Ein­fach was dran­hän­gen?

Wenn’s am Schöns­ten ist, soll man blei­ben: Wie man den Ur­laub rich­tig ver­län­gert

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub -

Der Strand ist weiß, die Son­ne lacht, über Pal­men spannt sich ein tief­blau­er Him­mel, sanft plät­schert das Meer – da mag so man­cher Ur­lau­ber gar nicht an zu Hau­se den­ken. Aber: Das Fe­ri­en­en­de rückt un­auf­halt­sam nä­her. So man­cher kommt da ins Rech­nen. Auf dem Ur­laubs­kon­to sind noch ei­ni­ge un­ver­plan­te Ta­ge, die Rei­se­kas­se gibt auch noch et­was her – war­um al­so nicht ein paar Ta­ge dran­hän­gen? Ein An­ruf in der Fir­ma gibt schnell Auf­schluss dar­über, ob das grund­sätz­lich klappt. Klar: Falls im Ge­schäft nicht viel an­steht, lässt sich der Chef nicht sel­ten da­von über­zeu­gen, dass sein Mit­ar­bei­ter ein paar Ta­ge spä­ter zu­rück­kommt, als ur­sprüng­lich vor­ge­se­hen. Und mit dem Okay vom Ar­beit­ge­ber geht es an die De­tails. Doch mit wem muss der Ver­län­ge­rungs­wil­li­ge spre­chen? Und ist das Dran­hän­gen ei­ni­ger Fe­ri­en­ta­ge über­haupt mög­lich? „Grund­sätz­lich schon“, heißt es bei den Rei­se­ver­an­stal­tern Der­tour, Mei­er’s Welt­rei­sen und ADAC Rei­sen. Ver­län­gern kön­ne man „über die Rei­se­lei­tung, das Rei­se­bü­ro zu Hau­se oder di­rekt über das Ho­tel“. Al­so los! Wer vor Ort an­sprech­bar ist, das wis­sen die Re­zep­tio­nis­ten im Ho­tel. Bei Pau­schal­rei­sen gibt es in der Lob­by des Ho­tels zu­dem Aus­hän­ge, auf de­nen Sprech­zei­ten und Te­le­fon­num­mern der Gäs­te­be­treu­er ste­hen. Noch ein­fa­cher ist es für den­je­ni­gen, der mit dem ei­ge­nen Au­to an­ge­reist ist und nur ein paar Ta­ge län­ger im Ho­tel blei­ben möch­te. Da kann der Emp­fang hel­fen – und zur Not lohnt es sich, in be­nach­bar­ten Un­ter­künf­ten nach­zu­fra­gen. An­de­re müs­sen auf freie Plät­ze in den teils be­schränk­ten Ka­pa­zi­tä­ten der Air­lines und Ho­tels hof­fen. So heißt es bei der Tui: „Wer sei­ne Fe­ri­en in ei­nem be­lieb­ten Ho­tel auf Mallor­ca in der Hoch­sai­son ver­län­gern möch­te, der kann nicht da­von aus­ge­hen, dass das pro­blem­los mög­lich ist.“In der Ne­ben­sai­son sieht es da deut­lich bes­ser aus. Leich­ter tun sich ei­ni­ge Ver­an­stal­ter auch dann, wenn der Rei­sen­de gleich ei­ne gan­ze Wo­che dran­hängt; das liegt an den Wech­sel­rhyth­men der An­bie­ter. So­gar in Sa­chen Flug lässt sich oft et­was ma­chen, vor al­lem dann, wenn der Ur­lau­ber sich fle­xi­bel zeigt: Darf es statt Köln auch Frank­furt sein oder statt Ham­burg Bre­men, dann fällt die Su­che nach ver­füg­ba­ren Sitz­plät­zen oft leich­ter. Das gilt so­wohl dann, wenn ein Mit­ar­bei­ter des Ver­an­stal­ters re­cher­chiert, als auch beim ei­ge­nen An­ruf bei der je­wei­li­gen Hot­li­ne der Flug­ge­sell­schaft. Manch­mal lohnt es sich auch, di­rekt am Flug­ha­fen zu den Schal­tern der Air­lines zu ge­hen und sich dort um das Um­bu­chen zu be­mü­hen. Al­ler­dings kön­nen nicht al­le Flü­ge um­ge­bucht wer­den, vor al­lem Bil­lig­ti­ckets sind oft an ei­nen be­stimm­ten Ter­min ge­bun­den. Ach ja: Um­sonst gibt es das zu­sätz­li­che Fe­ri­en­ver­gnü­gen nicht. „Dem Ur­lau­ber wird der re­gu­lä­re Ka­ta­log­preis für die Ver­län­ge­rungs­näch­te be­rech­net“, teilt Tho­mas Cook mit. Rei­sen­de müs­sen wis­sen: Die­se Prei­se kön­nen teils er­heb­lich von de­nen ab­wei­chen, die da­heim im Rei­se­bü­ro oder on­li­ne fäl­lig wa­ren. Zah­len muss man – je nach Ver­an­stal­ter – so­fort oder erst nach der Rück­kehr. Teu­er kön­nen neue Flü­ge wer­den. Ei­ne Um­bu­chungs­ge­bühr, even­tu­el­le Preis­dif­fe­ren­zen und ein Zu­schlag des Ver­an­stal­ters für die Be­ar­bei­tung kön­nen das Ur­laubs­bud­get er­heb­lich be­las­ten. Da­her soll­ten Rei­sen­de ge­nau über­le­gen, ob sich der Mehr­auf­wand rech­net.

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