Win­zer-Ge­fah­ren

KIT-Team ver­öf­fent­lich­te ei­nen Ri­si­ko-In­dex

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - SO

Die welt­wei­te Wein­in­dus­trie er­lei­det in­fol­ge von ex­tre­men Wet­te­rer­eig­nis­sen und Na­tur­ka­ta­stro­phen je­des Jahr Ver­lus­te von mehr als zehn Mil­li­ar­den US-Dol­lar durch zer­stör­te Ver­mö­gens­wer­te, Pro­duk­ti­ons­aus­fäl­le und ent­gan­ge­ne Ge­win­ne. Wel­che Re­gio­nen wie stark von den ein­zel­nen Ri­si­ken be­trof­fen sind und wie sich der Kli­ma­wan­del auf den Wein­bau aus­wirkt, un­ter­sucht ein mul­ti­dis­zi­pli­nä­res Team von eu­ro­päi­schen und aus­tra­li­schen For­schern um Ja­mes Da­ni­ell am Karls­ru­her In­sti­tut für Tech­no­lo­gie (KIT). Auf der Jah­res­ver­samm­lung 2017 der Eu­ro­pean Geo­sci­en­ces Uni­on (EGU) in Wi­en hat Da­ni­ell nun ei­nen glo­ba­len Ri­si­ko­in­dex für Wein­re­gio­nen vor­ge­stellt. Den welt­weit höchs­ten Ri­si­ken durch Ex­trem­wet­ter und Na­tur­ka­ta­stro­phen sind die Wein­re­gio­nen Men­do­za und San Juan in Ar­gen­ti­ni­en aus­ge­setzt. Auf Platz zwei lie­gen Ka­che­ti­en und Racha in Ge­or­gi­en, da­nach fol­gen das süd­li­che Ca­hul in Mol­da­wi­en (Platz drei), der Nord­wes­ten Slo­we­ni­ens (Platz vier) so­wie Ya­ru­qui in Ecua­dor und Na­ga­no in Ja­pan (Platz fünf). Die Stu­die er­fasst mehr als 7 500 Wein­bau­ge­bie­te in 131 Län­dern. Welt­weit gibt es kein Wein­bau­ge­biet, das nicht von Ex­trem­wet­ter oder Na­tur­ka­ta­stro­phen be­droht ist. Er­eig­nis­se wie Frost, Ha­gel­stür­me, Über­schwem­mun­gen, Hit­ze, Dür­re, Wald- und Busch­brän­de so­wie Erd­be­ben kos­ten die welt­wei­te Wein­in­dus­trie kon­ser­va­ti­ven Schät­zun­gen zu­fol­ge je­des Jahr mehr als zehn Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

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