top 6 der Cham­pi­ons Le­ague fest. Im Du­ell mit Di­n­a­mo Mos­kau geht es im April nun dar­um, wer in das Top- Four-Tur­nier in Rom (29. und 30. April) ein­zie­hen wird. Dort ist der ita­lie­ni­sche Aus­rich­ter Sir Si­co­ma Co­lus­si Peru­gia ge­setzt, die rest­li­chen drei Teil­neh­mer wer­den aus den sechs Clubs er­mit­telt, die sich für die Top 6 qua­li­fi­ziert ha­ben. Sechs Sät­ze muss­ten die Ber­li­ner spie­len, um sich durch­zu­set­zen. Das hat Kraft ge­kos­tet und könn­te ein klei­ner Vor­teil für den TV Bühl im heu­ti­gen Play-off-Rück­spiel sein. Mit 1:3 hat­te man am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de in der Haupt­stadt ver­lo­ren. Des­halb braucht das Team von Chef­coach Ru­ben Wo­lochin un­be­dingt ei­nen Sieg, sonst ist die Sai­son de­fi­ni­tiv be­en­det. Ge­lingt al­ler­dings die Sen­sa­ti­on ge­gen den haus­ho­hen Fa­vo­ri­ten, fällt erst am Mitt­woch, 29. März, in der Max-Schme­ling-Hal­le die Ent­schei­dung, wer ins Halb­fi­na­le der Play-offs ein­zieht. Das Spiel ge­gen Istan­bul BBSK mag in der Tat an die Sub­stanz ge­gan­gen sein, an­de­rer­seits konn­ten sich dort ei­ni­ge Ber­li­ner Spie­ler pro­fi­lie­ren, die sonst nicht so glän­zen kön­nen. Zu­spie­ler Se­bas­ti­an Küh­ner und der Nie­der­län­der Wou­ter ter Maat muss­ten schon früh raus, weil sie schwach spiel­ten. Da­für trumpf­te dann der kroa­ti­sche Zu­spie­ler Tsi­ma­fei Zhuk­o­u­ski un­ter an­de­rem mit knall­har­ten An­ga­ben auf. Über­ra­gend auch Mit­tel­blo­cker Aleksan­dar Oko­lic und Ru­ben Schott, der sich im­mer mehr stei­ger­te. Ro­bert Kromm und Paul Car­roll punk­te­ten zu­ver­läs­sig wie im­mer und Li­be­ro Lu­ke Per­ry war in der An­nah­me ei­ne Bank. Es dürf­te ein har­tes Stück Ar­beit wer­den, um ge­gen die­ses Star­ensem­ble zu be­ste­hen. Doch ei­nen nicht zu un­ter­schät­zen­den Vor­teil hat das Wo­lochin-Team auf sei­ner Sei­te: Man hat ab­so­lut nichts zu ver­lie­ren, doch je­de Men­ge zu ge­win­nen.

Heu­te, 16 Uhr: TV Bühl – BR Vol­leys

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