„Pan­thers“auf dem Sprung

Über die Re­le­ga­ti­on will man zu­rück in die Hand­ball-Lan­des­li­ga

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ekart Kin­kel

Für die Hand­bal­ler der Pan­thers Gag­ge­nau ist die ak­tu­el­le Sai­son nach dem letz­ten Run­den­spiel der Be­zirks­klas­se Ras­tatt heu­te (19 Uhr) beim BSV Sinz­heim II noch nicht be­en­det. Weil die Mann­schaft von Trai­ner Chris­ti­an Kohl­be­cker nicht mehr von Platz zwei zu ver­drän­gen ist, darf sie an den kom­men­den bei­den Wo­che­n­en­den in der Re­le­ga­ti­on ge­gen den „Vi­ze“der Be­zirks­klas­se Of­fen­burg-Schwarz­wald (SG Horn­berg/Lau­ter­bach) als Zu­ga­be noch um den Auf­stieg in die Lan­des­li­ga kämp­fen. Die Rück­kehr auf die Ver­bands­ebe­ne wä­re für die Pan­thers ei­ne „echt tol­le Sa­che“, be­tont Ab­tei­lungs­lei­ter Jür­gen För­de­rer. „Da­mit könn­ten wir zu­min­dest ein Stück weit an die al­ten Zei­ten an­knüp­fen.“Denn vom Glanz der spä­ten 1990er Jah­re, als Bad Ro­ten­fels mit Trai­nern wie Udo Stol­zer oder

Gag­ge­nau trifft auf die SG Horn­berg/Lau­ter­bach

Ham­za Ca­tak in der Ober­li­ga und der Re­gio­nal­li­ga für Fu­ro­re sor­gen, ist ent­lang der Murg schon lan­ge nichts mehr zu spü­ren; auch nach der Grün­dung der SG Bad Ro­ten­fels/Gag­ge­nau im Jahr 2002 konn­te das Ru­der nicht her­um­ge­ris­sen wer­den. Mit der dies­jäh­ri­gen Sai­son ist Jür­gen För­de­rer aber sehr zu­frie­den. „Mit Ta­bel­len­platz zwei konn­te beim bes­ten Wil­len nie­mand rech­nen“, so För­de­rer. Doch Trai­ner Chris­ti­an Kohl­be­cker ha­be of­fen­bar die rich­ti­gen Im­pul­se ge­setzt und die Mann­schaft im­mer wie­der zu neu­en Höchst­leis­tun­gen an­ge­trie­ben. Au­ßer­dem hat­ten die Pan­ther aus dem Murg­tal in der Hin­run­de auch noch Ner­ven wie Stahl­sei­le: Bis No­vem­ber wur­den vier Spie­le mit le­dig­lich ei­nem Tor Un­ter­schied ge­won­nen. Bis En­de März schien für die Pan­thers so­gar der di­rek­te Auf­stieg in Reich­wei­te, doch dann mach­ten die bei­den kla­ren Nie­der­la­gen ge­gen Ta­bel­len­füh­rer SG Mug­gen­sturm/Kup­pen­heim II (25:35) und den Nach­bar­ver­ein HSG Murg (22:32) die mög­li­che Be­zirks­klas­sen­meis­ter­schaft zu­nich­te. „Noch ist der Traum nicht aus­ge­träumt“, sagt Jür­gen För­de­rer, denn durch die Rück­kehr in die Lan­des­li­ga sol­len vor al­lem die ei­ge­nen Nach­wuchs­leu­te ei­ne bes­se­re sport­li­che Per­spek­ti­ve in ih­ren Hei­mat­ver­ein er­hal­ten. „Lei­der zieht es vie­le ta­len­tier­de­rer te Ju­gend­li­che zu hö­her­klas­si­gen Ver­ei­nen“, sagt För­de­rer. „Mitt­ler­wei­le wer­den die bes­ten Spie­ler schon wäh­rend ih­rer Zeit in den Ju­gend­mann­schaf­ten ab­ge­wor­ben.“Im­mer­hin konn­te die­ser Trend durch die bei­den Rück­keh­rer Sa­mu­el Hu­ber und San­dro Kühn von der HSG Hardt nun ein­mal fürs Ers­te ge­stoppt wer­den. „Es ist im­mer ein gu­tes Ge­fühl, wenn sich die ehe­ma­li­gen Ju­gend­spie­ler auf ih­re hand­bal­le­ri­schen Wur­zeln be­sin­nen“, be­tont Jür­gen För­de­rer. Die Ju­gend­ar­beit ist näm­lich das Prunk­stück der Pan­thers. Al­lei­ne sechs Meis­ter­schaf­ten in die­ser Sai­son spre­chen nicht nur für För- ei­ne deut­li­che Spra­che. Bis auf die weib­li­che A-Ju­gend ge­hen der­zeit in al­len Nach­wuchs­klas­sen jun­ge Pan­ther an den Start. Die klei­ne Lü­cke im Frau­en­be­reich wer­de man aber mit Si­cher­heit kom­pen­sie­ren kön­nen, so För­de­rer, denn die „Pan­the­rin­nen“über­tra­fen mit Platz sie­ben in der Lan­des­li­ga und ei­nem fast aus­ge­gli­che­nen Punk­te­kon­to in die­ser Sai­son oh­ne­hin al­le Er­war­tun­gen. „Dar­auf kön­nen wir auf­bau­en“, meint er, zu­mal das Frau­en­team qua­si kom­plett zu­sam­men­blei­ben wer­de und auch Trai­ner Ralf Kotz sei­ne Zu­sa­ge für ei­ne wei­te­re Run­de ge­ge­ben ha­be.

„Ver­län­ge­rung“: Für die Pan­thers Gag­ge­nau und ih­ren Top­tor­schüt­zen Ar­ne Ko­in­zer (bis­her 124 Tref­fer) geht es nach dem Be­zirks­klas­sen­fi­na­le mit der Auf­stiegs­re­le­ga­ti­on ge­gen den Of­fen­bur­ger „Vi­ze“wei­ter. Fo­to: Col­let

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.