Ker­ber er­höht auf 2:0

SC Sand im Fi­na­le ge­gen Wolfs­burg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Pe­ter Tre­bing

An­ge­li­que Ker­ber hat das deut­sche Fe­dCup-Team im Play-off-Du­ell ge­gen die Ukrai­ne mit 2:0 in Füh­rung ge­bracht. Die Welt­rang­lis­ten­ers­te aus Kiel hat­te beim 6:1, 6:4 ge­gen Le­sia Zu­ren­ko kaum Mü­he. Im Er­öff­nungs­ein­zel hat­te Ju­lia Gör­ges mit 4:6, 6:1, 6:4 ge­gen Je­le­na Swi­to­li­na ge­won­nen.

Fünf Aus­wärts­spie­le, fünf Sie­ge – da­mit sind die Fuß­bal­le­rin­nen des Bun­des­li­gis­ten SC Sand zum zwei­ten Mal hin­ter­ein­an­der ins Po­kal-End­spiel der Frau­en ein­ge­zo­gen. Und wie­der heißt der Geg­ner VfL Wolfs­burg. Im ver­gan­ge­nen Jahr setz­te sich der Spit­zen­club aus Nie­der­sach­sen knapp mit 2:1 durch. Und auch dies­mal sind die „Wöl­fin­nen“, wie sie sich selbst nen­nen, ho­her Fa­vo­rit. Ak­tu­ell steht das Team punkt­gleich mit dem 1. FFC Tur­bi­ne Pots­dam (je­weils 41 Zäh­ler) an den Ta­bel­len­spit­ze. Der SC Sand liegt mit knapp der Hälf­te der Punk­te (20) auf Rang sie­ben. In der Li­ga er­reich­te der SC Sand zu­hau­se ein 0:0 ge­gen den VfL Wolfs­burg, das Rück­spiel ging aber deut­lich 4:1 an den VfL. Seit 2013 ge­hört das Team von Coach Ralf Kel­ler­mann zum Bes­ten, was der deut­sche Frau­en­fuß­ball zu bie­ten hat: Zwei Tri­um­phe in der Cham­pi­ons Le­ague (2013 und 2014), zwei deut­sche Meis­ter­schaf­ten (eben­falls 2013 und 2014) so­wie drei Po­kal­sie­ge (2013, 2015 und 2016) hol­ten Le­na Go­eß­ling, Alex­an­dra Popp, Ba­bett Pe­ter und Co in die­ser Zeit. Nicht mehr mit da­bei ist beim VfL Wolfs­burg die erst zu Sai­son­be­ginn von Pa­ris SG ge­kom­me­ne An­ja Mit­tag. Die Olym­pia­sie­ge­rin von 2016 spielt seit März für den FC Ro­sen­gård in Schwe­den. Viel leich­ter dürf­te die Auf­ga­be für den SC Sand da­durch al­ler­dings nicht wer­den. Der Ein­zug ins Po­kal-Fi­na­le je­den­falls war im Ver­gleich da­zu re­la­tiv leicht ge­we­sen: Zu­nächst räum­te man die vier Zweit­li­gis­ten FSV Hes­sen Wetz­lar (3:1), TSV Schott Mainz (4:0), SV 67 Wein­berg (3:0) und Wer­der Bre­men (1:0) aus dem Weg, dann folg­te noch ein kla­res 4:0 beim Bun­des­li­ga-Vor­letz­ten Bay­er Le­ver­ku­sen. Deut­lich schwe­rer war der Weg des VfL Wolfs­burg, der un­ter an­de­rem ne­ben dem SC Frei­burg (2:1) auch den am­tie­ren­den deut­schen Meis­ter Bay­ern Mün­chen (2:0) be­zwin­gen muss­te, um ins Köl­ner End­spiel zu kom­men. „Re­spekt an den SC Sand, dass er es wie­der ge­schafft hat, wir freu­en uns auf Köln“, sag­te VfL-Trai­ner Ralf Kel­ler­mann nach dem Halb­fi­nal-Er­folg in Frei­burg. Für ihn ist das End­spiel am Sams­tag, 27. Mai (16.15 Uhr), gleich­zei­tig das letz­te auf der Bank des VfL Wolfs­burg. Der Fi­fa-Welt­trai­ner von 2014 kon­zen­triert sich künf­tig auf sei­ne Rol­le als Sport­li­cher Lei­ter der Frau­en­fuß­ball-Ab­tei­lung. Der SC Sand hat es al­so im End­spiel in der Hand, Kel­ler­mann die­sen Ab­schied zu ver­sü­ßen oder vi­el­leicht doch ein we­nig zu ver­sal­zen.

Fo­to: ima­go/fo­to2­press

Ni­na Bur­ger steu­er­te drei Tref­fer zum 4:0-Halb­fi­nal­sieg des SC Sand ge­gen Bay­er Le­ver­ku­sen bei. Die Ös­ter­rei­che­rin ist mit fünf Er­fol­gen die ak­tu­ell bes­te Tor­schüt­zin im DFB-Po­kal 2016/17. In der ver­gan­ge­nen Po­kal­run­de er­ziel­te sie acht Tref­fer, mehr als je­de an­de­re Spie­le­rin in die­sem Wett­be­werb. Am Sams­tag, 27. Mai, sind ih­re Qua­li­tä­ten als Tor­jä­ge­rin ge­gen den VfL Wolfs­burg ge­for­dert.

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