KSC-Ab­schied ge­gen Dres­den

KSC-Heim­kehr­aus ge­gen Dy­na­mo Dres­den

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ha­rald Lin­der

Sein vor­erst letz­tes Heim­spiel in der Zwei­ten Fuß­ball-Bun­des­li­ga muss der Karls­ru­her SC heu­te (13.30 Uhr) ge­gen Dres­den nach dem DFB-Ur­teil we­gen der Vor­fäl­le beim Der­by in Stutt­gart vor ei­ner Mi­ni-Ku­lis­se be­strei­ten. Weil Fan-Mär­sche an­ge­kün­digt wur­den, bie­tet die Po­li­zei rund 1 000 Be­am­te auf.

Dass das vor­erst letz­te Zweit­li­ga-Heim­spiel des KSC heu­te Mit­tag (13.30 Uhr) ge­gen Dy­na­mo Dres­den auf­grund ei­nes Ur­teils des DFB-Sport­ge­richts, das den Ver­ein we­gen der Aus­schrei­tun­gen sei­ner „Fans“in Stutt­gart mit ei­nem Zu­schau­er-Teil­aus­schluss be­straf­te, als so­ge­nann­tes „Geis­ter­spiel“aus­ge­tra­gen wird, passt zu ei­ner Sai­son voll Plei­ten, Pech und Pan­nen, die für die Blau-Wei­ßen sang- und klang­los mit dem Ab­stieg in die Drit­te Li­ga en­den wird. Dar­an än­dert auch der 1:0-Aus­wärts­sieg am ver­gan­ge­nen Sonn­tag bei der Spvgg Greu­ther Fürth nichts. Im­mer­hin aber konn­te Mar­cPatrick Meis­ter nach Yann Rolims fei­ner Ein­zel­leis­tung sei­nen ers­ten „Drei­er“als KSCChef­trai­ner ver­bu­chen. Meis­ter wird heu­te ge­gen Dres­den weit­ge­hend die Ak­teu­re in sei­ner Start­elf auf­bie­ten, die auch in Fürth die An­fangs­for­ma­ti­on bil­de­ten. Le­dig­lich Franck Kom wird nicht mit da­bei sein. Der Afri­ka­ner zog sich am Frei­tag im Trai­ning ei­ne Sprung­ge­lenks­ver­let­zung zu und fällt aus. Für Kom wird Meis­ter vor­aus­sicht­lich Gaé­tan Krebs in sei­ne Start­elf be­or­dern. Zu der ge­hö­ren mit Mar­cel Meh­lem und Flo­ri­an Buch­ta auch zwei Ak­teu­re aus der U23, mit de­nen der Trai­ner in Fürth sehr zu­frie­den war – und die in der nächs­ten Spiel­zeit durch­aus zum Dritt­li­ga-Ka­der ge­hö­ren könn­ten. „Der Rah­men für die­ses Spiel ist na­tür­lich spe­zi­ell“, weiß Meis­ter, dass die knapp 3 500 KSC-An­hän­ger, die ins Sta­di­on dür­fen, al­le­samt auf der Haupt­tri­bü­ne Platz neh­men wer­den. „Wir müs­sen dann eben ver­su­chen, die­se über ei­nen gu­ten Ein­stieg und ei­ne gu­te Kör­per­spra­che von Be­ginn an hin­ter uns zu brin­gen. Man soll se­hen, dass die Mann­schaft dort an­schlie­ßen möch­te, wo wir am Sonn­tag auf­ge­hört ha­ben. Wir wol­len uns nicht vers­te-

Ge­lingt ein Sieg vor Mi­ni-Ku­lis­se?

cken und ab­war­tend agie­ren, son­dern den Geg­ner früh stö­ren und am En­de als Sie­ger vom Platz ge­hen“, so Meis­ter. Ge­gen die spiel­star­ken Dresd­ner, die mit Ste­fan Kutsch­ke ei­nen der Top-Tor­jä­ger der Li­ga (16 Tref­fer) in ih­ren Rei­hen ha­ben, wird dies nicht ein­fach. Ob­wohl bei der Mann­schaft von Trai­ner Uwe Neu­haus, die vor we­ni­gen Wo­chen noch mit den Auf­stiegs­plät­zen lieb­äu­gel­te, nach fünf sieg­lo­sen Li­ga­spie­len in Se­rie von der gro­ßen Eu­pho­rie, die in Sach­sen herrsch­te, nicht viel üb­rig ge­blie­ben ist. Den­noch will sich Dres­dens Ka­pi­tän Mar­co Hart­mann „die Sai­son nicht ka­putt­re­den las­sen“und „in Karlsruhe die drei Punk­te mit­neh­men, um dem gan­zen Ge­re­de ein En­de zu set­zen“. KSC-Coach Marc-Patrick Meis­ter da­ge­gen möch­te ei­ne ka­put­te Sai­son mit Wür­de zu En­de brin­gen – und ge­gen Dres­den sei­nen zwei­ten Sieg ein­fah­ren. Es wä­re üb­ri­gens das ers­te Mal in die­ser Run­de, dass der KSC zwei Spie­le in Fol­ge ge­winnt.

Fo­to: GES/Prang

Ge­gen Dres­den in der An­fangs­for­ma­ti­on: Yann Rolim, der mit sei­nem Tor des Ta­ges in Fürth da­für sorg­te, dass Marc-Patrick Meis­ter end­lich sei­nen ers­ten „Drei­er“als KSC-Chef­coach ver­bu­chen durf­te.

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