Russ­land siegt im Con­fed-Cup

Con­fed-Cup: Gast­ge­ber Russ­land schlägt Au­ßen­sei­ter Neu­see­land mit 2:0

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE - Jür­gen Ze­lus­tek

Gast­ge­ber Russ­land ist er­folg­reich in den Con­fe­de­ra­ti­ons Cup im Fuß­ball ge­star­tet. Das Team setz­te sich im Er­öff­nungs­spiel in St. Pe­ters­burg ge­gen den Ozea­ni­en­meis­ter Neu­see­land mit 2:0 durch. Vor dem Spiel hat­te Staats­prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin ei­ne kur­ze Re­de ge­hal­ten, wäh­rend die Spie­ler schon auf dem Ra­sen stan­den. Der Con­fe­de­ra­ti­ons Cup gilt als Ge­ne­ral­pro­be für die WM 2018. Der am­tie­ren­de Ti­tel­trä­ger Deutsch­land greift am Mon­tag um 17 Uhr ins Ge­sche­hen ein. Ers­ter Geg­ner ist Aus­tra­li­en. Bis auf Tor­hü­ter Bernd Le­no steht noch nicht fest, wen Bun­des­trai­ner Jo­gi Löw für sei­ne Elf no­mi­niert. Heu­te gibt es zwei Spie­le im Con­fed-Cup.

Gast­ge­ber Russ­land hat beim Con­fe­dCup-Start mit viel Mü­he sei­ne Pflicht­auf­la­ge er­le­digt und den ers­ten Schritt Rich­tung Halb­fi­na­le ge­macht. Zum Auf­takt der Mi­ni-WM ge­wann die Sbor­na­ja nach ei­ner glanz­lo­sen Vor­stel­lung ge­gen Au­ßen­sei­ter Neu­see­land 2:0 (1:0) und setz­te sich da­mit zu­nächst an die Spit­ze der Grup­pe A. In St. Pe­ters­burg er­ziel­ten Mi­cha­el Bo­xall per Ei­gen­tor (31.) und Fjo­dor Smo­low (69.) die Tref­fer für den WM-Gast­ge­ber von 2018. Die Rus­sen tref­fen in ih­rem zwei­ten Spiel am kom­men­den Mitt­woch auf Eu­ro­pa­meis­ter Por­tu­gal mit Welt­fuß­bal­ler Cris­tia­no Ro­nal­do, ehe zum Grup­pen­ab­schluss am 24. Ju­ni Me­xi­ko mit Bay­er Le­ver­ku­sens Tor­jä­ger Ja­vier „Chicha­ri­to“Her­nan­dez auf das Team von Trai­ner Sta­nislaw Tschertsches­sow war­tet. Nur die ers­ten bei­den Teams qua­li­fi­zie- ren sich für die Vor­schluss­run­de. Vor dem An­pfiff hat­te der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin in sei­ner Er­öff­nungs­re­de für den Con­fed Cup und die WM-End­run­de im kom­men­den Som­mer „ein of­fe­nes Russ­land“und ei­nen „Tri­umph des Sports“an­ge­kün­digt. Fifa-Prä­si­dent Gi­an­ni In­fan­ti­no sprach an­schlie­ßend von ei­nem gast­freund­li­chen und herz­li­chen Land, „in dem wir den bes­ten Fuß­ball al­ler Zei­ten er­le­ben wer­den“. Vor nur 50 251 Zu­schau­ern in der 69 000 Be­su­cher fas­sen­den pom­pö­sen Gaz­prom Are­na konn­ten die Rus­sen ein Jahr nach dem bla­ma­blen Vor­run­den-Aus bei EM in Frank­reich die­se Ein­schät­zung nicht be­stä­ti­gen. Sie wa­ren zwar durch­weg ton­an­ge­bend, konn­ten spie­le­risch aber nicht über­zeu­gen. Vor reich­lich Fuß­ball-Pro­mi­nenz auf den Rän­gen, dar­un­ter Bra­si­li­ens Le­gen­de Pelé, hat­te Wik­tor Wa­sin in der sieb­ten Mi­nu­te die ers­te gro­ße Chan­ce für Russ­land. Per Flug­kopf­ball schei­ter­te der Ab­wehr­spie­ler aber am In­nen­pfos­ten. An­schlie­ßend muss­te Mi­cha­el McG­lin­chey in höchs­ter Not für den Ozea­ni­en­meis­ter klä­ren. In der 15. Mi­nu­te hät­te ei­gent­lich der Vi­deo­as­sis­tent, der erst­mals auf solch gro­ßer Büh­ne im Ein­satz war, für Klar­heit sor­gen müs­sen. Nach ei­nem Foul von Neu­see­lands Tor­wart Stefan Ma­ri­no­vic von Dritt­li­ga-Auf­stei­ger Spvgg Un­ter­ha­ching an Di­mi­tri Po­loz im Straf­raum ließ der ko­lum­bia­ni­sche Un­par­tei­ische Wil­mar Rold­an wei­ter­spie­len. Für den Vi­deo-Re­fe­ree war die Si­tua­ti­on aber wohl nicht ein­deu­tig ge­nug, so­dass er nicht ein­griff. Die bes­te Mög­lich­keit der All Whi­tes vor der Pau­se hat­te En­g­lan­dLe­gio­när Chris Wood in der 22. Mi­nu­te, als er aus 18 Me­tern knapp das Ziel ver­fehl­te. Neun Mi­nu­ten spä­ter mach­te es De­nis Gluscha­kow bes­ser, der den Ball über den her­aus­stür­men­den Ma­ri­no­vic Rich­tung Tor lupf­te. Im Ge­wühl vor der Tor­li­nie hat­ten aber auch noch zwei Ab­wehr­spie­ler der Ki­wis ih­re Fü­ße im Spiel, Bo­xall war als Letz­ter am Ball. Auch nach der Pau­se war Russ­land op­tisch über­le­gen. Im Ab­schluss war das Team des frü­he­ren Dresd­ner Tor­warts Tschertsches­sow aber bis zum zwei­ten Tref­fer von Russ­lands Tor­schüt­zen­kö­nig Smo­low viel zu harm­los. In der Schluss­pha­se ver­gab Neu­see­land durch Tom­my Smith noch ei­ne her­vor­ra­gen­de Ge­le­gen­heit.

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Fo­to: AFP

Kein Kind von Trau­rig­keit: Der rus­si­sche Ver­tei­di­ger Gior­gi Dz­hi­ki­ja ist bei der Wahl sei­ner Mit­tel im Zwei­kampf mit dem Neu­see­län­der Chris Wood (wei­ßes Tri­kot) nicht ge­ra­de zim­per­lich. Am En­de tri­um­phier­te die rus­si­sche Mann­schaft zum Auf­takt des Con­fed-Cups ges­tern mit 2:0 ge­gen die „Ki­wis“.

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