Mit glän­zen­der Soul­stim­me

Jes­si­ca Hous­ton bei „Rock & Pop in Con­cert“des Mu­sik­ver­eins Eg­gen­stein

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Tho­mas Liebs­cher

Der­zeit singt Jes­si­ca Hous­ton vor al­lem für sich zu Hau­se, manch­mal auch mit „ih­ren“Grund­schü­lern in Berg­hau­sen. Die Frau aus Karls­ru­he, an­ge­hen­de Leh­re­rin für Deutsch und Fran­zö­sisch, sang al­ler­dings auch schon vor ei­nem deut­schen Mil­lio­nen­pu­bli­kum. So­gar mehr­fach. Vor 13 Jah­ren war’s. Ei­ne 19-jäh­ri­ge mit ge­fühl­vol­ler Soul­stim­me kam 2003/2004 bei der zwei­ten Staf­fel von „Deutsch­land sucht den Su­per­star“(DSDS) bis in die Mot­to­shows, al­so un­ter die bes­ten Zwölf. Übers Vor­cas­ting und das Cas­ting in Frank­furt (mit ei­nem Lied von Whit­ney Hous­ton) so­wie ei­ne Sta­ti­on in Ber­lin ge­lang­te sie in die Köl­ner End­aus­schei­dun­gen. „Ich hat­te die ers­te Staf­fel ge­se­hen und mir ge­dacht, ’das kann ich doch auch“, sagt die heu­te 32-Jäh­ri­ge. Su­per­star ist sie nicht ge­wor­den, aber ein­drucks­vol­le Sän­ge­rin ge­blie­ben. Die Büh­ne hat sie nicht mehr los­ge­las­sen. Am Sams­tag, 6. Mai, kann man die Frau mit dem per­fek­ten Künst­ler­na­men – der im­mer schon ihr tat­säch­li­cher war – in Leo­pold­sha­fen er­le­ben. Jes­si­ca Hous­ton ist da­bei, wenn in der Rhein­hal­le der Mu­sik­ver­ein „Ly­ra“Eg­gen­stein sei­ne gan­ze be­son­de­re Ver­an­stal­tung „Rock & Pop in Con­cert“an­bie­tet. Das ers­te Orches­ter der „Ly­ra“und die Ju­gend­ka­pel­le spie­len nicht nur selbst mo­der­nes Re­per­toire. Sie wer­den von ei­ner Rock­band un­ter­stützt so­wie zwei pro­fes­sio­nel­len Sän­gern, die selbst das Wag­nis ein­ge­hen, mit neu­en En­sem­bles auf­zu­tre­ten. Ne­ben „Jes­si“Hous­ton wur­de Do­mi­nik Dlask en­ga­giert. Der Co­ver­sän­ger nahm 2012 sehr er­folg­reich an der Sen­dung „The Win­ner is …“teil. Jes­si­ca Hous­ton wird un­ter an­de­rem „Let’s Get Loud“von Jen­ni­fer Lopez und „All Of Me“von John Le­gend in­ter­pre­tie­ren. „Der Abend wird ei­ne neue Er­fah­rung für mich, schön das ich wie­der ganz nah bei mei­ner Hei­mat­stadt auf­tre­ten kann“, sagt die Toch­ter ei­ner Deut­schen und ei­nes Ame­ri­ka­ners. Die Zeit mit DSDS („Ich fand mich gut, hat­te Spaß beim Sin­gen und mein Aus­schei­den nicht ganz ver­stan­den. Aber Mu­sik muss man wirk­lich nicht im Wett­kampf­mo­dus be­trei­ben“) sporn­te an für wei­te­re Auf­trit­te. Jes­si­ca Hous­ton ist ein Na­tur­ta­lent mit pro­fes­sio­nel­lem An­spruch ge­blie­ben. Zwi­schen dem Stu­di­um an der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Karls­ru­he und der Re­fe­ren­dar­zeit leb­te sie ein Jahr für ih­re Mu­sik. Mit ih­rer For­ma­tio­nen „Sweet­lounge“oder „The Stree­tLIVE Fa­mi­ly“tritt sie auf. Für Hoch­zei­ten wird sie häu­fig en­ga­giert. Ei­ne glän­zen­de Stim­me hat die­se Frau. Sie will aber nicht nur glän­zen im Le­ben und im Ram­pen­licht ste­hen. Sie be­trach­tet nun die Auf­trit­te als Er­gän­zung ih­rer schö­nen und wich­ti­gen Auf­ga­be, Leh­re­rin für die Kleins­ten. Die Kin­dern kön­nen sich wie das Mu­sik­pu­bli­kum von ei­nen sym­pa­thi­schen Lo­cken­kopf mit­rei­ßen las­sen.

Vor 13 Jah­ren stand sie im Fi­na­le von „Deutsch­land sucht den Su­per­star“. Heu­te ist die an­ge­hen­de Leh­re­rin Jes­si­ca Hous­ton im­mer noch ei­ne fas­zi­nie­ren­de und star­ke Sän­ge­rin. Fo­to: pr

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