Bahn frei!

Schwim­men hält den Kör­per fit

Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN -

S chwim­men macht ge­sund, schlank und schön. So ein­fach wie es klingt ist es auch. Wer sich re­gel­mä­ßig in die Flu­ten stürzt, tut viel für die Ge­sund­heit. Aber was bringt das Schwim­men ge­nau? Und wie fängt man am bes­ten an? Kraul, Rü­cken oder Brust?

Zu­ge­ge­ben: Schwim­men ist auf­wen­di­ger als Jog­gen und es kos­tet ei­ni­ge Über­win­dung, ins kal­te Was­ser zu sprin­gen. Aber es lohnt sich auf je­den Fall, denn das Schwim­men tut dem Kör­per so viel Gu­tes wie sonst kaum ei­ne Sport­art. Kei­ne Wun­der, denn Was­ser ist un­ser Ele­ment. Die meis­ten Men­schen ge­ben in Um­fra­gen an, gern zu schwim­men. Das Schwim­men ist aus vie­len Grün­den ei­ne der ge­sün­des­ten Sport­ar­ten über­haupt. Zu­nächst ein­mal ist es an­stren­gend, sich ge­gen den Wi­der­stand des Was­sers zu be­we­gen. Das macht das Trai­ning be­son­ders ef­fek­tiv. Ge­ra­de für leicht Über­ge­wich­ti­ge ist Schwim­men die idea­le Wahl, denn das Was­ser trägt das Ge­wicht des Kör­pers..

Schwim­men be­an­sprucht die ge­sam­te Mus­ku­la­tur des Kör­pers. Be­son­ders Ver­span­nun­gen im Na­cken- und Schul­ter­be­reich wer­den durch die Be­we­gun­gen der Ar­me sanft ge­löst. Die Be­we­gun­gen der Bei­ne re­gen die Durch­blu­tung an und kräf­ti­gen die Ve­nen. Auch der Blut­trans­port zum Her­zen wird durch das Pad­deln der Bei­ne un­ter­stützt.

GE­WINN FÜR DEN KREIS­LAUF

Schwim­men bringt das ge­sam­te Herz-Kreis­lauf-Sys­tem in Schwung und trai­niert den Herz­mus­kel, so dass man sich ins­ge­samt fit­ter und kräf­ti­ger fühlt.

Re­gel­mä­ßi­ges, mo­de­ra­tes Trai­ning sorgt au­ßer­dem nach­weis­lich da­für, dass der Cho­le­ste­rin­spie­gel ge­senkt wird und das Ri­si­ko für Dia­be­tes und Ar­te­rio­skle­ro­se sich ver­rin­gert.

Auch für Men­schen, die un­ter Ar­thro­se lei­den und we­gen des Be­las­tungs­schmer­zes ei­gent­lich kei­nen Sport mehr be­trei­ben kön­nen oder wol­len, ist Schwim­men ide­al, denn es kräf­tigt die Mus­ku­la­tur oh­ne die Ge­len­ke zu be­las­ten.

Um ei­ne nach­hal­ti­ge po­si­ti­ve Wir­kung auf die Ge­sund­heit zu er­zie­len, muss man sich al­ler­dings re­gel­mä­ßig zwei Mal pro Wo­che zum Schwim­men auf­raf­fen. Ma­chen Sie es zu ei­ner lie­ben Ge­wohn­heit.

Ei­ni­ge zie­hen be­harr­lich ih­re Bah­nen im Brust­schwim­men, an­de­re pflü­gen im Kraul durchs Was­ser und wie­der an­de­re schwim­men ent­spannt auf dem Rü­cken. Je­der Schwimm­stil hat sei­ne Vor­tei­le, al­so kann man sich ru­hig für den Stil ent­schei­den, der ei­nem am meis­ten Spaß macht. Ein we­nig Tech­nik ver­lan­gen sie al­le. Ge­ra­de wenn man lan­ge kei­nen Sport ge­trie­ben hat, soll­te man be­den­ken, dass es jetzt nicht auf Schnel­lig­keit, son­dern auf Re­gel­mä­ßig­keit und Aus­dau­er an­kommt.

Für den An­fang ist Rü­cken­schwim­men be­son­ders ge­eig­net. Durch das vie­le Sit­zen im All­tag wird der Rü­cken stark be­an­sprucht. Rü­cken­schwim­men ent­las­tet die Wir­bel­säu­le, macht sie be­weg­lich und stärkt die Rü­cken­mus­ku­la­tur. Kopf und Na­cken wer­den vom Was­ser ge­tra­gen, so dass sie nicht ver­krampft wer­den. Auch das At­men ist leicht, denn das Ge­sicht bleibt die gan­ze Zeit über Was­ser.

DER KLAS­SI­KER: BRUST­SCHWIM­MEN

Das klas­si­sche Brust­schwim­men ist si­cher der ver­brei­tets­te Schwimm­stil. Hier­bei wer­den vor al­lem die Brust-, Arm- und Schul­ter­mus­keln trai­niert. Na­tür­lich stärkt auch die­ser Stil das Herz-Kreis­lauf­sys­tem. Die rich­ti­ge Aus­füh­rung der Tech­nik ist beim Brust­schwim­men wich­tig. Man soll­te mög­lichst waa­ge­recht im Was­ser lie­gen und den Kopf nur zum At­men aus dem Was­ser he­ben. Hält man den Kopf beim Schwim­men an­ge­strengt über Was­ser, kann sich die Na­cken­mus­ku­la­tur ver­span­nen. Al­so kei­ne Angst da­vor, das Ge­sicht ins Was­ser zu tau­chen. Schließ­lich schützt die Schwimm­bril­le die Au­gen.

Kraul­schwim­men er­for­dert die meis­te Kraft, Aus­dau­er und Ko­or­di­na­ti­on. Die­se Schwimm­tech­nik stärkt und for­dert vor al­lem die Arm­mus­ku­la­tur, die den größ­ten An­teil an der Fort­be­we­gung leis­tet.

Für An­fän­ger und Ein­ge­ros­te­te emp­fiehlt sich ei­ne Kom­bi­na­ti­on: Schwim­men Sie ei­ne Bahn Brust und zu­rück auf dem Rü­cken und so wei­ter. Neh­men Sie sich ei­ne be­stimm­te Stre­cke vor und ach­ten Sie nicht auf die Zeit. Le­gen Sie ru­hig Pau­sen ein. Mit der Zeit kann man sich ja stei­gern.

Fo­to: Kat­ja Fuhr-Boß­dorf/Pi­xelio.de

Schwim­men lohnt sich für den Kör­per, denn der Sport tut dem Men­schen so gut wie kaum ei­ne an­de­re Sport­art. Kein Wun­der schwim­men so vie­le Men­schen so ger­ne.

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