Nur für ge­la­de­ne Gäs­te

To­ten­mes­se im Speye­rer Dom für Alt-Kanz­ler Hel­mut Kohl

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite -

An der To­ten­mes­se für Alt-Kanz­ler Hel­mut Kohl im Speye­rer Dom am 1. Ju­li dür­fen nur ge­la­de­ne Gäs­te teil­neh­men. Aus­schlag­ge­bend sei­en Si­cher­heits­grün­de, teil­te das Bis­tum Spey­er mit. Die „Bild am Sonn­tag“hat­te zu­nächst be­rich­tet, dass ei­ne öf­fent­lich zu­gäng­li­che To­ten­mes­se im Dom ge­plant sei. Ins­ge­samt er­stre­cken sich die von Trans­por­ten un­ter­bro­che­nen Trau­er­fei­er­lich­kei­ten für Kohl, zu de­nen auch der Trau­er­akt im EU-Par­la­ment in Straß­burg ge­hört, am 1. Ju­li über knapp zehn Stun­den. Vor­ge­se­hen ist, dass der Trau­er­akt in Straß­burg von 11 bis 13 Uhr dau­ert. Um 14 Uhr wird der Sarg mit ei­nem Hub­schrau­ber der Bun­des­po­li­zei nach Deutsch­land ge­bracht. Im Dom von Spey­er soll um 18 Uhr die ein­ein­halb Stun­den dau­ern­de To­ten­mes­se be­gin­nen. Das Re­qui­em für Kohl wird im Fern­se­hen und auf ei­nem Groß­bild­schirm im süd­li­chen Dom­gar­ten über­tra­gen. Dort gibt es nach An­ga­ben des Bis­tums rund 3 000 Steh­plät­ze für In­ter­es­sier­te. An­mel­den muss man sich nicht – aber recht­zei­tig da sein. „So­bald die ma­xi­ma­le Teil­neh­mer­zahl er­reicht ist, wer­den die Zu­gän­ge zum Dom­gar­ten nicht mehr pas­sier­bar sein“, teil­te das Bis­tum mit. Klapp­stüh­le und an­de­re Sitz­ge­le­gen­hei­ten sind aus Si­cher­heits­grün­den ver­bo­ten. Der Prä­si­dent des Bun­des­ar­chivs, Micha­el Holl­mann, hat die Wit­we des ver­stor­be­nen CDU-Alt­kanz­lers Hel­mut Kohl ei­nem Zei- tungs­be­richt zu­fol­ge schrift­lich ge­be­ten, Do­ku­men­te aus der Zeit von Kohls Tä­tig­keit her­aus­zu­ge­ben. Tes­ta­men­ta­risch hat Kohl of­fen­bar ver­fügt, dass Mai­ke Kohl-Rich­ter über Ver­bleib und Nut­zung der in sei­nem Be­sitz be­find­li­chen Ak­ten, Auf­zeich­nun­gen, No­ti­zen und Pa­pie­re ver­fü­gen sol­le. Die meis­ten Deut­schen leh­nen ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge die Um­be­nen­nung ei­nes Plat­zes oder ei­ner Stra­ße in ih­rem Hei­mat­ort zu Eh­ren von Hel­mut Kohl ab. Le­dig­lich 34 Pro­zent sei­en für ei­ne Um­be­nen­nung zu Eh­ren des ver­stor­be­nen Alt-Kanz­lers, er­gab ei­ne re­prä­sen­ta­ti­ve Em­nid-Um­fra­ge für den „Fo­cus“. 56 Pro­zent lehn­ten ei­ne Um­be­nen­nung ab, zehn Pro­zent äu­ßer­ten sich un­ent­schie­den.

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