„Für mich hat sich ein Traum er­füllt“

Der SONN­TAG im Ge­spräch mit Ke­gel-Welt­meis­te­rin Sas­kia Seitz aus Det­ten­heim

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT -

Die deut­schen Sport­keg­le­rin­nen sind bei den Heim-Ti­tel­kämp­fen im Det­ten­hei­mer Orts­teil Lie­dols­heim neu­er Mann­schafts-Welt­meis­ter ge­wor­den. In ei­nem dra­ma­ti­schen Fi­na­le vor rund 800 Zu­schau­ern in der rest­los aus­ver­kauf­ten Pes­ta­loz­zi-Sport­hal­le ent­zau­ber­ten die deut­schen Keg­le­rin­nen den Ti­tel­ver­tei­di­ger und ho­hen Fa­vo­ri­ten Kroa­ti­en um Welt­re­kord­le­rin Ines Ma­ri­cic in der Ver­län­ge­rung, dem „Sud­den Vic­to­ry“und hol­ten „Gold“nach Deutsch­land. Mit ver­ant­wort­lich für den deut­schen Er­folg war Lo­kal­ma­ta­do­rin Sas­kia Seitz vom KV Lie­dols­heim. Für die 28-Jäh­ri­ge ist mit die­sem Ti­tel­ge­winn „ein Traum in Er­fül­lung ge­gan­gen“, wie sie im In­ter­view mit dem SONN­TAG sag­te.

Das war na­tür­lich der Wahn­sinn pur. Schon, dass wir die­se Ver­län­ge­rung über­haupt er­reicht ha­ben, war sen­sa­tio­nell. Und dann ha­ben Da­nie­la und ich ver­sucht, mit un­se­ren drei Wür­fen ein­fach die Ke­gel zu tref­fen, wo­bei ich nicht ein­mal mehr ge­nau weiß, wie viel Holz ich da ge­ke­gelt ha­be. Dann ha­be ich auf die An­zei­gen­ta­fel ge­schaut und ha­be ge­se­hen, dass wir den „Sud­den Vic­to­ry“mit 45:39 ge­won­nen hat­ten. Wir wa­ren Welt­meis­ter und ich konn­te nur noch heu­len. Das stimmt. Wir wa­ren zu Be­ginn des Tur­niers si­cher nicht die bes­te Mann­schaft. Aber wir ha­ben uns dann ei­gent­lich von Spiel zu Spiel ge­stei­gert und uns durch un­se­ren Wil­len so stark nach vor­ne ge­kämpft, dass wir das Fi­na­le er­reich­ten. Dort ha­ben wir recht­zei­tig un­se­re bes­te Leis­tung ab­ru­fen kön­nen.

„Wir wa­ren ein Wahn­sinns­team“

Das wird man se­hen, wie sich die Zeit er­gibt. Wenn die Leis­tung passt, klar dann möch­te ich schon ger­ne da­bei sein. Aber schau’n mer mal... Ein­zel-Welt­meis­te­rin wä­re na­tür­lich ein Rie­sen­ding, aber jetzt ge­nie­ße ich den Ti­tel ei­ner Mann­schafts-Welt­meis­te­rin, denn das ist auch schon et­was ganz Be­son­de­res. Und den kann uns nie­mand mehr neh­men.

Glück­li­che Welt­meis­te­rin: Die 28-jäh­ri­ge Sas­kia Seitz vom KV Lie­dols­heim ge­hör­te mit zum deut­schen Frau­en­team, das im Det­ten­hei­mer Orts­teil die WM-Tro­phäe hol­te. Va­ter Ha­rald Seitz, der WM-Or­ga­ni­sa­tor, freut sich mit. Fo­to: GES/Gil­li­ar

die al­les ent­schei­den. Was geht ei­nem denn da durch den Kopf?

Die deut­sche Mann­schaft galt zwar als Mit­fa­vo­rit bei der Heim-WM, aber zu Be­ginn der Kon­kur­renz sah es nicht da­nach aus, als ob der Ti­tel tat­säch­lich in Deutsch­land blei­ben wür­de. Da wa­ren ei­ni­ge ganz schön en­ge Spie­le da­bei…

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