Rei­se­mo­sa­ik

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub - Mag

In der nor­we­gi­schen Ha­fen­stadt Kris­ti­an­sand kön­nen Ree­de­rei­en jetzt ei­ne neue An­le­ge­stel­le für Kreuz­fahrt­schif­fe nut­zen. Die­se soll mehr Schif­fe in den Sü­den Nor­we­gens lo­cken, teil­te der Ha­fen von Kris­ti­an­sand mit. Die Stadt liegt auf der Rou­te zwi­schen der Haupt­stadt Os­lo und Ber­gen. Dort kön­nen nun theo­re­tisch Schif­fe mit ei­ner Län­ge von bis 400 Me­tern an­le­gen.

Seit März ruh­te der Be­trieb, in­zwi­schen wur­den die Fahr­ten mit der Fäh­re zwi­schen Cux­ha­ven und Bruns­büt­tel wie­der auf­ge­nom­men. Die „Gre­te“ist wie­der auf der El­be un­ter­wegs, wie das Nord­see­heil­bad Cux­ha­ven mit­teilt. Täg­lich gibt es bis zu sie­ben Fahr­ten in je­de Rich­tung. Die Über­fahrt dau­ert ei­ne St­un­de, frü­her wa­ren es 90 Mi­nu­ten. Die ein­fa­che Über­fahrt für Pkw und Fah­rer kos­tet ab 19 Eu­ro, Mo­tor­rä­der ab 14 Eu­ro und Fahr­rä­der ab vier Eu­ro.

Kreuz­fahr­ten sind nicht auf­zu­hal­ten: Der Bran­chen­ver­band Clia rech­net für 2017 welt­weit mit ins­ge­samt 25,8 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren, 2016 wa­ren es 24,7 Mil­lio­nen Schiffs­rei­sen­de. Zum Ver­gleich: Im ver­gan­ge­nen Jahr un­ter­nah­men 2,02 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re aus Deutsch­land ei­ne Kreuz­fahrt. Das größ­te pro­zen­tua­le Wachs­tum gibt es der­zeit in Asi­en. Das liegt dar­an, dass im­mer mehr Chi­ne­sen Kreuz­fahr­ten ma­chen. Eu­ro­päi­sche und US-ame­ri­ka­ni­sche Ree­de­rei­en schi­cken so­mit vie­le Schif­fe in Rich­tung Fer­n­ost. Nor­we­gi­an Crui­se Li­ne zum Bei­spiel setzt die neue „Nor­we­gi­an Joy“aus­schließ­lich auf dem chi­ne­si­schen Markt ein. MSC ist seit 2016 ganz­jäh­rig mit der „MSC Li­ri­ca“in Chi­na un­ter­wegs, im Jahr 2018 folgt die „MSC Sple­ndi­da“. Cos­ta hat gleich fünf Schif­fe aus­schließ­lich für den chi­ne­si­schen Markt im Ein­satz.

Rya­nair wei­tet sei­ne Zu­brin­ger-Flü­ge zu Langstre­cken­flü­ge ab Ma­drid mit Air Eu­ro­pa aus. Ti­ckets für die Fern­flü­ge las­sen sich nun auf der Web­sei­te von Rya­nair bu­chen. In ei­nem zwei­ten Schritt wird die Zu­sam­men­ar­beit im Lau­fe des Jah­res auch das Durch­che­cken von Auf­ga­be­ge­päck be­inhal­ten, wie Rya­nair mit­teil­te. Air Eu­ro­pa fliegt von Ma­drid nach Nord-, Mit­tel und Süd­ame­ri­ka. Rya­nair ist nach ei­ge­nen An­ga­ben be­reits mit wei­te­ren Air­lines we­gen mög­li­cher Part­ner­schaf­ten im Ge­spräch. Der Bil­lig­flie­ger bie­tet bis­lang haupt­säch­lich güns­ti­ge Punkt-zu-Punkt-Flü­ge in Eu­ro­pa an. Das Zu­brin­ger-Mo­dell ist für die Iren noch neu. Erst seit kur­zem bie­tet Rya­nair au­ßer­dem An­schluss­flü­ge in Eu­ro­pa an. Ab Rom-Fi­umi­ci­no ste­hen zu­nächst zehn Zie­le im Flug­plan, et­wa Mal­ta und Si­zi­li­en. Das Ge­päck wird di­rekt zum fi­na­len Ziel be­för­dert.

