De­mons­tra­ti­on der Stär­ke

For­mel 1: Mer­ce­des-Star Ha­mil­ton holt in Ba­ku sei­ne 66. Po­le-Po­si­ti­on

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Mar­co Hei­bel

Fer­ra­ri-Pi­lot Se­bas­ti­an Vet­tel droht im WM-Kampf ge­gen Mer­ce­des-Star Le­wis Ha­mil­ton der nächs­te Rück­schlag. Wäh­rend der Bri­te nach ei­ner De­mons­tra­ti­on der Stär­ke beim Gro­ßen Preis von Aser­bai­dschan in Ba­ku sei­ne 66. Po­le-Po­si­ti­on ein­fuhr, setz­te sich das durch­wach­se­ne Wo­che­n­en­de von WM-Spit­zen­rei­ter Vet­tel mit Rang vier im Qua­li­fy­ing fort. Bei die­sem Ziel­ein­lauf im heu­ti­gen Ren­nen (15 Uhr/RTL) wür­de der Hep­pen­hei­mer die WM-Füh­rung erst­mals in der Sai­son an den Bri­ten ver­lie­ren. „Der letz­te Sek­tor war nicht so gut, wie er hät­te sein kön­nen“, sag­te ein ent­täusch­ter Vet­tel bei Sky: „Ich war wie je­der über­rascht, was Mer­ce­des noch drauf­pa­cken konn­te. Un­ser Au­to wird ziem­lich viel Po­ten­zi­al im Ren­nen ha­ben. Das hilft aber nicht, wenn man beim Start zu weit hin­ten steht.“Nach­dem an sei­nem Fer­ra­ri we­gen ei­nes Hy­drau­lik­pro­blems vor dem Qua­li­fy­ing ei­lig ein al­ter Mo­tor ein­ge­setzt wor­den war, fuhr der Hep­pen­hei­mer sei­ne bes­te Run­de fast 1,3 Se­kun­den lang­sa­mer als Ha­mil­ton (1:40,593 Mi­nu­ten). Un­ge­ach­tet des­sen hat der vier­ma­li­ge Welt­meis­ter ein kla­res Be­kennt­nis zu Fer­ra­ri ab­ge­ge­ben. Ei­ne Ver­län­ge­rung sei­nes aus­lau­fen­den Ver­trags ist dem­nach nur ei­ne Fra­ge der Zeit. „Ich bin glück­lich bei Fer­ra­ri. Es wird kei­ne gro­ßen Über­ra­schun­gen ge­ben“, sag­te der WM-Spit­zen­rei­ter der Gaz­zet­ta del­lo Sport am Ran­de des Gro­ßen Prei­ses von Aser­bai­dschan. Al­ler­dings ha­be er „kei­ne Ei­le“, führ­te der Hep­pen­hei­mer aus. „Es ist ja nicht so, dass wir ab­war­ten, um zu gu­cken, wie es wei­ter läuft oder ich hin­ge­hal­ten wer­de. Das Ta­ges­ge­schäft ist ein­fach wich­ti­ger“, sag­te Vet­tel der Bild-Zei­tung. Nach dem star­ken Sai­son­start mit drei Sie­gen aus den ers­ten sie­ben Ren­nen hat­te Fer­ra­ri-Kon­zern­chef Ser­gio Mar­chion­ne sei­nem Star-Pi­lo­ten, der 2015 zur Scu­de­ria kam, ei­nen Ver­trag auf Le­bens­zeit an­ge­bo­ten. Zwi­schen die bei­den gro­ßen WM-An­wär­ter Ha­mil­ton und Vet­tel scho­ben sich in Ba­ku noch Ha­mil­tons Team­kol­le­ge Valt­te­ri Bot­tas und des­sen fin­ni­scher Lands­mann Ki­mi Räik­kö­nen im zwei­ten Fer­ra­ri. Red-Bull-Pi­lot Max Ver­stap­pen, der bei­de Frei­tags­trai­nings do­mi­niert hat­te, geht von Rang fünf ins Ren­nen. „Das war ei­ne mei­ner auf­re­gends­ten Run­den des Jah­res. Es war al­les oder nichts“, sag­te Ha­mil­ton, der am Frei­tag noch mas­si­ve Pro­ble­me mit sei­nen Rei­fen hat­te: „Ich bin sehr glück­lich, ich ha­be mich hier Stück für Stück ge­stei­gert.“Da­mit ist der 32-Jäh­ri­ge der ers­te Sieg­an­wär­ter auf dem schnells­ten Stadt­kurs der Welt. Ba­ku ist die ein­zi­ge Stre­cke im ak­tu­el­len Renn­ka­len­der, auf der Ha­mil­ton noch oh­ne Er­folg ist. Im Ge­gen­satz zu Vet­tel, der erst­mals in der Sai­son zu kei­ner Zeit mit der Spit­ze mit­hal­ten konn­te, stei­ger­te sich Ha­mil­ton nach schwa­chen Trai­nings­leis­tun­gen zur rech­ten Zeit. „Das war echt ei­ne Ham­mer­run­de“, sag­te Mer­ce­des-Mo­tor­sport­chef To­to Wolff, warn­te aber: „Die Fer­ra­ri sind un­mit­tel­bar hin­ter uns, auch Red Bull ist gut da­bei. Das kann ein Drei­kampf wer­den.“Re­nault-Pi­lot Ni­co Hül­ken­berg kam auch we­gen ei­nes Elek­tro­nik­pro­blems nicht über Start­platz 13 hin­aus. Pas­cal Wehr­lein geht im un­ter­le­ge­nen Sau­ber di­rekt da­hin­ter vom be­acht­li­chen 14. Rang ins Ren­nen.

Vet­tel nur Vier­ter – aber Be­kennt­nis zu Fer­ra­ri

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