Wich­ti­ger „Wöl­fe“-Sieg

2:0 in Frank­furt – VfL Wolfs­burg sen­det Le­bens­zei­chen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Eric Do­bi­as

Der Ju­bel beim VfL Wolfs­burg über den 2:0 (0:0)-Aus­wärts­sieg bei Ein­tracht Frank­furt war groß. Ei­ne Wo­che nach dem 0:6-De­ba­kel ge­gen Meis­ter Bay­ern Mün­chen sen­de­ten die Nie­der­sach­sen ein deut­li­ches Le­bens­zei­chen im Ab­stiegs­kampf der Fuß­ball-Bun­des­li­ga und mach­ten ei­nen ers­ten Schritt zum an­ge­streb­ten Klas­sen­ver­bleib. „Es war ex­trem wich­tig, dass wir ei­ne Re­ak­ti­on ge­zeigt ha­ben“, sag­te Ju­bi­lar Da­ni­el Di­da­vi. In sei­nem 100. Bun­des­li­ga­spiel brach­te der Of­fen­siv­spie­ler die Gäs­te in der 48. Mi­nu­te in Füh­rung, Na­tio­nal­spie­ler Ma­rio Go­mez (63.) mach­te mit sei­nem 15. Sai­son­tor den ver­dien­ten Er­folg beim ent­täu­schen­den Po­kal­fi­na­lis­ten vor 49 000 Zu­schau­ern per­fekt. Der VfL ver­bes­ser­te sich mit nun­mehr 36 Punk­ten vor­über­ge­hend auf Rang 14.

Schwa­che Par­tie von Po­kal­fi­na­list Ein­tracht

„Wir ha­ben in der zwei­ten Halb­zeit mu­ti­ger ge­spielt, ha­ben mehr Druck ge­macht und sind da­für be­lohnt wor­den. Heu­te hat der Kampf­geist ge­stimmt“, lob­te VfL-Trai­ner An­dries Jon­ker. Die Ein­tracht bleibt mit 41 Zäh­lern Elf­ter und kann sich wohl nur noch über den DFB-Po­kal­sieg für die Eu­ro­pa Le­ague qua­li­fi­zie­ren. Viel mehr är­ger­te Trai­ner Ni­ko Ko­vac aber der de­sas­trö­se Auf­tritt sei­ner Schütz­lin­ge. „Ich ha­be die Mann­schaft noch nie so ge­se­hen, seit ich hier Trai­ner bin. Ein­fach ge­sagt: Das war schlecht. Ich ha­be bei vie­len Spie­lern nicht die Be­reit­schaft ge­se­hen, al­les für den Ne­ben­mann zu ge­ben“, kri­ti­sier­te Ko­vac. „Wir wer­den ana­ly­sie­ren, wie es da­zu kom­men konn­te, aber das ent­schul­digt nicht die­se Leis­tung.“Die Haus­her­ren, die auf acht ver­letz­te Spie­ler ver­zich­ten muss­ten, wa­ren zu Be­ginn um die Spiel­kon­trol­le be­müht. Al­ler­dings fehl­te es an Ide­en, um die kom­pak­te VfL-De­fen­si­ve aus­zu­he­beln. Vie­le Fehl­päs­se präg­ten das Spiel der Hes­sen, die in al­len Be­lan­gen ent­täusch­ten. Ein­zi­ger Auf­re­ger in der ers­ten Hälf­te war ei­ne Schwal­be von Mijat Ga­ci­no­vic im Wolfs­bur­ger Straf­raum, für die der Frank­fur­ter Of­fen­siv­spie­ler Gelb sah. Wolfs­burg ließ in der Of­fen­si­ve ei­ne Halb­zeit lang eben­falls jeg­li­che Krea­ti­vi­tät ver­mis­sen. Das än­der­te sich kurz nach dem Wech­sel, als Go­mez den Ball auf Di­da­vi wei­ter­lei­te­te und der Mit­tel­feld­spie­ler eis­kalt voll­streck­te. Ko­vac re­agier­te auf den Rück­stand und brach­te Sha­ni Ta­ras­haj für Marc Sten­de­ra, der dem Frank­fur­ter Of­fen­siv­spiel nicht die er­hoff­ten Im­pul­se ge­ben konn­te. Die Gast­ge­ber er­wach­ten nun lang­sam aus ih­rer Lethar­gie, wa­ren nach gut ei­ner St­un­de aber nah dran am Aus­gleich, doch VfL-Tor­hü­ter Ko­en Cas­teels kratz­te ei­nen Kopf­ball von Hr­go­ta von der Li­nie. Prak­tisch im Ge­gen­zug mach­te es der VfL bes­ser. Paul-Ge­or­ges Ntep tauch­te frei im Straf­raum auf und leg­te quer auf Go­mez, der nur ein­zu­schie­ben brauch­te. „End­lich ha­ben wir zur rich­ti­gen Zeit die To­re ge­macht“, froh­lock­te Di­da­vi. Die­se Cool­ness fehl­te den Frank­fur­tern. Mar­co Fa­bi­an (70.) hat­te den An­schluss­tref­fer auf dem Fuß; doch er drosch den Ball aus fünf Me­tern über das Gäs­te-Tor. Zwei Mi­nu­ten spä­ter brach­te auch der ein­ge­wech­sel­te Ha­ris Se­fe­ro­vic die Ku­gel aus Nah­dis­tanz nicht un­ter.

Bis­si­ge „Wöl­fe“: Der VfL Wolfs­burg, links Ma­xi­mi­li­an Ar­nold, ent­führ­te ver­dient drei Punk­te aus Frank­furt. Ein­tracht-Ak­teur Mijat Ga­ci­no­vic (rechts) fiel vor al­lem durch ei­ne Schwal­be auf. Fo­to: avs

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