In Bre­mer­ha­ven kön­nen Ad­re­na­lin-Jun­kies jetzt mit ei­nem neu­en Ge­fährt na­mens Se­a­b­re­acher über das Was­ser ra­sen. Es hat die Form ei­nes Wals bie­tet Platz für den Pi­lo­ten und ei­nen Pas­sa­gier. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit liegt bei 100 St­un­den­ki­lo­me­ter, un­ter der Ober­flä­che sind es bis zu 40 St­un­den­ki­lo­me­ter. Mög­lich macht dies ein Je­t­an­trieb. Je nach Wet­ter­la­ge wer­den bis Sep­tem­ber Fahr­ten an­ge­bo­ten, 20 Mi­nu­ten kos­ten 89 Eu­ro. Mit­fah­rer müs­sen min­des­tens 12 Jah­re alt sein.

Cam­pen in Deutsch­land ist ver­gleichs­wei­se güns­tig: Ei­ne drei­köp­fi­ge Fa­mi­lie zahlt in der Haupt­sai­son im Schnitt 28,54 Eu­ro pro Nacht. Das gilt für zwei Er­wach­se­ne und ein zehn­jäh­ri­ges Kind in der mitt­le­ren Ka­te­go­rie. Da­mit ist der Preis im Ver­gleich zum Vor­jahr um drei Pro­zent ge­stie­gen, wie aus ei­nem Preis­ver­gleich des ADAC Cam­ping­füh­rers 2017 her­vor­geht. Er um­fasst Ge­büh­ren für Au­to- und Ca­ra­vanStand­plät­ze so­wie Ne­ben­kos­ten. Zum Ver­gleich: Auf ei­nem eu­ro­päi­schen Cam­ping­platz kos­tet die Mo­dell­fa­mi­lie ei­ne Über­nach­tung durch­schnitt­lich 35,70 Eu­ro. Be­son­ders teu­er ist Cam­ping in der Schweiz und in Ita­li­en – hier zahlt die Mus­ter­fa­mi­lie durch­schnitt­lich 47,97 Eu­ro be­zie­hungs­wei­se 45,39 Eu­ro. Da­hin­ter fol­gen Dä­ne­mark (40,49 Eu­ro) und die Nie­der­lan­de (40,48 Eu­ro). Un­ter 40 Eu­ro zah­len Ur­lau­ber durch­schnitt­lich in Spa­ni­en, Kroa­ti­en, Frank­reich und Ös­ter­reich. Be­son­ders güns­tig ist Schwe­den mit ei­nem Durch­schnitts­preis von 30,75 Eu­ro.

In Ma­rok­ko soll ab Mit­te 2018 der Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug TGV zwi­schen Tan­ger und Cas­ablan­ca fah­ren. Die Fahr­zeit auf der Stre­cke re­du­zie­re sich da­durch von fünf auf zwei Stun­den, er­klärt das ma­rok­ka­ni­sche Frem­neue den­ver­kehrs­amt. Ins­ge­samt sol­len den An­ga­ben zu­fol­ge bis 2035 zwei TGV-Stre­cken ent­ste­hen. Die At­lan­ti­k­rou­te ist von Tan­ger über Ra­bat, Cas­ablan­ca, Mar­ra­kesch und Es­saoui­ra bis Aga­dir ge­plant. Die Ma­ghreb­stre­cke soll von Cas­ablan­ca über Ra­bat und Ou­j­da im Wes­ten wei­ter via Al­gier durch Al­ge­ri­en bis nach Tu­nis in Tu­ne­si­en füh­ren.

Wer ei­ne wirk­lich lan­ge Zug­rei­se un­ter­neh­men will, soll­te Russ­land be­su­chen. Dort be­fin­det sich die längs­und te Ei­sen­bahn­stre­cke der Welt. Die Trans­si­bi­ri­sche Ei­sen­bahn fährt 9 288 Ki­lo­me­ter von der Haupt­stadt Mos­kau bis zur Ha­fen­stadt Wla­di­wos­tok am Ja­pa­ni­schen Meer. „Die rei­ne Fahrt­zeit von Mos­kau nach Wla­di­wos­tok dau­ert 7 Tage, 6 Stun­den und 20 Mi­nu­ten“, sagt Fe­lix Wil­le­ke vom Ver­an­stal­ter Ler­n­idee Er­leb­nis­rei­sen. Un­ge­fähr al­le zwei Tage ver­lässt der Zug Num­mer 2, der „Ros­sia“, den Mos­kau­er Bahn­hof. Pas­sa­gie­re müs­sen oft die Uhr um­stel­len: Sie­ben Zeit­zo­nen lie­gen auf dem Weg.

Über 9 000 Ki­lo­me­ter auf Schie­nen: Die Trans­si­bi­ri­sche Ei­sen­bahn star­tet al­le zwei Tage von Mos­kau bis zur Ha­fen­stadt Wla­di­wos­tok. Fo­to: Ler­n­idee

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