Auf Kurs – dank Staf­fel und Krau­se

Team-EM: DLV-Aus­wahl Rich­tung drit­ten Ti­tel

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Sid

Trotz ei­ner über­ra­schen­den Nie­der­la­ge von Speer­wurf-Olym­pia­sie­ger Tho­mas Röh­ler steu­ern die deut­schen Leicht­ath­le­ten bei der Team-EM in Lil­le ih­rem drit­ten Ti­tel nach 2009 und 2014 ent­ge­gen. Nach zwei Ta­ges­sie­gen durch Hin­der­nis-Ass Ge­sa Fe­li­ci­tas Krau­se und die Sprint­staf­fel der Frau­en liegt die Ver­tre­tung des Deut­schen Leicht­ath­le­tik-Ver­ban­des (DLBV) nach dem ers­ten Tag in Nord­frank­reich mit 166 Punk­ten klar vor Po­len (150,5) in Füh­rung und hat heu­te noch hei­ße Ei­sen im Feu­er. Da­bei lie­fer­te Röh­ler, der zu Sai­son­be­ginn den deut­schen Re­kord auf über­ra­gen­de 93,90 Me­ter ge­stei­gert hat­te, bei schwie­ri­gen Be­din­gun­gen sei­nen schwächs­ten Sai­son­wett­kampf ab und muss­te sich mit 84,22 Me­ter und Rang drei be­gnü­gen. Vor dem Thü­rin­ger la­gen der Tsche­che Ja­kub Vad­le­jch (87,95) und der Grie­che Io­an­nis Ki­ria­zis (86,33). Über 3 000 Me­ter Hin­der­nis ließ hin­ge­gen die WM-Drit­te Krau­se der Kon­kur­renz nicht den Hauch ei­ner Chan­ce und fuhr als So­lis­tin in 9:27,02 Mi­nu­ten mit mehr als 17 Se­kun­den Vor­sprung auf die Bri­tin Len­nie Wai­te (9:43,33) die ma­xi­mal mög­li­chen elf Punk­te ein. „Heu­te war es groß­ar­tig. Ich bin sehr glück­lich, denn ver­gan­ge­ne Wo­che lief es in Os­lo so gar nicht“, sag­te Krau­se, die bei der Dia­mond Le­ague in Nor­we­gens Haupt­stadt auf­ge­ge­ben hat­te. Für den zwei­ten deut­schen Sieg sorg­te die 4×100-Me­ter-Staf­fel der Frau­en, die an­ge­führt von Nach­wuchs-Ass Gi­na Lü­ckenk­em­per in star­ken 42,47 Se­kun­den vor­ne lag. Die 20-Jäh­ri­ge hat­te zu­vor schon im 100-Me­terSo­lo-Sprint als Zwei­te (11,35) über­zeugt. Im Ku­gel­sto­ßen kam der zwei­ma­li­ge Welt­meis­ter Da­vid Storl mit Sai­son­best­leis­tung (21,23 Me­ter) auf Rang zwei hin­ter To­mas Sta­n­ek (21,63/Tsche­chi­en). Wei­te­re zwei­te Plät­ze für das DLV-Team und da­mit je zehn Punk­te hol­ten über 100 Me­ter Ju­li­an Reus (10,27 Se­kun­den), der zu­dem mit der Män­ner-Staf­fel Zwei­ter wur­de (38,30), Dis­kus­wer­fe­rin Na­di­ne Mül­ler (62,57 Me­ter), Drei­sprin­ge­rin Kris­tin Gie­risch (14,13 Me­ter) so­wie über 3 000 Me­ter Han­na Klein (9:01,64 Mi­nu­ten). Um das er­sehn­te Du­ell per­fekt zu ma­chen, muss­ten bei­de aber hart ar­bei­ten. Vor al­lem Zverev wur­de ge­gen Gas­quet wie schon am Tag zu­vor im Vier­tel­fi­na­le vom Spa­nier Ro­ber­to Bau­tis­ta Agut stark ge­for­dert. Al­ler­dings war ihm die Mü­dig­keit nach die­sem Ma­ra­thon-Match nicht an­zu­mer­ken. Der 20Jäh­ri­ge be­gann druck­voll und nahm Gas­quet schnell den Auf­schlag ab. Doch der Fran­zo­se blieb da­von un­be­ein­druckt und schaff­te prompt das Re­break. Es war der ers­te Auf­schlag­ver­lust von Zverev im ge­sam­ten Tur­nier. Die deut­sche Num­mer eins blieb da­nach zwar do­mi­nant, Gas­quet brach­te ihn aber im­mer wie­der mit sei­ner star­ken Rück­hand in

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.