Ein Hauch von Bay­watch

Raf­fi­nier­te Ein­tei­ler kon­kur­rie­ren mit ro­man­ti­schen „Lie­ge-Bi­ki­nis“

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL - Mag

Die­ser Ba­de-Som­mer steht im Zei­chen des Re­vi­vals der Kult­se­rie „Bay­watch“. Ein Hol­ly­wood­film kommt im Ju­ni in die Ki­nos. Aber auch am Pool, am Strand und am Ba­de­see in Deutsch­land soll­te nach An­sicht von Mo­de­ex­per­ten zu­min­dest ein Hauch von „Bay­watch“zu se­hen sein – denn der ro­te Ba­de­an­zug er­lebt ein Come­back. Aber Ein­tei­ler sol­len auch in an­de­ren Far­ben, vor in al­lem Blau, ganz groß her­aus­kom­men. „Wir wer­den ihn ver­mehrt auch bei jün­ge­ren Frau­en se­hen, die bis­her im­mer zum Zwei­tei­ler ge­grif­fen ha­ben“, ist Cil­ly Has­sen­mei­er, Ge­schäfts­füh­re­rin ei­nes Ba­de­mo­de-Ge­schäf­tes in Min­den, über­zeugt. Wer dar­aus schließt, dass die Frei­zü­gig­keit bei der Ba­de­mo­de da­mit ein En­de hat, irrt frei­lich. „Der Bein­aus­schnitt ist hoch, der Rü­cken tief. Sehr se­xy“, er­läu­tert De­si­gne­rin Ka­trin Reck­ten­wald aus Ess­lin­gen am Neckar Ei­gen­hei­ten, die vie­le der Ein­tei­ler aus­zeich­nen. War­um soll­te man da zu­grei­fen? Klei­ne­re Frau­en kön­nen da­mit ein we­nig grö­ßer wir­ken. „So­wohl der tie­fe Rü­cken als auch der ho­he Bein­aus­schnitt stre­cken op­tisch“, sagt Reck­ten­wald. Al­ler­dings wird so auch ein brei­ter Rü­cken be­tont. „Vor­teil­haf­ter sind da pfif­fi­ge Rü­cken­lö­sun­gen mit über­kreuz­ten Schnü­run­gen“, rät Has­sen­mei­er. Na­tür­lich er­freut sich auch der Bi­ki­ni wei­ter­hin gro­ßer Be­liebt­heit. Wäh­rend ver­gan­ge­nes Jahr noch spor­ti­ve Mo­del­le das Bild be­stimm­ten, sind die neu­en Krea­tio­nen eher ro­man­tisch ver­spielt. „Da ha­ben wir vie­le Rü­schen und Vo­lants, ger­ne in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem Car­men-Aus­schnitt“, be­rich­tet Reck- ten­wald. Oft sit­zen die Trä­ger nicht mehr auf den Schul­tern, son­dern un­ter­halb des Schul­ter­ge­lenks. An Stoff wird frei­lich auch hier nicht ge­spart – zum Vor­teil vie­ler Frau­en. Denn die Raf­fun­gen ka­schie­ren das ei­ne oder an­de­re Pöls­ter­chen und ge­ben klei­ne­ren Brüs­ten op­tisch mehr Vo­lu­men. Ent­schei­dend ist al­ler­dings, wo Raf­fun­gen und Rü­schen plat­ziert sind. So sagt Reck­ten­wald: „Wer ei­nen gro­ßen Bu­sen hat oder den Po nicht be­to­nen möch­te, soll­te dort von Dra­pie­run­gen ab­se­hen.“Für Frau­en, de­nen es vor al­lem auf die sport­li­che Be­tä­ti­gung an­kommt, sei­en die­se Ober­tei­le eher un­prak­tisch. „Lie­ge-Bi­ki­ni wä­re ei­ne tref­fen­de Be­schrei­bung“,

Ho­he Bein­aus­schnit­te stre­cken op­tisch

sagt Reck­ten­wald. Das trifft auch auf die Ban­de­aus zu, die im Han­del wei­ter­hin ei­ne gro­ße Rol­le spie­len. „Sie gibt es so­wohl mit In­nen­bü­geln als auch mit Scha­len“, sagt Mi­ri­am Herr­mann, Ba­de­mo­den­de­si­gne­rin aus Bran­nen­burg. Bei den Bi­ki­ni-Hö­schen sticht ei­ne Va­ri­an­te ins Au­ge – die hüft­ho­he Tail­len­ho­se. Oft hat sie ei­nen um­klapp­ba­ren Bund. So er­rei­chen die Son­nen­strah­len beim Son­nen­ba­den et­was mehr Haut, be­rich­tet Alex­an­dra von Richt­ho­fen, Re­dak­teu­rin der Zeit­schrift „Tex­til­wirt­schaft“. Zum Schwim­men wird der naht­lo­se Bund hoch­ge­klappt oder -ge­rollt. Für Frau­en, die klei­ne Hüft­pols­ter ver­ste­cken wol­len, sei­en die­se Ho­sen op­ti­mal.

Mo­dell: Sun­flair / Fo­to: mag

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.