Gän­se­h­aut­ge­fühl in Le Mans

Mar­vin Di­enst (MSC Wein­gar­ten) Klas­sen­sechs­ter beim 24-Stun­den-Ren­nen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Man­fred Spitz

Mar­vin Di­enst vom MSC Wein­gar­ten hat es ge­schafft. Bei sei­ner Pre­mie­re bei den 24 Stun­den von Le Mans (Frank­reich) er­reich­te der Roo­kie (Neu­ein­stei­ger) aus dem Demp­sey Pro­ton Ra­c­in­gTeam in der GTE-Am-Klas­se (15 Star­ter) als Sechs­ter das Ziel. Im Ge­samt­klas­se­ment lan­de­te der 20-jäh­ri­ge Lam­pert­hei­mer im Por­sche 911 RSR auf Rang 35 (60 Star­ter). „Ich kom­me aus dem Stau­en nicht mehr her­aus. Es ist ein un­glaub­li­ches Ge­fühl, Teil die­ses Events zu sein. Jetzt weiß ich, war­um es ei­nes der größ­ten Au­to­ren­nen der Welt ist“, fass­te Mar­vin Di­enst sei­ne Ein­drü­cke zu­sam­men. Und nach die­sem Er­leb­nis war für ihn klar: Er möch­te auch 2018 in Le Mans da­bei sein.

Tipps von TV-Star Patrick Demp­sey

An den Start ging Mar­vin Di­enst mit sei­nen aus der Langstre­cken-Welt­meis­ter­schaft (World En­duran­ce Cham­pi­ons­hip/ WEC) be­kann­ten Fah­rer­kol­le­gen Chris­ti­an Ried (Schö­ne­burg) und Mat­teo Cai­ro­li (Ita­li­en). Die 24 Stun­den von Le Mans zähl­ten auch zur Meis­ter­schaft und ei­ne Ziel­an­kunft wur­de mit dop­pel­ten Punk­ten be­lohnt. Be­reits in den Zeit­trai­nings zeig­te das Team sei­ne Mög­lich­kei­ten. Als bes­ter Por­sche in der Klas­se GTE-Am eta­blier­te sich das Trio in den Top-Fünf. Mehr als 200 000 Zu­schau­er ver­folg­ten dann das Ge­sche­hen auf dem Cir­cuit de la Sarthe und feu­er­ten die Fah­rer, dar­un­ter 19 ehe­ma­li­ge For­mel-1-Pi­lo­ten, an. Der Demp­sey-Pro­ton-Por­sche lief zu­nächst wie ein Uhr­werk. Mar­vin Di­enst misch­te in den Po­de­strän­gen mit. Doch am frü­hen Sonn­tag­mor­gen gab es Ge­trie­be­pro­ble­me. „An der Box ha­ben die Mecha­ni­ker ei­nen tol­len Job ge­leis­tet. Nach zehn Mi­nu­ten war das Au­to wie­der auf der Stre­cke. Trotz­dem hat­ten wir viel Bo­den ver­lo­ren“, er­klär­te der deut­sche For­mel-4-Meis­ter von 2015, der 2016 ins ADAC GT Mas­ters wech­sel­te und 2017 in der WEC de­bü­tier­te. Bis kurz vor dem Ziel kämpf­te sich das Trio wie­der nach vor­ne. Mar­vin Di­enst durf­te dann bei sei­nem ers­ten Start in Le Mans die Schluss­pha­se in An­griff neh­men – und sah als Sechs­ter die Ziel­flag­ge. Be­son­de­re Un­ter­stüt­zung be­kam das Team aus der Box. US-Schau­spie­ler Patrick Demp­sey (war das Wer­be­ge­sicht für L’Ore­al und Ver­sace), der 2003 sei­nen ei­ge­nen Renn­stall grün­de­te, fie­ber­te die ge­sam­ten 24 Stun­den mit. „Patrick ist echt ein coo­ler Typ. Sei­ne Tipps wa­ren sehr hilf­reich und sein Sup­port ein Ansporn für uns. Ihm gilt eben­so gro­ßer Dank, wie der ge­sam­ten Mann­schaft“, so Mar­vin Di­enst. Demp­sey (51) selbst be­stritt zwi­schen 2009 und 2015 über 60 Ren­nen. 2015 war er Klas­sen-Zwei­ter in Le Mans. Auf Mar­vin Di­enst war­tet nun vom 14. bis 16. Ju­li das nächs­te High­light. Die „6 Stun­den vom Nür­burg­ring“, zugleich vier­ter Lauf der WEC. Den Kurs kennt der Pi­lot des MSC Wein­gar­ten aus dem Eff­eff und möch­te bei der letz­ten Eu­ro­pa-Sta­ti­on der Langstre­ckenWM 2017 wie­der über­zeu­gen. In der Ge­sam­twer­tung be­legt das Team ak­tu­ell den zwei­ten Rang in der Klas­se.

Fie­ber­te 24 Stun­den mit: Hol­ly­wood-Star und Renn­stall­be­sit­zer Patrick Demp­sey (Mit­te) war sicht­lich zu­frie­den mit dem Le Mans-De­büt von Mar­vin Di­enst (links da­ne­ben) im Demp­sey Pro­ton Ra­c­ing-Teams. Be­kannt wur­de Demp­sey durch die Rol­le des Dr. Derek She­pherd in der Fern­seh­se­rie Grey’s Ana­to­my. Fo­to: Por­sche Mo­tor­sport

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