Sind Sie für mehr ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Nein, das fin­de ich nicht“, äu­ßert Ur­su­la Näh­ring (82), Rent­ne­rin aus Karls­ru­he. „Es gibt un­ter der Wo­che ge­nug Zeit zum Ein­kau­fen. Au­ßer­dem ist es für die An­ge­stell­ten im Ein­zel­han­del nicht gut, noch ei­nen Tag mehr zu ar­bei­ten. Mir ist zu­dem der Tru­bel an den ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­gen zu viel.“ „Mehr müs­sen es nicht sein“, sagt Oli­ver Foit (27), Trieb­fahr­zeug­füh­rer aus Pforz­heim. „An sich fin­de ich ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge aber ei­ne gu­te Idee. Auf der Wil­fer­din­ger Hö­he wur­den sie für 2017 ge­stri­chen. Das ist scha­de. Ich ar­bei­te eben­falls an Wo­che­n­en­den und nut­ze das ger­ne ab und zu.“ „Mir ist das ei­gent­lich egal“, meint Sa­rah Schwarz (20), Stu­den­tin aus Karls­ru­he. „Ehr­lich ge­sagt be­kom­me ich es oft noch nicht ein­mal mit, dass ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag ist. Dass das The­ma dis­ku­tiert wird, kann ich aber schon nach­voll­zie­hen. Für man­che Fa­mi­li­en ist so ein Tag si­cher­lich ei­ne schö­ne Sa­che.“ „Nein, es soll­ten nicht mehr wer­den“, ant­wor­tet Ki­ra Bimm­ler (20), Stu­den­tin aus Rhein­stet­ten. „Ich ge­he ganz nor­mal un­ter der Wo­che ein­kau­fen. Ei­nen ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag brau­che ich nicht da­für. Wenn ich ihn doch ein­mal nut­ze, dann eher aus Ver­se­hen, weil ich so­wie­so ge­ra­de in der Stadt bin.“ „Ja, de­fi­ni­tiv“, be­tont Bog­dan Bu­ha­ci­uc (35), Gas­tro­nom aus Wag­häu­sel. „Ich ha­be lan­ge in Ma­drid ge­lebt. Dort kann man rund um die Uhr ein­kau­fen. In Deutsch­land sind die La­den­öff­nungs­zei­ten sehr un­fle­xi­bel. Kein Wun­der, dass vie­le Leu­te lie­ber im In­ter­net be­stel­len und die In­nen­städ­te aus­ster­ben.“ „Nein, für mich nicht“, sagt Hol­ger Ni­en­dorf (46), Ma­schi­nen­bau­in­ge­nieur aus Karls­ru­he. „Ich nut­ze den ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag ge­nau­so we­nig wie die ver­län­ger­ten Öff­nungs­zei­ten am Abend. Selbst, wenn es fle­xi­bler ge­hand­habt wür­de – ich wür­de wei­ter zu den klas­si­schen Zei­ten ein­kau­fen.“

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