Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Der baye­ri­sche Ka­ba­ret­tist Han­nes Ringl­stet­ter (46) hat sei­nen Be­ruf sei­nem Kol­le­gen Ger­hard Polt zu ver­dan­ken. „Oh­ne Ger­hard, glau­be ich, wä­re ich nie auf die Idee ge­kom­men, so et­was zu ma­chen“, sag­te der 46-Jäh­ri­ge auf dem ro­ten Tep­pich vor der Ver­lei­hung des Baye­ri­schen Fern­seh­prei­ses am Frei­tag­abend im Münch­ner Prinz­re­gen­ten­thea­ter. „Ich glau­be, dass es mei­nen Be­rufs­stand in mei­ner Ge­ne­ra­ti­on gar nicht gä­be, wenn er nicht ge­we­sen wä­re.“Der 75 Jah­re al­te Polt be­kam den Eh­ren­preis über­reicht, von Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Il­se Ai­g­ner (CSU). „Für mich ist Ger­hard Polt der Größ­te“, sag­te Ringl­stet­ter. Auch Re­gis­seu­rin Do­ris Dör­rie sag­te vor dem Fest­akt: „Er ist ein­fach der Größ­te.“

Sän­ge­rin Car­la Br­uni (49) bringt ein eng­lisch­spra­chi­ges Al­bum mit Co­ver-Songs her­aus. „French Touch“soll am 6. Ok­to­ber er­schei­nen und ein eng­lisch­spra­chi­ges Pu­bli­kum er­rei­chen. Zu den Co­ver-Songs zählt auch ei­ne Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des Hits „Stand By Your Man“von Tam­my Wy­net­te aus dem Jahr 1968, wie Br­uni dem US-Mu­sik­ma­ga­zin „Bill­board“sag­te. Auf die Fra­ge, ob es für sie in dem Lied um ih­ren Ehe­mann, Frank­reichs Ex-Prä­si­den­ten Ni­co­las Sar­ko­zy, geht, sag­te Br­uni: „Es ist ei­ne Hom­mage an je­den Ehe­mann in der Welt, es ist das Ehe­man­nLied.“Der Song sei zwar „sehr ma­ch­o­haft, aber auf sehr sanf­te Wei­se“.

Schau­spie­ler Mar­tin Fei­fel (52) ist nach ei­ge­ner Darstel­lung frü­her von Mit­schü­lern grau­sam ge­mobbt wor­den. „Ich bin als Schü­ler sehr oft ver­prü­gelt wor­den, weil ich so still war“, sag­te Fei­fel der „Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung“. Das Schlimms­te ha­be er in der Volks­schu­le er­lebt. „Nach dem Gi­tar­ren­un­ter­richt ha­ben mich ein paar an­de­re Schü­ler ab­ge­fan­gen, mei­ne Gi­tar­re über ei­ne rie­si­ge Thu­ja-He­cke ge­wor­fen und mir dann das Ge­sicht mit Hun­de­kot ein­ge­schmiert“, er­in­ner­te der Cha­rak­ter-Darstel­ler. „Da ha­be ich am ei­ge­nen Leib er­fah­ren, wie grau­sam Kin­der sein kön­nen.“Wenn er als Schü­ler aus sich her­aus­ge­kom­men sei, ha­be er den Pau­sen­clown ge­ge­ben, be­rich­te­te Fei­fel. So sei er ein­mal vor den Au­gen ei­ner un­ge­lieb­ten Leh­re­rin aus dem Fens­ter des Klas­sen­zim­mers im zwei­ten Stock ge­sprun­gen. „Ich bin in ei­nen Birn­baum ge­sprun­gen, run­ter­ge­klet­tert und dann wie­der rein in die Schu­le.“Fei­fel ist aus Pro­duk­tio­nen wie „Bud­den­brooks“und „Die Gei­er­wal­ly“be­kannt. Der Adolf-Grim­me-Preis­trä­ger spielt in Fern­seh­kri­mis wie „Po­li­zei­ruf 110“und „Tat­ort“.

Da­ni­el Rad­clif­fe (27), der mit den „Har­ry Pot­ter“-Fil­men welt­be­rühmt wur­de, wird bald als An­ti-Apart­heid-Kämp­fer zu se­hen sein. Der Bri­te spielt die Haupt­rol­le in dem Thril­ler „Escape from Pre­to­ria“, der die wah­ren Er­leb­nis­se des Süd­afri­ka­ners Tim Jen­kin er­zählt, wie die Pro­du­zen­ten in Cannes be­kannt­ga­ben. Jen­kin hat­te we­gen sei­nes Kamp­fes ge­gen die Ras­sen­tren­nung im Ge­fäng­nis ge­ses­sen und war dort 1979 aus­ge­bro­chen. Der heu­te 68-jäh­ri­ge Jen­kin war zu zwölf Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den, weil er mit Flug­blät­tern für den da­mals ver­bo­te­nen Afri­ka­ni­schen Na­tio­nal­kon­gress (ANC) ge­wor­ben hat­te. Er wur­de ins Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis von Pre­to­ria ge­sperrt. Von dort ge­lang ihm mit sei­nem Freund Ste­phen Lee 1979 auf spek­ta­ku­lä­re Wei­se die Flucht.

Da­ni­el Rad­clif­fe spielt die Haupt­rol­le in dem Thril­ler „Escape from Pre­to­ria“Fo­to: AFP

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