Pri­va­ter Gar­ten Eden

Na­tür­li­che Schwimm­tei­che rei­ni­gen sich selbst oh­ne Che­mie­zu­sät­ze

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Bauen Wohnen Modernisieren -

G ar­ten­freun­de ken­nen das Ge­fühl: Der ei­ge­ne Gar­ten ist für den Som­mer vor­be­rei­tet, der Ra­sen ge­pflegt und die ers­ten Knos­pen trei­ben aus – doch zu ei­nem Wunsch­gar­ten fehlt das ge­wis­se Et­was. Da das An­ge­bot an Gar­ten- und Land­schafts­pro­duk­ten sehr groß ist, ist es schwie­rig auf An­hieb im­mer den pas­sen­den Ar- ti­kel zu fin­den. So gilt es ge­ra­de bei Out­door­pro­duk­ten be­son­de­re Her­aus­for­de­run­gen zu be­ach­ten: die Qua­li­tät muss für den Ein­satz im Frei­en ge­eig­net sein, der Auf­bau sach­ge­mäß er­fol­gen und auf Pfle­ge und In­stand­hal­tung ge­ach­tet wer­den. Erst wenn die­se Kri­te­ri­en er­füllt sind, ha­ben Gar­ten­lieb­ha­ber lang­an­hal­tend Freu­de an den Pro­duk­ten. Um den Weg zu ei­nem traum­haf­ten Gar­ten zu ver­wirk­li­chen, hilft ein Be­such beim Holz­fach­händ­ler. Hat man ei­nen Über­blick ge­won­nen, hält der Holz­fach­han­del ein brei­tes Sor­ti­ment an Gar­ten­pro­duk­ten aus Holz und Holz-Po­ly­mer-Werk­stof­fen (WPC) be­reit. In­fos gibt es un­ter www.holz­han­del.de. H eiß brennt die Son­ne, kein Wölk­chen trübt das Him­mel­blau, der Tag ist lang und das Bü­ro ist fern: Jetzt kä­me ei­ne Ab­küh­lung ge­ra­de recht. Die war­tet un­mit­tel­bar hin­ter dem Haus, glit­zert ein­la­dend in der Son­ne und schmückt sich rings­um mit leuch­ten­den Blü­ten. Herr­lich, so ein Schwimm­teich im ei­ge­nen Gar­ten.

Oh­ne Öff­nungs­zei­ten, Ein­tritts­geld, Lärm, Ver­pa­ckungs­müll, Chlor, Pom­mes- und Bier­dunst ist er der liebs­te Platz, um im Som­mer un­ge­stört Fün­fe gra­de sein zu las­sen.

Be­vor der Schwimm­teich aber den Gar­ten zur er­fri­schen­den Oa­se macht, ste­hen gründ­li­che Pla­nun­gen an. Wo soll der Teich hin, wie groß kann er sein und wie tief? Ob er be­leuch­tet ist und von Bach­lauf, Was­ser­fall oder Spring­brun­nen be­lebt wird, ist ei­ne Fra­ge des per­sön­li­chen Ge­schmacks, eben­so wie die Form des Be­ckens und die ver­wen­de­ten Ma­te­ria­li­en. Da ein Schwimm- teich als le­ben­des Ge­wäs­ser ein kom­ple­xes Öko-Sys­tem ist, emp­fiehlt sich das Hin­zu­zie­hen von Fach­leu­ten: Pass­ge­nau he­ben Land­schafts­gärt­ner den Teich mit ei­nem Bag­ger aus – den Aus­hub ver­wen­den sie auf Wunsch bei der wei­te­ren Gar­ten­ge­stal­tung, et­wa um Hü­gel zu mo­del­lie­ren.

Dann ent­fer­nen die Ex­per­ten St­ei­ne und Wur­zeln und pols­tern die Gru­be aus, be­vor sie den Grund mit Schutzv­lies und Fo­lie aus­le­gen. Das Vlies ist wich­tig, da­mit die Teich­fo­lie nicht durch Wur­zeln, Schot­ter und St­ei­ne von un­ten be­schä­digt wer­den kann und un­dicht wird.

Im Ba­de­be­reich des Tei­ches wird der Rand meist mit ei­nem Holz­deck be­fes­tigt, im Re­na­tu­rie­rungs­be­reich ver­deckt ei­ne üp­pi­ge Be­pflan­zung die Rän­der, oder Na­tur­stei­ne er­fül­len die­sen Zweck. Je nach Mög­lich­keit wird ei­ne Trep­pe oder ei­ne Lei­ter in­stal­liert und schon kön­nen die Pro­fis den Teich mit Was­ser be­fül­len. In grö­ße­ren Tei­chen kön­nen auch Schwim­m­in­seln, Sprungstei­ne und Ste­ge ein­ge­baut wer­den. Ein Schwimm­teich braucht üb­ri­gens we­ni­ger Pfle­ge als ein kon­ven­tio­nel­ler Swim­ming­pool: Durch die Ein­tei­lung in ei­ne Schwimm­zo­ne und ei­ne klä­ren­de Flach­was­ser­zo­ne ist er selbst­rei­ni­gend – oh­ne Che­mie. Aus­ge­such­te Was­ser­pflan­zen rei­ni­gen un­er­müd­lich das Teich­was­ser, bei­spiels­wei­se die gelb blü­hen­de See­kan­ne oder die weiß-ro­sa­far­ben blü­hen­de Was­ser­pri­mel. Sie bin­den auch die durch Re­gen im­mer wie­der ein­ge­brach­ten Nähr­stof­fe und ent­zie­hen so den läs­ti­gen Al­gen die Le­bens­grund­la­ge.

Der Schwimm­teich ist längst nicht der ein­zi­ge Ort, der im Som­mer zum Lieb­lings­platz wird. Auch Nicht­schwim­mer freu­en sich auf die Frei­luft­sai­son im ei­ge­nen Grü­nen: Sich auf dich­tem Ra­sen beim Fe­der­ball­spiel aus­powern, auf der Ter­ras­se fau­len­zen und die Ge­dan­ken flie­gen las­sen, Obst na­schen, Blü­ten für die Va­se schnei­den – der Gar­ten bie­tet un­end­lich vie­le Mög­lich­kei­ten.

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