Gut ver­si­chert ins neue Le­ben

Ver­si­che­rungs­pro­fi gibt Tipps für Hei­rats­paa­re / Ist die Le­bens­ver­si­che­rung ein­deu­tig ge­re­gelt?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT -

T ra­di­tio­nell wer­den im Won­ne­mo­nat Mai be­son­ders vie­le Ehen ge­schlos­sen. Da­nach ste­hen auch ei­ni­ge ganz un­ro­man­ti­sche Än­de­run­gen an – die frisch ge­ba­cke­nen Braut­leu­te wer­den et­wa in neue, güns­ti­ge­re Steu­er­klas­sen ein­ge­stuft. Wer sich das Ja­wort ge­ge­ben hat und in ei­ne ge­mein­sa­me Woh­nung zieht, soll­te auch den Ver­si­che­rungs­ord­ner her­aus­ho­len: Ei­ni­ge Po­li­cen wer­den ent­behr­lich, an­de­re er­for­dern nach der Hoch­zeit ein Up­date.

„Wenn zwei Haus­rat­po­li­cen bei un­ter­schied­li­chen Ver­si­che­rern be­ste­hen, kann man die Po­li­cen zum Ter­min des Zu­sam­men­zugs zu­sam­men­le­gen“, er­läu­tert Ed­gar Sch­mitt von den Er­go Di­rekt Ver­si­che­run­gen. Da­bei bleibt die Po­li­ce mit dem äl­te­ren Recht be­ste­hen, der zwei­te Ver­trag wird auf­ge­löst. Man soll­te aber un­be­dingt ei­ne Un­ter­ver­si­che­rung ver­mei­den.

„Als Faust­re­gel gilt ei­ne Ver­si­che­rungs­sum­me von 600 bis 650 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che“, be­tont Sch­mitt.

Be­sitzt ei­ner der bei­den Braut­leu­te ei­ne pri­va­te Haft­pflicht, so ist in der Re­gel der Ehe­part­ner nach der Hoch­zeit au­to­ma­tisch in den Ver­trag ein­ge­schlos­sen.

Es sei denn, es han­delt sich um ei­ne Sing­le­ver­si­che­rung, dann muss die­ser Ver­trag ge­än­dert wer­den. Ver­fü­gen bei­de Part­ner vor dem Zu­sam­men­zie­hen über ei­ne pri­va­te Haft­pflicht, gilt ana­log zur Haus­rat­ver­si­che­rung: Den jün­ge­ren Ver­trag kann man dann auf­he­ben.

Spä­tes­tens mit der Hoch­zeit soll­ten sich Paa­re ge­gen­sei­tig ab­si­chern und beim Vor­han­den­sein von Le­bens­ver­si­che­run­gen den Part­ner als Be­zugs­be­rech­tig­ten ein­set­zen. „Ganz be­son­ders wich­tig ist ein Check der Le­bens­ver­si­che­rung im Hin­blick auf die Be­güns­tig­ten, wenn es sich be­reits um den zwei­ten Start in die Ehe han­delt“, so Ed­gar Sch­mitt. „Das gilt vor al­lem dann, wenn Kin­der im Spiel sind.“Spä­te­re Erb­strei­tig­kei- ten sei­en so ver­meid­bar. Egal ob ein Paar mit oder oh­ne Trau­schein zu­sam­men­zieht: Der Wech­sel in ei­ne ge­mein­sa­me Woh­nung kann sich ei­ne gan­ze Wei­le hin­zie­hen.

Ed­gar Sch­mitt von den Er­go Di­rekt Ver­si­che­run­gen er­klärt: „Wäh­rend des Um­zugs gilt ei­ne Haus­rat­po­li­ce gleich­zei­tig für bei­de Woh­nun­gen, so­fern auch der neue Wohn­ort in Deutsch­land liegt.“Spä­tes­tens zwei Mo­na­te nach Be­ginn des Um­zugs sei dann aber nur noch das neue Zu­hau­se ge­schützt.

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