Zeit­lo­ser Swing

Glenn Miller Orches­tra am Don­ners­tag in Ras­tatt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - SO

In gro­ßer Big Band-Be­set­zung (mit vier Trom­pe­ten, vier Po­sau­nen, fünf Sa­xo­fo­nen, ei­ner Kla­ri­net­te so­wie Bass, Schlag­zeug und Pia­no) prä­sen­tiert sich das Glenn Miller Orches­tra un­ter Lei­tung von Wil Sal­den. Am Don­ners­tag, 11. Mai, kann man in Ras­tatt mit die­sem of­fi­zi­el­len Nach­fol­ge­or­ches­ter den un­ver­gäng­li­chen Sound von Glenn Miller er­le­ben. Der un­ver­ges­se­ne Band­lea­der steht für zeit­lo­sen Swing, der in den 1930er und 1940er Jah­ren in den USA ent­stand. Seit­dem be­geis­tert die­se Mu­sik Men­schen al­ler Al­ters­stu­fen rund um den Glo­bus. Me­lo­di­en wie „In The Mood“, „Penn­syl­va­nia 6-5000“, „String of Pe­arls“oder „Moon­light Se­re­na­de“sind zu Ohr­wür­mern ge­wor­den. Und „Moon­light Se­re­na­ders“nennt sich je­ne Clo­se Har­mo­ny Group, die als Ge­s­angs­for­ma­ti­on das Glenn Miller Orches­tra be­glei­tet. Die Sän­ge­rin kann bei den wun­der­schö­nen Me­lo­di­en für Gän­se­haut sor­gen. Ex­zel­len­te Mu­si­ker mit so­lis­ti­schen Fä­hig­kei­ten bil­den das Orches­ter. Es wur­de vom Nie­der­län­der Wil Sal­den ab 1978 auf­ge­baut, seit 1985 tourt die Trup­pe durch Eu­ro­pa so­wie Asi­en. Schon in frü­hen Jah­ren ein Fan der Sweet- und Swing-Mu­sik der vier­zi­ger Jah­re, stu­dier­te Sal­den in den Jah­ren 1967 bis 1972 Kla­vier. Ei­ni­ge Zeit war der Pia­nist und Lei­ter des Rund­funk- und Fern­se­hor­ches­ters Hil­ver­sum. Ei­gent­lich er­staun­lich, dass in der Mu­sik­ge­schich­te der Sound Glenn Mil­lers so lan­ge be­stand. Denn sie ent­stand in ei­ner kur­zen Zeit­span­ne. Nur fünf Jah­re, von 1939 bis 1944 dau­er­te die gro­ße ak­ti­ve Zeit des Band­lea­ders. Der 1904 in Io­wa ge­bo­re­ne Mu­si­ker, sein In­stru­ment war die Po­sau­ne, zog 1928 nach New York und grün­de­te sei­ne ei­ge­ne Band. Im Herbst 1944, als Glenn Mil­lers Orches­ter in Pa­ris ge­spielt hat­te, flog er mit ei­nem klei­nen Flug­zeug Rich­tung Lon­don. Die Ma­schi­ne kam nie an, ei­ne Ab­sturz­stel­le wur­de nicht ge­fun­den.

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