Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - AFP/avs

Hun­der­te Ki­lo­gramm Lie­bes­schlös­ser

wer­den in Pa­ris für ei­nen gu­ten Zweck ver­stei­gert. Bei der Auk­ti­on wer­den un­ter an­de­rem 15 mit Vor­hän­ge­schlös­sern voll­ge­pack­te Ge­län­der­tei­le von Pa­ri­ser Brü­cken an­ge­bo­ten – mit ei­nem Ge­wicht von je­weils bis zu ei­ner hal­ben Ton­ne, wie die Stadt­ver­wal­tung mit­teil­te. Die Er­lö­se der Auk­ti­on am 13. Mai ge­hen an Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die sich für Flücht­lin­ge ein­set­zen. Ver­lieb­te Paa­re aus al­ler Welt hän­gen vie­ler­orts als Zei­chen ih­rer Treue Vor­hän­ge­schlös­ser an Brü­cken­ge­län­der. In der Stadt der Lie­be wur­de das aber zu ei­nem ech­ten Pro­blem: Das Ge­wicht der Schlös­ser be­las­tet die Brü­cken. Die Pa­ri­ser Stadt­ver­wal­tung ent­fernt die Lie­bes­schlös­ser des­we­gen re­gel­mä­ßig, im­mer wie­der wer­den gan­ze Ge­län­der­tei­le ab­mon­tiert.

Ein be­kann­tes Si­si-Ge­mäl­de

der spä­te­ren Kai­se­rin von Ös­ter­reich ist für rund 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro ver­stei­gert wor­den. „Kai­se­rin Eli­sa­beth von Ös­ter­reich als Braut zu Pferd in Pos­sen­ho­fen“kam im Wie­ner Do­ro­the­um un­ter den Ham­mer, wie die Nach­rich­ten­agen­tur APA mel­de­te. Den Zu­schlag für das Bild von Carl Theo­dor von Pi­lo­ty und Franz Adam er­hielt ein Te­le­fon­bie­ter. Da­mit er­ziel­te das Ge­mäl­de ein Viel­fa­ches des Schätz­werts, der bei 300 000 bis 350 000 Eu­ro ge­le­gen hat­te. Die durch die „Sis­si“-Fil­me mit Ro­my Schnei­der le­gen­där ge­wor­de­ne Eli­sa­beth hat­te das Bild ih­rem künf­ti­gen Mann Franz Jo­seph im Ver­lo­bungs­jahr des Paa­res, 1853, zu Weih­nach­ten ge­schenkt. Zu se­hen ist die 15-jäh­ri­ge Si­si zu Pfer­de vor dem Schloss ih­rer El­tern in Pos­sen­ho­fen. Für das Ge­mäl­de ver­häng­te das ös­ter­rei­chi­sche Denk­mal­amt laut APA ei­ne Aus­fuhr­sper­re.

Der bri­ti­sche Kult­re­gis­seur Rid­ley Scott

glaubt fest an Au­ßer­ir­di­sche. „Ich glau­be an hö­he­re We­sen. Ich den­ke, das ist auf je­den Fall wahr­schein­lich“, sag­te der Ma­cher von „Ali­ens“und „Bla­de Run­ner“in Pa­ris. Ex­per­ten zu­fol­ge ge­be es „100 bis 200 Ein­hei­ten da drau­ßen, die ei­ne ähn­li­che Evo­lu­ti­on wie wir ha­ben könn­ten“, füg­te der 79-Jäh­ri­ge hin­zu. Der Fil­me­ma­cher, des­sen jüngs­tes Werk „Ali­en: Co­venant“am 10. Mai in die Ki­nos kommt, wird nach ei­ge­ner Aus­sa­ge nie mü­de, an­de­re Men­schen zu To­de zu er­schre­cken. Als er den ers­ten „Ali­en“-Film mit Si­gour­ney Wea­ver und John Hurt ge­macht ha­be, ha­be er ein Ge­fühl für Ver­ant­wor­tung be­kom­men. Da­mals sei­en die Re­ak­tio­nen auf die Sze­ne, in der ein Ali­en aus dem Brust­korb des von Hurt ge­spiel­ten Man­nes bricht, „jen­seits von al­lem, was ich er­war­te­te hat­te“, ge­we­sen, er­in­ner­te sich Scott. „Aber der Film war er­folg­reich, weil die Leu­te per­vers sind.“Ihn selbst kön­ne je­den­falls nichts scho­cken, ver­si­cher­te der Re­gis­seur.

Der Pri­vat­de­tek­tiv Jo­sef Ma­tu­la

kommt auch im Al­ter nicht zur Ru­he. Der Schau­spie­ler Claus Theo Gärt­ner (74) wird zum zwei­ten Mal für das ZDF in ei­nem 90 Mi­nu­ten lan­gen Spe­cial in sei­ne al­te Pa­ra­de­rol­le schlüp­fen und ei­nen Kri­mi­nal­fall in ei­nem ver­las­se­nen Berg­dorf lö­sen, wo er un­frei­wil­lig nach ei­nem Mo­tor­scha­den Quar­tier be­zie­hen muss. Ge­dreht wird bis En­de Mai – ein Sen­de­ter­min steht noch nicht fest. Der ers­te 90-Mi­nu­ten-Film hat­te am Kar­frei­tag nach ZDF-An­ga­ben 5,37 Mil­lio­nen Zu­schau­er. Claus Theo Gärt­ner hat­te die Rol­le sei­nes Le­bens von 1981 bis 2013 ver­kör­pert.

Auch mit 74 jagt er noch bö­se Bu­ben: Claus Theo Gärt­ner ali­as Jo­sef Ma­tu­la. Fo­to: avs

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