Heik­ler Of­fi­zier

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Lie

Den Di­enst­grad Ober­leut­nant führt je­ner fest­ge­nom­me­ne Bun­des­wehr­sol­dat Fran­co A., der sich als sy­ri­scher Kriegs­flücht­ling aus­ge­ge­ben und ei­nen An­schlag ge­plant ha­ben soll. Und das mit ei­ner rechts­ra­di­ka­len Ge­sin­nung. Wel­che Stel­lung hat nun ein Ober­leut­nant in der Ar­mee, wie hoch ist sein Rang? In den sie­ben Di­enst­grad­grup­pen der Bun­des­wehr ste­hen Leut­nan­te und Ober­leut­nan­te – so der mi­li­tä­risch ver­wen­de­te Plu­ral – auf Stu­fe vier. Sie sind als Of­fi­zie­re des Hee­res aus­ge­wie­se­ne Füh­rungs­kräf­te. Ih­nen steht Be­fehls­ge­walt über Un­ter­of­fi­zie­re, wie den Feld­we­bel, und Mann­schaf­ten zu. Ein Ober­leut­nant kann bei­spiels­wei­se Zug­füh­rer für 40 Sol­da­ten sein oder stell­ver­tre­ten­der Kom­pa­nie­chef für rund 150 Sol­da­ten. Leut­nant kann man nach 36 Mo­na­ten Di­enst wer­den, Ober­leut­nant nach zwei­ein­halb Jah­ren als Of­fi­zier. Die Grund­be­sol­dung A 10 liegt dann zwi­schen 2 800 und 3 900 Eu­ro. Ein Ober­leut­nant hat zwei Ster­ne am Schul­ter­stück der Uni­form. Den fol­gen­den Rang im Heer nimmt der Haupt­mann ein. Leut­nan­te gibt es auch bei der Luft­waf­fe. Bei der Ma­ri­ne heißt der ent­spre­chen­de Rang Leut­nant zur See. Nicht ver­wech­selt wer­den soll­te der Ober­leut­nant mit dem schon sehr ho­hen Oberst­leut­nant. Die­ser ist, wie der Ma­jor, ein St­abs­of­fi­zier. Nächs­te Di­enst­gra­de: Oberst und Bri­ga­de­ge­ne­ral.

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