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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Prin­ce war „ver­mut­lich ei­ner der be­gab­tes­ten Mu­si­ker un­se­res Pla­ne­ten“. Sagt Eric Clapton. Vor gut ei­nem Jahr starb der US-ame­ri­ka­ni­sche Sän­ger, Kom­po­nist, Song­wri­ter, Pro­du­zent und Mul­ti­in­stru­men­ta­list, des­sen sti­lis­ti­sche Spann­brei­te von Funk über Soul bis hin zum Jazz reich­te. Zum ers­ten To­des­tag leg­te nun der re­nom­mier­te bri­ti­sche Kri­ti­ker Matt Thor­ne das um­fas­sends­te Werk über ei­nen Aus­nah­me­künst­ler vor, der die Pop­mu­sik ge­prägt hat wie kein zwei­ter und des­sen mu­si­ka­li­sches Ge­nie un­um­strit­ten ist. Auf Ba­sis lang­jäh­ri­ger Re­cher­chen und un­zäh­li­ger In­ter­views be­leuch­tet der Au­tor de­tail­liert al­le Pha­sen von Prin­ce’ Welt­kar­rie­re, in­klu­si­ve der letz­ten Al­ben und Tour­ne­en, bis zum über­ra­schen­den Tod mit nur 57 Jah­ren. Thor­ne zeigt ei­nen hoch­be­gab­ten, sen­si­blen Künst­ler, der sich und sei­nen Mit­men­schen ein un­glaub­li­ches Ar­beits­pen­sum ab­ver­lang­te, der im streit mit der Mu­sik­in­dus­trie sei­nen Na­men ab­leg­te und der trotz sei­nes Images als Sex-Idol nie sein pri­va­tes Glück fand. Vor al­lem die In­ter­views mit ehe­ma­li­gen Weg­ge­fähr­ten – am in­ter­es­san­tes­ten sind hier die Aus­füh­run­gen von Wen­dy und Li­sa –, ge­ben in­ter­es­san­te Ein­bli­cke ins We­sen die­ses schil­lern­den Su­per­stars.

Matt Thor­ne, Prin­ce. Die Bio­gra­fie, Edel, 544 Sei­ten, 29,95 Eu­ro

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